Liliane Susewind wird 10 –Tanya Stewner im Interview

„Schwingende Elefanten-Popos und trappelnde Pferdehufe“

Tanya Stewner hat alle Lieder für das neue Musikalbum zu „Liliane Susewind“ selbst geschrieben. Im Interview verrät sie, wie man gute Songs schreibt und wie sie zehn Jahre Liliane Susewind feiert. INTERVIEW: KARIN MEBURGER

Tanya Stewner und Guido Frommelt

Tanya Stewner und Guido Frommelt © Sonja Blietschau

Heute erscheint das Album zu Liliane Susewind. Sind Sie schon aufgeregt?
Ja, wir sind sehr aufgeregt. Mein Mann und ich habe ja alle Songs selbst geschrieben und das Album ist ein bisschen unser Baby. Wir haben sehr viel Liebe und Herzblut investiert und freuen uns sehr, dass man es jetzt wirklich in den Händen halten kann. Wir haben tolle Interpreten gewinnen können, die unsere Songs singen und wir machen ganz viele Mottopartys im Jubiläumsherbst, in dem zehn Jahre Liliane Susewind gefeiert werden. Von Hamburg bis Linz gibt es Partys, zu denen die Kinder als Charakter aus den Büchern oder einfach als Tier verkleidet kommen können und wir tanzen zusammen zu der Musik.

Wie sind Sie überhaupt auf die Idee gekommen, ein Album aufzunehmen?
Mein Mann und ich machen schon sehr lange zusammen Musik, wir kennen uns schon 20 Jahre und haben zu Studienzeiten in einer Band gespielt. Ich habe gesungen, er hat Gitarre gespielt. Die Band gibt es schon lange nicht mehr, aber wir beide haben weiter Musik gemacht und festgestellt, dass wir ein gutes Songwriter-Duo sind. Es sind schon einige schöne Sachen dabei herausgekommen, für meine Hörbücher haben wir z.B. immer die Erkennungsmelodie geschrieben und irgendwann hatten wir die Idee, dass man auch für Liliane ein Album machen könnte, wo jedes Haupttier aus einem der mittlerweile zwölf Bücher einen Song bekommt. Wir haben wir auf dem Album also einen Elefanten-Song, einen Tiger-Song, einen Delfin-Song usw. Da kann man sich auch stilistisch schön austoben!

Inwiefern?
Der Elefanten-Song ist ein Reggae, dabei haben wir an schwingende Elefanten-Popos gedacht und bei den Pferden gibt es eine richtige Rocknummer, bei der man praktisch die Hufe trappeln hört. Wir haben uns einfach ans Schreiben gesetzt und der Argon Verlag wollte das Projekt auch schnell gerne machen. Dann wurde es richtig interessant: Wir haben einen ganz tollen Produzenten gefunden und dann die Interpreten. Es war ein sehr spannendes Jahr!

Wie haben Sie die Interpreten ausgewählt?
Wir hatten eine Wunschliste. Mein Mann und ich haben aufgeschrieben, für welchen Song wir am liebsten welchen Künstler hätten und davon ist auch tatsächlich sehr viel wahr geworden. Wir haben unglaubliches Glück gehabt und sind auch ein bisschen stolz.

Sie singen zusammen mit Dieter Thomas Kuhn auch selbst ein Lied - die Tigerdisco. Warum singen Sie nicht bei mehreren Liedern mit?
Wir dachten, es wäre gut, wenn jeder Song von einem anderen Sänger ist. Wir hätten auch einen Interpreten fragen können, drei oder vier Songs zu machen, doch gerade das wollten wir nicht, die Abwechslung war uns wichtig.

Wie genau sind die Lieder entstanden?
Mein Mann spielt mehrere Instrumente, deswegen fängt er meistens mit der Akkordabfolge auf der Gitarre an. Manchmal produziert er aber auch etwas vor, wenn er so etwas wie einen „Soundteppich“ legen möchte. Er fragt mich, wie es sich für mich anfühlt, ob ich schon Bilder oder Emotionen habe und erklärt, was er beim Komponieren gefühlt hat. Dann summe ich herum und versuche eine passende Melodie zu finden, die das, was ich ausdrücken möchte, wiedergibt. Ich versuche so etwas wie einen Ohrwurm-Refrain zu machen. Das ist auch mein Anspruch an mich selber, dass es auch gut zum Mitsingen ist. Erst wenn ich mir der Gesangsmelodie sicher bin, setzte ich mich an den Text. Bei einem Lied muss einen erst einmal die Melodie irgendwie packen. Erst als zweites hört man auf den Text. Den passe ich der Melodie an.

Sie haben es bereits erwähnt: In diesem Herbst feiert Liliane Susewind 10-jähriges Jubiläum. Ist das Album zu diesem Anlass entstanden oder ist der Zeitpunkt ein Zufall?
Wir hatten das schon länger vor und haben gedacht, dass das Jubiläum der perfekte Zeitpunkt für die Veröffentlichung ist. Wir hätten es auch ein halbes Jahr früher oder später machen können, aber es passt natürlich zu dem Termin.

Gibt es zum Jubiläum neben den Mottopartys noch andere Aktionen?
Es gibt ja zwei Buchreihen zu Lilli: die Erstlesebücher für Kinder ab 6 mit mehr Bildern, größerer Schrift und kürzeren Geschichten und die „normale“ Reihe ab 8 Jahren mit weniger Bildern und längeren Geschichten. In beiden Reihen erscheint ein neues Buch, der Giraffen-Band für die Großen und ein Hunde-Band für die Kleinen, in dem ich endlich erzähle, wie sich Lilli und ihr Hund Bonsai kennengelernt haben. Aber es wird auch viel Drumherum geben: ein Ausmalbuch, ein Mitmachbuch, ein Postkartenbuch und einen Doppelband der ersten beiden Erstlesebücher, Schmuckausgaben der ersten vier Bände … Es wird wirklich ein buntes Potpourri. Wir stürmen den Markt, am 21. September kommt alles gleichzeitig raus

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