HDE-Umfrage zum Weihnachtsgeschäft

Weniger Umsatz in zweiter Adventswoche

Der Einzelhandel hat in der Woche zum zweiten Advent weniger eingenommen, als in der ersten Adventswoche. Das hat eine Trendumfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) bei 400 Unternehmen ergeben. Insbesondere der Fachhandel würde unter schwachen Besucherfrequenzen leiden.

Befragt wurden Unternehmen aller Größen, Standorte und Branchen, wie der HDE in einer Pressemitteilung schreibt. Zwar hätten Händler in den Branchen Haushaltswaren und Spielwaren gute Geschäfte verzeichnet. Doch insbesondere der Fachhandel in den Innenstädten, vor allem Händler mit Bekleidung sowie Uhren und Schmuck, leide unter schwachen Besucherfrequenzen − berichte von einem sehr verhaltenen Verlauf des diesjährigen Weihnachtsgeschäfts.

HDE-Präsident Josef Sanktjohanser fordert deshalb von Politik, Kommunen und Gewerkschaften, sich gemeinsam für attraktive Citys einzusetzen und dem Innenstadt-Handel die gleichen Chancen einzuräumen wie dem Online-Handel − und spricht konkret die Sonntagsöffnungszeiten an, ein Dauerthema beim HDE: "Das anhaltende Gezerre um die Sonntagsöffnungen schadet dem Wirtschaftsstandort Innenstadt massiv", so Sanktjohanser. Verlierer sind seiner Ansicht nach vor allem die Unternehmen und die Beschäftigten des Einzelhandels.

"Es ist nichts Neues mehr und auch nur begrenzt originell, auf die Folgen des immer noch zunehmenden Online-Einkaufs hinzuweisen", hält der Hanauer Buchhändler Dieter Dausien in einem früheren Meinungsbeitrag auf boersenblatt.net dagegen − und führt fundierte Argumente gegen die Sonntagsöffnung im Buchhandel an (siehe Archiv). Seine Alternative: "Wenn der Sonntag als Onlinetag so attraktiv ist, dann sollten wir versuchen, dem Kunden selbst attraktive Online-Angebote zu machen."

Die kommenden zwei Wochen sollen es richten

Die Branche erwarte in den kommenden zwei Wochen den Endspurt im Weihnachtsgeschäft. Erfahrungsgemäß würden die Kunden kurz vor dem Fest noch einmal kräftig zugreifen. Für November und Dezember hatte der HDE einen Umsatz von 94,5 Milliarden Euro im Einzelhandel prognostiziert. Das würde im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung von drei Prozent bedeuten. Davon sollen mehr als zwölf Milliarden Euro auf den Online-Handel entfallen, so der HDE. Das entspräche einer Steigerung um 10 Prozent gegenüber dem vorigen Weihnachtsgeschäft.

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