Jahresbilanz 2017 von Wolters Kluwer

Umsatz steigt, Printgeschäft rückläufig

Wolters Kluwer legt zu: Der internationale Informationsdienstleister und Wissenschaftsverlag hat seinen Umsatz 2017 im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent gesteigert – auf 4,4 Milliarden Euro.

Laut Bilanzmitteilung erzielte Wolters Kluwer im vergangenen Jahr einen Umsatz in Höhe von 4.422 Millionen Euro Umsatz, in Jahr davor waren es 4.286 Millionen Euro. Das ergibt ein nominelles Wachstum von drei Prozent − zu konstanten Wechselkursen beträgt das Umsatzplus 5 Prozent.

Das Betriebsergebnis (bereinigt) kletterte um 6 Prozent (nach konstanten Wechselkursen um 8 Prozent) auf 1.009 Millionen Euro. Als angepassten Netto-Gewinn weist das Unternehmen für 2017 insgesamt 668 Millionen Euro (plus 8 Prozent) aus, im Jahr zuvor waren es 618 Millionen Euro.

In Nord-Amerika wurden im vergangenen Jahr 61 Prozent des Umsatzes erzielt, in Europa 31 Prozent sowie in Asien, Pazifik und der restlichen Welt 8 Prozent. Die dritte Region zeigte mit 6 Prozent (2016: 3 Prozent) das größte organische Wachstum, gefolgt von Nord-Amerika (4 Prozent; 2016: 4 Prozent) und Europa (2 Prozent; 2016: 1 Prozent).

Nach Divisionen verteilten sich die Einnahmen 2017 wie folgt (nominelle Veränderung zum Vorjahr):

  • Health: 1.168 Millionen Euro Umsatz (+6 Prozent); Betriebsergebnis 293 Millionen Euro (+8 Prozent)
  • Tax & Accounting: 1.257 Millionen Euro Umsatz (+8 Prozent); Betriebsergebnis 339 Millionen Euro (+8 Prozent)
  • Governance, Risk & Compliance: 1.080 Millionen Euro Umsatz (-1 Prozent); Betriebsergebnis 319 Millionen Euro (+3 Prozent)
  • Legal & Regulatory: 917 Millionen Euro Umsatz (-1 Prozent); Betriebsergebnis 110 Millionen Euro (-1 Prozent)


Hoher Abo-Anteil, print verliert an Volumen

Zum Gesamt-Umsatz trugen digitale Abos und fortlaufende Dienste 2.814 (+5 Prozent zum Vorjahr), Print-Abos 234 Millionen Euro (-13 Prozent) sowie andere fortlaufende Einnahmen mit 310 Millionen Euro (-7 Prozent) bei. Das waren zusammen 3.358 Millionen Euro.

Die weiteren, nicht fortlaufenden Einnahmen lagen bei 1.064 Millionen Euro, Printbücher sorgten dabei für einen Umsatz in Höhe von 254 Millionen Euro (-6 Prozent gegenüber 2016).

Rund 87 Prozent des Gesamtumsatzes entfällt auf die Segmente Digital und Dienstleistungen. Die Einnahmen nach Medienformaten 2017 zusammengefasst, zeigen für den Printbereich starke Einbußen: Digital 3.362 Millionen Euro (+7 Prozent gegenüber 2016); Dienstleistungen (Services) 485 Millionen Euro (-1 Prozent); Print 575 Millionen Euro (-10 Prozent).

Verschuldung steigt: Die Netto-Schulden betrugen zum 31. Dezember 2017 2.069 Millionen Euro und waren damit um 142 Millionen Euro höher als Ende 2016. Als Gründe für die gestiegene Verschuldung werden unter anderem Zukäufe (darunter Tagetik Software Srl) und der Rückkauf von Anteilen genannt.

Ausblick

Für 2018 erwartet Wolters Kluwer ein solides organisches Wachstum und eine verbesserte Gewinnspanne. Zudem soll der Strategieplan 2016-2018 weiter verfolgt werden, der unter anderem das Ziel hat, die Marktreichweite auszubauen, neue Märkte zu erschließen.

Die ausführliche Bilanzmitteilung finden Sie hier.

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