Neuer Online-Shop für Kunstbücher

Artbookworld.com bündelt 220.000 Titel

Im stationären Buchhandel verliert das Kunstbuch an Präsenz – nun will eine neue Plattform zumindest die Sichtbarkeit in der digitalen Welt erhöhen: Auf der Frankfurter Buchmesse wurde die Betaversion des Portals "Artbookworld" vorgestellt, mit rund 220.000 Titeln aus 2.500 Verlagen.

Die Bücher kommen aus den Segmenten Kunst, Fotografie, Architektur, Design und Mode, umfassen aber auch Reisetitel, künstlerisch gestaltete Bilderbücher und belletristische Werke, in denen die Kunst eine Hauptrolle spielt. Internationale Titel sind dabei ebenso vertreten wie Hörbücher und DVDs.

Gründer der Plattform ist Christof Kerber, zugleich Verleger des Kunstbuchverlags Kerber (Bielefeld / Berlin). Mit Artbookworld wendet er sich ebenso an kunstinteressierte Leser wie ans Fachpublikum.

Redaktionelle Beiträge sollen Neuerscheinungen und Klassiker vorstellen. Kerber will dabei mit Museen und Kunsthistorikern weltweit kooperieren, die hier ihre Empfehlungen weitergeben und ganz persönliche Thementische bestücken können.

Im Shop lässt sich zudem gezielt nach verschiedenen Epochen, Genres und Stilrichtungen suchen. "Wir bieten den Nutzern eine Kunstbuch-Erlebniswelt - und Buchverlagen attraktive Konditionen für eine Zusammenarbeit", so Kerber.

Der Spezialshop fürs Kunstbuch wird auf Smartphones und Tablets optimiert dargestellt und ist in der Betaversion bereits voll funktionsfähig.  In den nächsten Monaten soll die Plattform kontinuierlich ausgebaut werden, beispielsweise um Videos und Innenansichten der Bücher. "Außerdem ist eine Erweiterung des Sortiments um Papeterie‐, Design‐ und Geschenkartikel geplant", kündigt Kerber an, der darauf hofft, viele andere Kunstbuchverlage für sein Projekt begeistern zu können.

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1 Kommentar/e

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  • Clusters Last Stand

    Clusters Last Stand

    "Im stationären Buchhandel verliert das Kunstbuch an Präsenz". Netter Euphemismus. Genauso könnte man sagen, dass die Jungfernfahrt der Titanic nicht ganz den ursprünglichen Erwartungen der Passagiere entsprechend verlief.

    Etwas weniger beschönigend ausgedrückt: Das Kunstbuch bekommt im stationären Handel keinen Fuss mehr auf den Boden. Die ewig gleichen Taschen-Bände zum Thema Impressionissmus und Expressionismus zählen genauso wenig wie die paar Buchhandlungen, die wirklich noch so verrückt sind Kunst anzubieten - Museumsshops ausgenommen.

    Otto Normalbuchhändler verkauft Kunst genauso wenig wie eine 1.000 Seiten starke "Einführung in die chinesische Lyrik der Tang-Zeit". Nicht weil er/sie zu doof dafür wäre, sondern weil ein derartiges Programm ein richtig schöner Weg ist, bald einen Termin beim Insolvenzverwalter zu erhalten.

    Könnte man auch offen sagen, anstatt so albern um das Thema rhethorisch herumzudrucksen wie ein SED-Funktionär um den vergeigten Fünfjahresplan.


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