Die Aktion Lesetüte

Leseförderung für Erstklässler

570 Buchhandlungen beteiligen sich in diesem Sommer an der Aktion Lesetüte. Eine davon: Buchplatz in Frankfurt am Main. CHRISTINA BUSSE

© Claus Setzer

300 Erstklässler werden in diesem Sommer zum Schulstart eine Lesetüte aus der Frankfurter Buchhandlung Buchplatz geschenkt bekommen. Klassen von fünf Grundschulen aus der Umgebung haben sich 2017 für die Aktion angemeldet. "Die Nachfrage steigt kontinuierlich", berichtet Daniel Bogdanov, Geschäftsführer der Buchhandlung, die sich seit drei Jahren an der Lesetüten-Kampagne beteiligt: "Es macht Spaß, mit den Schulen gemeinsam etwas Interessantes zu gestalten, Kontakte zu knüpfen und sich bekannt zu machen."

Die bundesweite Initiative ist eine Idee der Interessengruppe Leseförderung im Börsenverein. Das Konzept: Zur Einschulung erhält jedes Kind eine von den angehenden Zweitklässlern farbenfroh bemalte Lesetüte. Koordiniert wird die Aktion vom örtlichen Buchhandel, der die Blankotüten an die Schulen verteilt, später wieder einsammelt und mit kleinen Give-aways bestückt – bevor sie dann verschenkt werden.

Leseförderung, die Spaß macht: Daniel Bogdanov und Sandra Zimmermann befüllen die Tüten im Buchplatz in Frankfurt

Leseförderung, die Spaß macht: Daniel Bogdanov und Sandra Zimmermann befüllen die Tüten im Buchplatz in Frankfurt © Claus Setzer

In der Lesetüte findet sich ein Erstlesebuch aus einem der beiden Partnerverlage Arena und Oetinger. Darüber hinaus kommt in die Tüte, was der jeweilige Buchhändler für sinnvoll hält. "Ich lege auf jeden Fall das Buchjournal Kids & Teens mit individualisiertem Buchplatz-Aufdruck und einen Stundenplan dazu, sowie nach Verfügbarkeit weitere Give-aways von Verlagen", so Bogdanov: "­Außerdem nach Rücksprache mit den Schulen unseren Flyer mit Hinweis auf unsere Homepage und unsere Veranstaltungen für Kinder. Und gern auch das reguläre Buchjournal für die Eltern."

Unterstützung findet der Buchhandel auf der Homepage des Börsenvereins unter dem Stichwort "Lesetüte": Hier gibt es hilfreiche Materialien – etwa einen Begleitbrief an die Eltern, der sogar in Arabisch, Polnisch, Rumänisch, Russisch und Türkisch abrufbar ist. Auch Vorlagen für einen Brief an die Schulen, für ein Anmeldefax und einen Pressetext stehen zur Verfügung: "Online finden sich tolle Inhalte, die eine echte Hilfe für uns sind", meint Daniel Bogdanov. Dazu gehören auch Anregungen, wie der Handel die Aktion für sich nutzen kann – etwa durch ein Schaufenster, das in der Ferienzeit mit den bemalten Lesetüten dekoriert wird.

Interessierten Kollegen rät Bogdanov, sich im Januar an die Schulen zu wenden  – am besten direkt an engagierte Lehrer. "Wichtig ist es, kontinuierlich über die Aktion zu informieren, damit sie im Bewusstsein bleibt", sagt der Buchhändler, der die Gelegenheit nutzt, um den Kontakt mit den Schulen zu pflegen: "Die Kommunikation ist teilweise recht aufwendig, aber der Effekt sehr positiv."

Die Lesetüte



  • 125.000 Lesetüten werden in diesem Jahr zum Schulanfang an ABC-Schützen in ganz Deutschland verteilt – ein neuer Rekord, zu dem 570 Buchhandlungen beitragen.

  • Die 2011 gestartete Initiative ist eine Idee der IG Leseförderung im Börsenverein.

  • Das Konzept: Zur Einschulung erhält jedes Kind eine von den angehenden Zweitklässlern farbenfroh bemalte Lesetüte. Koordiniert wird die Aktion vom örtlichen Buchhandel in Zusammenarbeit mit den Schulen.

  • Börsenvereinsmitglieder zahlen für 25 Lesetüten 25 Euro, inklusive Stundenplan und Erstlesebuch aus einem der beiden Partnerverlage Oetinger und Arena.

  • Details unter boersenverein.de/606559/

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