Kampagne des Börsenvereins in NRW

"Bücher bauen Brücken": Aktionswoche gegen Antisemitismus

Wie leben jüdische Bürger heute in Nordrhein-Westfalen? Antworten darauf will das Regionalbüro NRW des Börsenvereins mit der neuen Kampagne "Bücher bauen Brücken" geben. Knapp 70 Verlage und 50 Buchhandlungen wollen die Aktionswoche vom 18. bis zum 24. Mai bislang unterstützen. Es dürfen gerne noch mehr werden.

Logo zur Kampagne

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Die Kampagne soll einer breiten Öffentlichkeit vermitteln, wie jüdisches Leben in NRW in der Gegenwart aussieht. Sie will die Vielfalt der jüdischen Kultur darstellen, aber auch thematisieren, welchen Vorurteilen Juden in Deutschland immer noch ausgesetzt sind.

Den Anstoß dazu gaben 2015 die Jüdischen Kulturtage im Rheinland: Damals berichteten Medien darüber, dass antisemitische Delikte in Nordrhein-Westfalen stark zugenommen hätten. Das Düsseldorfer Team des Börsenvereins stieg tiefer ins Thema ein, recherchierte – und beschloss, mit Buchhandlungen und Verlagen ein klares Zeichen gegen solche Übergriffe zu setzen.

"Was zunächst als kleines Projekt angedacht war, hat mittlerweile eine ungeheure Dynamik bekommen", so Gabriele Schink, Leiterin der Regionalgeschäftsstelle in Düsseldorf. 67 Verlage, darunter fast alle namenhaften Häuser, bieten dem Buchhandel kostenfreie Autorenveranstaltungen zum Thema an, die Bandbreite reicht von der klassischen Roman- oder Sachbuch-Lesung bis zur Präsentation eines jüdischen Kochbuchs. 47 Buchhandlungen, vor allem aus dem Rhein-Ruhr-Raum, haben ihre Teilnahme schon zugesagt. Schirmherrin ist die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Führungen durch Synagogen, Diskussionsrunden mit Schulklassen, eine Veranstaltung zum jüdischen Humor: Wie die Aktionswoche im Detail ausgestaltet wird, bleibt den Buchhandlungen selbst überlassen. Der Börsenverein unterstützt das Sortiment durch die Zusammenarbeit mit Verlagen und Sponsoren, durch Pressearbeit, eine eigene Website und eine umfangreiche Info-Mappe, die nach Weihnachten verschickt wird. Sie listet Ansprechpartner der jüdischen Gemeinden im Umfeld auf, gibt aber auch Verhaltenstipps, etwa zum Thema koscheres Essen.

Die Synagogen-Gemeinde in Köln begleitet die Konzeption der Kampagne. Medienpartner ist WDR 3: Die Auftaktveranstaltung findet am 18. Mai im Großen Sendesaal des WDR Funkhauses in Köln statt und wird am Folgetag vom wdr Hörfunk ausgestrahlt.

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