Stefan von Holtzbrinck im Interview der "Süddeutschen Zeitung"

"Holtzbrinck ist und bleibt privat"

Stefan von Holtzbrinck, Chef und Inhaber der Holtzbrinck Publishing Group, macht sich in der Öffentlichkeit rar. Anlässlich der Veröffentlichung von "Fire and Fury" im Holtzbrinck-Verlag Macmillan spricht er in der "Süddeutsche Zeitung" über die Zukunft gedruckter Bücher, die Internetaktivitäten des Medienkonzerns und die Börsenpläne.

Stefan von Holtzbrinck

Stefan von Holtzbrinck © picture-alliance

Mit der Entwicklung der Buchverlage sei er sehr zufrieden, sagte Stefan von Holtzbrinck der Zeitung. Der Markt für E-Books wachse seit langem nicht mehr, so der Verleger. "Das ist eine gute Nachricht, für den Buchhandel, aber auch für die Lesekultur." Das Lesen eines gedruckten Buchs "hilft viel stärker bei der Einordnung und bleibt in der Erinnerung, es geht tiefer und ist weniger erratisch", sagt er im Interview.

An erfolgreichen Internetaktivitäten zählt Stefan von Holtzbrinck Bol.com, Parship, Groupon und Zando auf. Das Digitalgeschäft habe dem Unternehmen geholfen, eine starke Eigenkapitalquote von rund 78 Prozent zu erwirtschaften. Den Anteil der digitalen Erlöse am Gesamtumsatz gibt er mit 50 Prozent an. 

Der Börsengang von Springer Nature werde geprüft, so von Holtzbrinck im Gespräch mit Caspar Busse. Auch mit erfolgtem Börsengang werde Holtzbrinck sich nicht von Springer Nature verabschieden. Von Holtzbrinck: "Es gibt keinen Zweifel, dass wir dem Unternehmen als strategischer Ankerinvestor verbunden bleiben − egal in welcher Konstellation." In jedem Fall will Holtzbrinck − derzeit hält das Unternehmen 53 Prozent an Springer Nature − einen "bestimmenden Einfluss" im Unternehmen behalten. Den Börsengang der gesamten Holtzbrinck-Gruppe schließt Stefan von Holtzbrinck kategorisch aus: "Die Holtzbrinck-Gruppe ist und bleibt privat."

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1 Kommentar/e

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  • Mark_S

    Mark_S

    Ein Verleger findet es "eine gute Nachricht, für den Buchhandel, aber auch für die Lesekultur", wenn der Markt für E-Books nicht wächst? Da frage ich mich: Warum bietet er überhaupt E-Books an, wenn sie ihm so missfallen? Von "Fire and Fury" hat sein US-Verlag doppelt so viele E-Books wie Print-Exemplare abgesetzt. Der Grund: Weil die gedruckte Ausgabe schnell vergriffen war, ist das Publikum auf die E-Ausgabe ausgewichen. Darüber würde ich mich anstelle des Verlegers freuen. Nicht wenige Neugierige hätten vermutlich beim wochenlangen Warten auf die Neuauflage schon wieder das Interesse verloren...

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