In der Türkei inhaftierter "Welt"-Korrespondent

PEN verlangt Freilassung von Deniz Yücel

Mit der Anordnung der Untersuchungshaft gegen den "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel in der Türkei sei "eine weitere Esakalationsstufe im Kampf der Erdoğan-Administration gegen die Meinungsfreiheit erreicht", empört sich das PEN-Zentrum Deutschland − und fordert die unmittelbare Freilassung des Journalisten.

Mit großem Entsetzen habe das PEN-Zentrum Deutschland zur Kenntnis genommen, dass ein türkischer Richter Untersuchungshaft gegen den "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel wegen angeblicher Terror-Unterstützung verhängt hat, heißt es weiter in der Mitteilung des PEN-Zentrums.

"Wir werden das nicht hinnehmen und mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln um die unmittelbare Freilassung von Deniz Yücel kämpfen", sagte Sascha Feuchert, Vizepräsident und Writers-in-Prison-Beauftragter der Autorenvereinigung. PEN-Präsident Josef Haslinger kommentiert: "Allem Anschein nach ist es die türkische Staatsmacht, die sich zu einer terroristischen Vereinigung entwickelt hat. Jedenfalls gegenüber jenen, die in der Tradition des freien Wortes stehen. Es ist kein gutes Zeichen, wenn ein Gericht sich zum Propaganda-Instrument für eine solche Vereinigung macht. Im Gegensatz zu dem, was kritischer Journalismus bewirkt, kann man darin tatsächlich eine Aufwiegelung der Bevölkerung sehen."

Der 43-jährige Deniz Yücel ist deutsch-türkischer Journalist und Publizist. Er besitzt die deutsche und türkische Staatsbürgerschaft. Der zuständige Haftrichter in Istanbul hat am 27. Februar die Untersuchungshaft von Yücel angeordent und damit dem Antrag des Staatsanwalts stattgegeben.

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