Deutscher Buchhandlungspreis 2017

Ein Hoch auf die Unabhängigen

Kulturstaatsministerin Monika Grütters lobt den Deutschen Buchhandlungspreis 2017 aus - Inhaber unabhängiger Buchhandlungen können sich von heute an bis zum 2. Juni bewerben. Insgesamt ist der Preis mit einer Million Euro dotiert.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters

Kulturstaatsministerin Monika Grütters © Bundesregierung/Kugler

Mit der Auszeichnung würdigt Kulturstaatsministerin Monika Grütters zum dritten Mal die Independents der Branche - auch in diesem Jahr stellt sie dafür eine Million Euro zur Verfügung.  "Wir verdanken unseren Buchhändlerinnen und Buchhändlern eine weltweit einzigartige Buchhandelslandschaft", so die Ministerin in ihrer Ankündigung. "Der Deutsche Buchhandlungspreis hat seit seinem Bestehen wesentlich dazu beitragen können, das öffentliche Bewusstsein für den gesellschaftlichen Wert der Buchhandlungen vor Ort und ihre Bedeutung für unsere Kulturlandschaft zu unterstreichen." Sie sei überzeugt, dass "Bücher und Buchhandlungen auch in Zukunft als geistige Bereicherung für den Alltag der Menschen unverzichtbar" bleiben.  

Die Eckdaten des Deutschen Buchhandlungspreises 2017

  • Die Auszeichnung wird erneut in drei Kategorien an bis zu 108 Buchhandlungen verliehen, deren Umsatz in den letzten drei Jahren unter eine Million Euro lag. Die Gewinner können sich über Gütesiegel, verbunden mit Prämien in Höhe von jeweils 25.000 Euro15.000 Euro und 7.000 Euro, freuen.   
  • Zusätzlich sollen wieder bis zu zehn inhabergeführte Buchhandlungen, deren durchschnittlicher Umsatz in den letzten drei Jahren über eine Million Euro lag, mit einem undotierten Gütesiegel ausgezeichnet werden.  
  • Preisträger werden Kulturstaatsministerin Grütters von einer unabhängigen Jury vorgeschlagen. Ihr gehören Vertreter aus Verlagen, der Medien, der Kurt Wolff Stiftung, des Börsenvereins sowie Schriftsteller und unabhängige Literaturexperten an (die Mitglieder der Jury in einer Übersicht).


Partner des von der BKM vergebenen Deutschen Buchhandlungspreises sind die Kurt Wolff Stiftung und der Börsenverein.   

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1 Kommentar/e

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  • Katja B. Buchhändlerin

    Katja B. Buchhändlerin

    Leider wurde beim 3. Buchhandlungspreis nichts aus den Fehlern der Vorjahre gelernt. Er wird genau so wenig wie in den Vorjahren etwas für den inhabergeführten Standortbuchhandel bewirken. Nur wenige, ohnehin bei ihrer Klientel beliebte Buchhandlungen, werden profitieren. Sogar die Großbuchhandlungen, die diesen Preis gar nicht nötig haben, werden zum 2. Mal beteiligt. Auch wenn es kein Preisgeld gibt, ist das für die kleineren Buchhandlungen nicht nachvollziehbar. Die Ursachen für die Verödung der Innenstädte, für die Schwierigkeiten in Bezug auf kulturelle Vielfalt oder für die Vertriebsprobleme der unabhängigen Verlage, die als Grund für diese Preisverleihung benannt worden, spielen bei dieser gutgemeinten aber zu kurz gedachten Auszeichnung keine Rolle. Die Preisgelder und die Ehre für diesen Preis sind leider nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. In der jetzigen Zeit helfen nur noch Gesetze auf Bundesebene zur Förderung von Kultur gegen die Verödung der Innenstädte und gegen den Untergang einer kulturellen Vielfalt. Wieder wird dieses Gütesiegel als Preis bezeichnet. Für welchen Preis kann sich ein Preisträger bewerben? Preisträger werden nominiert. Also sollte diese Auszeichnung auch als Gütesiegel benannt werden um ernst genommen zu werden. Da es schon ein Gütesiegel für Leseförderung auf Bundesebene und viele auf Länderebene gibt, sollte die Leseförderung nicht doppelt ausgezeichnet werden. Obwohl schon beim 2. Buchhandlungspreis stark kritisiert wurde, dass ein großer Teil der Vorjahresgewinner wieder ausgezeichnet wurden, wurde daran nichts geändert. Wieder können die Gewinner der Vorjahre so tun als hätten sie den Preis noch nicht gewonnen und sich erneut bewerben. Als Grund werden uns EU Richtlinien genannt, obwohl hierbei das Recht der BRD gilt und obwohl doch der Rechtsweg ausgeschlossen wird? Was für ein Unsinn? Wieder wird uns eine Jury präsentiert bestehend aus einer Literaturkritikerin, einer Schriftstellerin und mehreren Verlagsleuten. Was ein Dieter Kosslick in dieser Jury zu suchen hat ist mehr als unklar. Das größte Dilemma an dieser Jury ist aber, dass der Börsenverein eine studierte Juristin in die Jury schickt, anstatt von mindestens 2 erfahrene Buchhändler/Buchhändlerinnen. Bei 3 Jurymitgliedern der Verlage sollten 2 Buchhändler möglich sein. Die bisherige Jury kennt den Buchhandel nur aus Sicht der Literaturkritik, aus Sicht einer Schriftstellerin, aus der Sicht einer Juristin und aus der Verlagssicht. Es fehlen die erfahrenen Fachleute aus der Praxis. Eine Hilfe für den inhabergeführten Standortbuchhandel und für unabhängige Verlage ist das Ganze in dieser Form nicht.

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