Kooperation mit Amazon

KNV beliefert stationären Buchhandel mit Titeln von Amazon Publishing

Alle deutschsprachigen Titel des Verlagsprogramms von Amazon Publishing sind ab sofort als Printbuch für Buchhändler über das Barsortiment Koch, Neff & Volckmar GmbH (KNV) bestellbar – Leser können damit Amazon-Publishing-Titel sowohl über den stationären Buchhandel als auch über die Amazon-Webseiten beziehen.

Seit heute ist Amazon an das Barsortiment Koch, Neff & Volckmar GmbH (KNV) angeschlossen – damit können erstmals stationäre Buchhändler in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Südtirol (Italien), Luxemburg sowie den USA und Japan deutschsprachige Amazon Publishing Titel für ihre Kunden bestellen. Bisher war das Verlagsprogramm ausschließlich auf den Amazon Webseiten erhältlich.
 
Die Titel von Amazon Publishing erscheinen in den Verlagsmarken Edition M, Tinte & Feder, Montlake Romance und 47North. Die Imprints repräsentieren eine vielfältige Auswahl deutschsprachiger Liebesromane (Montlake Romance), Kriminalromane und Thriller (Edition M), Fantasy und Science Fiction (47North) sowie zeitgenössischer und historischer Romane (Tinte & Feder). Zu den größten Erfolgen zählen "Das Grab meiner Schwester" von Robert Dugoni und "Die Abnormen" von Marcus Sakey, deren deutschsprachige Ausgaben allein über Amazon jeweils rund 150.000 Leser erreicht haben und jetzt auch im stationären Buchhandel verfügbar sind.
 
"Wir bei Amazon Publishing wollen Kunden genau die Bücher anbieten, die sie gerne lesen möchten – im richtigen Format zum richtigen Zeitpunkt. Deshalb freuen wir uns, dass Leser Amazon Publishing Bücher nun jederzeit wie gewohnt über unsere Amazon Webseiten erhalten, diese ab sofort aber auch in ihrer Lieblingsbuchhandlung vor Ort bestellen können", erklärt Dominic Myers, Director Amazon Publishing EU. "Mit dem rund 800 Titel umfassenden Verlagsprogramm bieten wir für jeden etwas – Bücher großartiger deutschsprachiger wie internationaler Autoren, die den Leser zum Mitfühlen, Lachen und Nachdenken einladen, in vergangene Zeiten entführen oder die Herzen von Krimi- und Thriller-Fans höher schlagen lassen."

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3 Kommentar/e

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  • Christian Reichenbach

    Christian Reichenbach

    Ein bemerkenswerter Schritt. Es wäre sicher noch interessant zu erfahren, ob KNV alle 800 Titel auf Lager nehmen wird oder ob Print-on-Demand geplant ist. Fraglich ist auch, welche Druck- und Papierqualität man erwarten kann.

  • Achilles

    Achilles

    Wenn ich das richtig verstanden habe, kommt die erste Information über die Kooperation im Börsenblatt von amazon und nicht von KNV. Der wichtigste Konkurrent des stationären Buchhandels und nicht einer der wichtigsten Partner des stationären Buchhandels informiert also die Branche über diese Kooperation. Dazu gibt es dann auch noch ein Interview mit amazon.

    Eine interessante Einschätzung dieses Deals gibt es hier im Büchermarkt bei DLF

    http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2017/11/ 28/amazon_ein_gespraech_mit_holger_heimann_dlf_201 71128_1612_b04f9c0d.mp3

  • Achilles

    Achilles

    In dem von mir verlinkten Interview im Deutschlandfunk ist von einer Kundenbefragung - ob Kunden von Osiander Amazon Selfpublisher in der Buchhandlung kaufen wollen - Titel die Rede. Bei mir entsteht der Eindruck, dass die Kunden von Osiander das wollen. Frau Hiller wiederum sagt in dem Interview http://www.boersenblatt.net/artikel-interview_mit_ dominic_myers_und_friederike_hiller__amazon_publis hing_.1406695.html: "Wir führen viele Gespräche und freuen uns über das Interesse der Händler, unsere Titel anzubieten." Es entstand bei mir der Kurzschluss, dass Osiander eben einer dieser Händler wäre. Die Stellungnahme von Herrn Riethmüller hier http://www.boersenblatt.net/artikel-scharfe_kritik _an_knv-kooperation_mit_amazon.1407501.html ist wiederum sehr eindeutig gegen diesen Deal. Nüchtern betrachtet ist Amazon in diesem Szenario einfach ein Verlag, dem KNV seine Dienstleistung anbietet und eine Buchhandlung verkauft einfach die Titel dieses Verlages. Amazon wiederum verbessert sein Standing bei den Autoren - es geht natürlich nicht nur um Selfpublisher, potenziell können auch Top-Autoren zu Amazon gehen - jetzt wo der Weg in den stationären Handel zumindest bereitet ist. Die Marktmacht von Amazon betrachtend trifft KNV aber hier eine Entscheidung, die weit über das hinausgeht, was ich hier "nüchtern" als "normales" Geschäft beschrieb. KNV trifft eine Entscheidung für den Hauptkonkurrenten des stationären Buchhandels und KNV trifft hier eine Entscheidung für den zukünftigen Hauptkonkurrenten der Verlage im Autorenmarkt. Man darf auch nicht vergessen, dass KNV hier auch eine Entscheidung gegen das eigene Geschäftsmodell als Barsortiment trifft. Denn Amazon könnte natürlich auch als Großhändler für Buchhandlungen agieren. In dieser frühen Phase sind die Implikationen dieser Entscheidung von KNV schwer zu überschauen - unter Umständen aber erleben wir gerade eine tektonische Verschiebung der traditionellen Konstellationen Verlag - Buchhandel - Großhandel. Gegen diese tektonische Verschiebung würde sich das bisherige Agieren von Amazon als reine Vertriebsplattform als geradezu harmlos erweisen.

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