Recht

Booklooker-Abmahnungen: Pressemitteilung des ZVAB

Zur jüngsten Abmahnwelle äußert sich das Zentrale Verzeichnis Antiquarischer Bücher (ZVAB), deutscher Marktführer im Online-Handel mit gebrauchten und antiquarischen Büchern.

Das ZVAB kündigt in einer Pressemitteilung an, eine Initiative zum Schutz der Antiquare gegen Abmahnwellen zu organisieren. Auch eine Überprüfung des BPJM-Indizierungssystems werde angestrebt. Weiter heißt es in der Mitteilung: „Den jüngsten Abmahnwellen begegnet das ZVAB mit einer Initiative zum Schutz der Antiquare: Gemeinsam mit Branchenpartnern wie ABOEV und booklooker organisiert das ZVAB ein Forum, das den Antiquariaten bei zweifelhaften Abmahnwellen rasche juristische Hilfe und Orientierung geben soll. Die anwaltliche Vertretung der gemeinschaftlich finanzierten Interessensgemeinschaft übernimmt Herr Christian Solmecke von der Kanzlei Wilde & Beuger. Insbesondere verfolgt die vom ZVAB ins Leben gerufene Interessengemeinschaft folgende Ziele: - Es ist eine ständige Marktüberwachung geplant, um ein Frühwarnsystem zu schaffen, das die Betroffenen im konkreten Fall gut vorbereitet und informiert handeln lässt. - Herr Solmecke wird als betreuender Anwalt eine schnelle und umfassende juristische Einschätzung der Lage geben und zudem juristische Vorlagen zur Verfügung stellen, die über die vom ZVAB betriebene Website abgerufen werden können. - Darüber hinaus sollen Betroffene auch zu vergünstigten Konditionen juristische Beihilfe erhalten.“ Einzelheiten dazu werde man im Januar in einem Gespräch aller Beteiligten klären. Momentan sei kein Fall bekannt, nach dem ein Antiquar wegen seines ZVAB-Angebots eine Abmahnung erhalten hat. Das ZVAB plane dennoch, die gesamte Prozedur der Indizierung seitens der BPJM sowie die bestehenden Listen zu überprüfen, um in Zukunft Rechtssicherheit zu schaffen. „Das Indizierungssystem führt zur Zeit zu einem Missbrauch, dem wir Abhilfe schaffen wollen“, wird Thorsten Wufka, Leiter des ZVAB-Mitgliederservice, in der Pressemitteilung abschließend zitiert Frei geschaltet wurde heute außerdem an anderer Stelle eine Website „Bad-Book-Checker“, die eine sichere Überprüfung von fraglichen Buchtiteln verspricht. Initiator dieser Seite ist Stefan Kettemann in Weilrod-Hasselbach, der wiederum selbst eine Online-Plattform betreibt. Nachtrag: Der Eibelstädter Software-Dienstleister w+h teilt mit, dass die Firma mit Unterstützung der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien eine Software entwickelt hat, mit der Antiquare ihre Bücherkataloge nach indizierten Titeln durchsuchen lassen können. Das Tool steht ab sofort auf der w+h-Website kostenlos zur Verfügung.

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