Die Buchpreisträgerin 2013 und ihr Verleger

Schlaflos vor Glück

Terézia Mora kann ihr Glück noch nicht ganz fassen. Kopfschüttelnd sitzt sie mit ihrem Verleger Georg Reuchlein  vom Luchterhand Literaturverlag im Forum Börsenverein auf der Buchmesse und erinnert sich im Gespräch mit den Börsenblatt-Redakteuren Stefan Hauck und Michael Roesler-Graichen an den Moment, als bei der Verleihung des Deutschen Buchpreises ihr Name fiel. VON CHRISTIANE PETERSEN

"Ich hatte mir erfolgreich eingeredet, dass ich den Preis nicht bekomme. Als der Name des Gewinners dann mit "T" begann, stand ich vollkommen neben mir." Ihr Verleger ließ die Druckmaschinen anwerfen und verbrachte die Nacht anschließend schlaflos vor Glück.  „Es war nicht vorherzusehen, dass wir gewinnen, die Shortlist war einfach stark“, erzählt er und freut sich über die seither stürmische Nachfrage im Handel. „Der Titel ist heute bereits vergriffen, wird morgen aber wieder lieferbar sein.“ 70.000 Exemplare von „Das Ungeheuer“ wurden bereits verkauft – Tendenz rasant steigend.  Mora fasst nun den dritten Band mit ihrem Protagonisten Darius Kopp ins Auge, unter Zeitdruck setzt sie sich dabei nicht. „Ich habe für „Das Ungeheuer“ vier Jahre gebraucht. Ich bin beim Schreiben eine Planerin und das braucht einfach Zeit“, erzählt sie. „Ein Buch dauert, so lange es dauert“, sagt er und lächelt zufrieden. Er hat allen Grund dazu. 

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4 Kommentar/e

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  • E-Leser

    E-Leser

    Noch glücklicher könnten Autorin und Verleger sein, wenn es "Das Ungeheuer" auch als E-Book gäbe. Die Kollegen von Fischer gönnen sich damit noch einen Extraschluck, wenn man sich mal anschaut wie bei Amazon die E-Books von Alice Munro gerade abheben ...

    http://www.amazon.de/gp/movers-and-shakers/digital -text/ref=pd_zg_rss_ms_kinc_digital-text_c

  • Patrick Musial

    Patrick Musial

    @E-Leser:
    Mit dem anspruchsvollen Satz (vereinfacht: Druckbild) dürfte der E-Reader überfordert sein, wenn sich durch die Änderung der Schriftgröße das Druckbild ändert und dann der obere und der untere Teil nicht mehr zusammenpassen (es laufen zwei Texte parallel ab, oben auf der Seite das aktuelle Geschehen, unten ein Tagebuchtext).

    Davon abgesehen darf jeder Autor und Verlag ja selbst entscheiden, in welchen Formaten etwas erscheint. Einige andere Autoren veröffentlichen aus guten Gründen auch keine E-Books (Sven Regener). Noch machen E-Books deutlich unter 5% des Buchmarktes aus, sooooo riesig ist der Umsatz damit (noch) nicht.

    Das Buch von Terezia Mora ist ja auch ganz normal lieferbar momentan - die Titel von Frau Munro sind wohl erst ab Anfang nächster Woche wieder problemlos zu bekommen.

  • Galbadon

    Galbadon

    Ja, eine E-Buch Ausgabe wäre eine Herausforderung. Das müsste man neue Wege der Darstellung wählen bzw. entwickeln. Spannend.

  • E-Leser

    E-Leser

    @ #2

    Hallo Herr Musial,

    danke für die Information. In dem Fall läßt sich wohl in der Tat kein vernünftiges E-Book herstellen - zumindestens nicht im E-Pub oder Mobi-Format.

    • ...

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