Marc-Uwe Klings neuer Roman in zwei Versionen

Absurde Technik und ein sprechendes Tablet

Heute ist Marc-Uwe Klings neue Dystopie "Qualityland" erschienen - in zwei unterschiedlichen Versionen. boersenblatt.net hat Klings Lektor bei Ullstein, Daniel Oertel, nach den Hintergründen gefragt. INTERVIEW: STEFAN HAUCK

Daniel Oertel

Daniel Oertel © privat

Worin unterscheidet sich die Ausgabe mit dem grauen Cover von der Ausgabe mit dem schwarzen Cover – und weichen die Inhalte voneinander ab ?

"QualityLand" ist eine Zukunftssatire, eine lustige Dystopie, die sich viel um das Thema "Personalisierung in der digitalen Kommunikation" dreht – und die damit verbundenen Absurditäten. Unser Autor hatte schon früh die Idee, diese zunehmende Personalisierung auch dem Roman selbst angedeihen zu lassen. Daher haben wir uns für eine helle und eine dunkle Edition entschieden: In beiden Ausgaben ist die Story dieselbe, aber zwischen den einzelnen Kapiteln gibt es immer wieder Nachrichtenblöcke, Werbung und Empfehlungen, die voneinander abweichen und unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. 

Für welche Zielgruppe ist eher die helle  und für welche die dunkle Version?

Marc-Uwe Kling hat mir dazu mal gesagt: "Helle oder dunkle Version? Diese Entscheidung ist im Prinzip eine Jedi-Frage. Siehst du dich eher auf der hellen oder der dunklen Seite des Lebens?"

Sollte man beide Ausgaben kaufen, um den Roman erfassen zu können?

Kann man, muss man aber nicht: Am Ende jeder Print-Ausgabe gibt es einen Link zur Website zum Roman (www.qualityland.de). Dort findet man die Zwischentexte der jeweils anderen Ausgabe.

Die beiden "Qualityland"-Versionen

Die beiden "Qualityland"-Versionen © bbl

Welche Version ist bislang vom Buchhandel stärker geordert worden?

Beide zu etwa gleichen Teilen. Die dunkle Version hat einen minimalen Vorsprung.

 

Was sich viele Kling-Fans fragen: Kommt das Känguru im Roman vor und ist der Schreibstil ebenso witzig?

Das Känguru hat eine Art Cameo-Auftritt, soviel darf man verraten. Und im wunderbar schrägen Figurenarsenal des Romans stößt man auf einen Wiedergänger des Beuteltiers: ein in die Jahre gekommenes, ausrangiertes Tablet, das mit radikalen Ansichten nicht gerade geizt. Der Stil ist so, wie man es aus der Känguru-Trilogie kennt: mit vielen witzigen Dialogen, skurrilen Einfällen und einer ordentlichen Portion Gesellschaftskritik. 

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