Literatur-Nachrichten

Ein Fest für Übersetzer und Leser

Anlässlich des Internationalen Übersetzertags 2017 lädt der Verein Weltlesebühne dazu ein, die Kunst des Übersetzens zu feiern. Weltweit sind am und um den 30. September rund 40 Veranstaltungen geplant, die die Arbeit von Literaturübersetzern sichtbar und anschaulich machen.

Die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Bedeutung des Übersetzens lenken und den Akteuren zu größerer Anerkennung verhelfen, ist das Ziel der länderübergreifenden Aktion zum Internationalen Übersetzertag, nach dem Bibelübersetzer und Schutzpatron des Berufsstandes auch Hieronymustag genannt.

32 Veranstaltungen bis hin zum gläsernen Übersetzer

Im deutschsprachigen Raum finden in diesem Jahr 32 Veranstaltungen in unterschiedlichen Formaten statt: Echtzeit- und Zeitraffer-Übersetzungen, Diskussionspanels, Übersetzungsworkshops und Translations-Slams geben Einblicke in die Werkstatt des Übersetzers, laden zum Austausch ein und machen das Übersetzen als Wortkunst lebendig. Beim Veranstaltungsformat des »Gläsernen Übersetzers« können Interessierte im Rahmen von ein- bis zweistündigen Präsentationen den Prozess des Übersetzens hautnah und live miterleben und -gestalten: Literaturübersetzer arbeiten öffentlich an einer Übersetzung, machen ihre Überlegungen transparent und stellen ihre Entscheidungen zur Diskussion.

Über 40 Übersetzer treten in Aabenraa, Berlin, Flensburg, Frankfurt am Main, Freiburg, Hamburg, Heidelberg, Jena, Köln, Leipzig, Marburg und Zürich auf, mit dabei sind u. a. Bettina Bach, Isabel Bogdan, Claudia Hamm, Frank Heibert und Hinrich Schmidt-Henkel. Übersetzt wird Literatur aus dem Dänischen, Finnischen, Italienischen, Ukrainischen und zahlreichen anderen Sprachen. Darüber hinaus kommen in sieben Goethe-Instituten – in Alexandria, Amsterdam, Kairo, Kiew, Nanjing, Peking und Taschkent – »Gläserne Übersetzer« zum Einsatz.

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