Umfrage zur IT-Infrastruktur in Buchverlagen

Steigender Fachkräftebedarf

Verlage gehen davon aus, dass ihr Bedarf an IT-Kräften künftig steigen wird – und wollen offenbar auch investieren. Knapp die Hälfte aller Verlage, die an einer Studie ("Fit für 2020?") der HTWK Leipzig und des Beratungsunternehmens content-press teilgenommen haben, sind dabei, ihre IT-Abteilung aufzustocken, stoßen dabei aber an Grenzen.

An der Studie beteiligten sich rund 50 Verlage der Buchbranche - 60 Prozent von ihnen gaben an, dass der Bedarf an IT-Kräften aus ihrer Sicht in Zukunft steigt. Weitere Ergebnisse: 

  • 46,7 Prozent der befragten Verlage wollen im kommenden Jahr IT-Personal neu einstellen.
  • Allerdings hatte auch fast die Hälfte der Verlage in der Vergangenheit Schwierigkeiten, offene IT-Stellen zu besetzen. Sie begründeten dies etwa damit, dass es zu wenig oder nicht ausreichend qualifizierte Bewerbungen gab, so die content-press-Mitteilung. Zudem wurde die geringe Attraktivität der Verlagsbranche für IT-Kräfte angeführt.
  • 58,6 Prozent der Verlage, die an der Umfrage teilnahmen, sehen in einer IT-Abteilung einen "Treiber für die strategische Weiterentwicklung im Unternehmen. Dabei besitzen 76,6 Prozent bereits eine eigene IT-Abteilung mit eigenem IT-Personal.
  • Knapp die Hälfte der Verlage (48,3 Prozent) wollen laut Umfrage ihr IT-Budget in den nächsten Jahren steigern und 72,3 Prozent planen Investitionen in diesem Bereich.

Technologie als Erfolgsfaktor

"Die Bedeutung der IT in den Verlagen ist unbestritten", erklärt Professor Friedrich Figge von der HTWK Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig. "Moderne IT ist ein entscheidender Erfolgsfaktor von zukunftsorientierten Verlagen." Aktuelles IT-Know-How beim eigenen Personal sei, neben Geschäftsprozessen und Technologien, einer der wesentlichen Faktoren dafür.

Zur Studie

Für "'Fit für 2020?' − Umfrage zur IT-Infrastruktur in deutschsprachigen Verlagen" fragte das Team von content-press über 150 Verlage zu ihrer IT. Neben dem Personal umfasste der Fragenkatalog die Themen Geschäftsprozesse und geplante IT-Investitionen. Knapp ein Drittel der angefragten Verlage nahm an der Umfrage teil, so content-press.

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2 Kommentar/e

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  • Merfelle

    Merfelle

    Dreh- und Angelpunkt für die Rekrutierung von Fachkräften ist das Gehalt. Und in dieser Hinsicht ist die Buchhandels- und Verlagsbranche für gut ausgebildete Fachkräfte vollkommen uninteressant!
    Da gibt es nichts zu relativieren und schönzureden!

  • Jan Scherping

    Jan Scherping

    Das Gehalt ist nicht das allein entscheidende Kriterium. Umfeld, Arbeitsinhalt und Perspektiven sind weitere Aspekte. In der Verlagsbranche hat man die IT allerdings jahrelang stiefmütterlich behandelt, nun fehlt vielfach das interne Know-how, wen man braucht und wie und wo man ihn findet. Mit einfachen Bordmittel funktioniert das nicht, immerhin sind in Deutschland derzeit über 40.000 IT-Stellen unbesetzt, ITler können sich die Jobs aussuchen, ohne direkte Ansprache wechselt kaum einer den Arbeitgeber. Die Verlagsbranche ist durchaus eine attraktive Branche, sie muss nur aktiv auf den Bewerbermarkt zugehen.

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