Jugendliche haben Freude am lesen

Leseclub schärft Profil

Authentisch muss es zugehen – dann wird der Laden auch für Jugendliche zum Treffpunkt. Die Buchhandlung Christiansen in Hamburg pflegt gleich mehrere Leseclubs. Einer davon holt speziell die Jungs ab 10 an Bord.

Fester Termin am Freitagabend: Die Jugendlichen tauschen Leseerlebnisse aus

Fester Termin am Freitagabend: Die Jugendlichen tauschen Leseerlebnisse aus © Buchhandlung Christiansen

Gelächter, Stimmengewirr, Stühlerücken und dann geht es los: Rund 20 Jugendliche diskutieren über gerade gelesene Bücher. Seit acht Jahren lässt die Altonaer Buchhändlerin Nicole Christiansen Kinder und Jugendliche zur Lektüredebatte zusammenkommen. Damals konnte sich ihre Tochter nicht entscheiden, welches Lieblingsbuch sie in der 5. Klasse vorstellen sollte. Geht es noch anderen so?, fragte sich Christiansen und kam auf die Idee, dass Kinder anderen Kindern jene Bücher vorstellen könnten, die sie für gelungen halten. Die abends in der Buchhandlung öffentlich präsentierten Lesetipps fanden nicht nur bei Freunden, Eltern und in der Presse Anklang. Auch die Zehnjährigen waren auf den Geschmack gekommen: »Und wieso machen wir das nicht weiter?« Das war die Geburtsstunde der Reading Teens, die sich alle drei Wochen freitagabends in der Buchhandlung treffen. Die Gründungsmitglieder sind inzwischen junge Erwachsene, neue rücken nach, der Spaß ist geblieben. Neben den Acht- bis Zwölfjährigen und den 13- bis 19-Jährigen hat ein junger Sortimenter explizit Jungs ab zehn Jahren dafür begeistert, sich zu einem Leseclub zusammenzuschließen. Alle greifen auf Leseexemplare zurück, dürfen sich Bücher aus den Regalen ausleihen. Die Zeit und das Engagement der Sortimenter zahlt sich für die Buchhandlung aus. Durch Mundpropaganda spricht sich im Stadtteil herum, dass der Buchladen eine Anlaufstelle für Jugendliche ist. »Das gibt uns Profil«, sagt Christiansen, »es kommen Kinder aus ganz unterschiedlichen Schulen zu uns, weil sie von den Reading Teens gehört haben.« Bücher kaufende Eltern kommen mit. Die Buchhändlerin sieht das Angebot eng mit ihrer Person verknüpft: »Es muss authentisch sein.«

Kontakt zum Ideengeber

Buchhandlung Christiansen

Nicole Christiansen

info@buecher-christiansen.de

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