Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis 2017

Julya Rabinowich gewinnt mit "Dazwischen: ich"

Julya Rabinowich hat für ihr Jugendbuchdebüt "Dazwischen: ich" (Hanser) den Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg 2017 erhalten. Die Auszeichnung ist mit 8.000 dotiert und wurde ihr heute im Alten Rathaus der Stadt überreicht.

Julya Rabinowich

Julya Rabinowich © Michael Mazohl

Für die Endauswahl hatte die Jury unter 300 Einsendungen drei Titel ausgewählt: Rabinowich setzte sich dabei gegen die Mit-Nominierten Anne Becker ("Klickediklack"; unveröffentlichtes Manuskript) und Ulrich Fasshauer ("Das U-Boot auf dem Berg"; Tulipan) durch. Am 8. November wurde der Preis im Alten Rathaus von Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann überreicht, so die Presseinformation der Stadt Oldenburg.

Zur Preisträgerin erklärte Juror Ralf Schweikart: "Geschickt verwebt Julya Rabinowich in vielen kurzen Passagen Erinnerungen an die Heimat und den Krieg, Gedanken an die dort zurückgebliebenen Großeltern und Verwandten mit dem Leben im Hier und Jetzt und den zunehmenden innerfamiliären Konflikten. Sie erzählt präzise und nachvollziehbar, nah dran an den Figuren und ihren Stimmen – damit gelingt ihr ein sehr erhellendes Buch und ein wichtiger Beitrag zum Thema Flucht und Migration, der auch literarisch zu überzeugen weiß."

"Figuren wie die die Kinder- und Jugendliteratur braucht"

Die Preisrede auf "Dazwischen: ich" von Julya Rabinowich hielt die erst kürzlich mit dem Peter-Härtling-Preis ausgezeichnete Autorin Claudia Kühn (Berlin). Sie sagte unter anderem: "Hier schreibt eine, die genau weiß, wovon sie erzählt und die ihre unverwechselbare Sprache für so ein Schicksal gefunden hat. Eine Sprache, die zwischen kindlich und erwachsen, ängstlich und mutig, grausam und weich wechselt, so wie die Gefühlslage der Erzählerin zwischen all diesen Stimmungen hin- und herschwingt. Allein schon dieser Tonwechsel weist auf eine ambivalente Figur hin – Figuren wie sie die Kinder- und Jugendliteratur braucht, in einer Welt, für deren komplexe Herausforderungen es eben auch keine einfachen Lösungen gibt. 'Dazwischen: ich' von Julya Rabinowich ist ein leidenschaftliches Plädoyer für ein Ankommen aus dem Dazwischen."

© Hanser

Zum Inhalt von "Dazwischen: ich"

Die Presseinformation fasst zusammen: "Das Los der 15-jährigen Madina teilen viele Flüchtlingskinder: Sie alle sind Brückenbauer zwischen ihren Familien und dem neuen Leben in der westlichen Welt. Nach einer beschwerlichen Flucht vor dem Krieg in ihrer Heimat ist Madina endlich angekommen, in einem Land, das Sicherheit verspricht. Doch nicht allen in ihrer Familie fällt es leicht, Fuß zu fassen. So nimmt Madina das Schicksal ihrer Familie in die Hand und findet in Laura eine Freundin, die für sie in der Fremde Heimat bedeutet. Eine bewegende Geschichte über Freundschaft, Migration und das Erwachsenwerden in Zeiten von Krieg und Verfolgung – authentisch erzählt."

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