Leo-Perutz-Preis für Alex Beer

"Der zweite Reiter" macht das Rennen

Die Wiener Schrfitstellerin Alex Beer hat den mit 5.000 Euro dotierten österreichischen Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur 2017 erhalten − für ihren Roman "Der zweite Reiter" (Limes).

Alex Beer bei der Preisverleihung

Alex Beer bei der Preisverleihung © HVB

In der Jurybegründung heißt es laut Mitteilung des Hauptverbands des Österreichischen Buchhandels: "Was Alex Beer erzählt, betrifft auch die heutige Zeit, aber wie sie erzählt, lässt die ferne Vergangenheit lebendig werden: ein Kunststück der Stimmungsmalerei, das Wien in einem düsteren, aber faszinierenden Licht neu erstrahlen lässt. Eine Welt von gestern, in die wir hineingesaugt wurden und die wir nur ungern wieder verlassen haben. Das Versprechen des letzten Satzes hat uns getröstet: 'Diese Geschichte war noch nicht vorüber.'"

© Limes

Der Band um den Wiener Polizeiagenten August Emmerich ist im März 2017 erschienen. Der Limes Verlag schreibt zum Inhalt: "Die im Jahr 1919 spielende Handlung spiegelt das Bild einer dunklen, vom Krieg zerstörten österreichischen Hauptstadt wider – einer Weltmetropole, die ihren Glanz verloren hat und im Elend versinkt. Als Emmerich den Fall eines angeblichen Selbstmörders untersucht, und in diesen hoffnungslosen Zeiten sind Suizide keine Seltenheit, fallen ihm aber beim Toten Details ins Auge, die einen Selbstmord ausschließen. Der Fall fordert weitere Opfer und eine packende Jagd durch das winterliche Wien beginnt."

Alex Beer setzte sich gegen die weiteren Shortlist-Kandidaten Christopher Just ("Der Moddetektiv", Milena), Stefan Peters ("Erstbezug", Picus), Theresa Prammer ("Die unbekannte Schwester", Ullstein) und Hans-Peter Vertacnik ("Totenvogel", Emons) durch.

Der Jury 2017 gehörten Sylvia Faßl-Vogler (Referatsleiterin der Kulturabteilung der Stadt Wien), Jury-Sprecher Erwin Riedesser (Buchhandlung Leporello), Andreas Gruber (Krimiautor und Leo-Perutz-Preisträger 2016), Michaela Bokon (Filialleiterin Thalia W3), Journalist Christoph Huber und Nina Lämmermayer (Bestattung Wien) an.

Zum Preis

Der Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur wird jährlich von der Kulturabteilung der Stadt Wien und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels vergeben. Ausgezeichnet werden Krimis, deren Qualität und literarischer Anspruch an den namensgebenden österreichischen Literaten erinnern. Darüber hinaus sollen die ausgezeichneten Werke innovativen Charakter haben und einen Wien-Bezug aufweisen.

Bisherige Preisträger: Andreas Gruber 2016, Theresa Prammer 2015, Eva Rossmann 2014, Thomas Raab 2013, Manfred Rebhandl 2012, Lizl Stein/Georg Koytek 2011, Stefan Slupetzky 2010.

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