Veranstaltungen

Jüdische Antiquariate und Kunsthandlungen in München

Am 19. Juli richtet das Stadtarchiv München zusammen mit dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte ein Forschungskolloquium über "Münchner jüdische Antiquare und Kunsthandlungen während und nach der NS-Zeit" aus.

Themen des geplanten Kolloquiums sind unter anderem die Ausschaltung jüdischer Kunsthändler und Antiquare in den Jahren nach 1933, die Beziehung der Firmen Rosenthal und Karl & Faber sowie die Rekonstruktion der Bibliothek von Karl Wolfskehl. Zwei weitere Vorträge widmen sich der Ende 1935 erfolgten Übernahme des Antiquariats Jacques Rosenthal durch den Mitarbeiter Hans Koch (1897–1978) sowie dem rechtlichen und finanziellen Ausgleich zwischen Koch und der Familie Rosenthal nach 1945 (Hans Koch wurde gestattet, weiterhin den Firmennamen Jacques Rosenthal zu führen). Eine von Kia Vahlandt (Süddeutsche Zeitung) moderierte Schlussdiskussion stellt die Frage "Quo vadis, Provenienzforschung?"

Das Stadtarchiv München hat 2002 bis 2014 einen Großteil des Firmen- und Familienarchivs des Münchner Antiquariats Jacques Rosenthal erworben (Geschäftsbücher, Korrespondenzen, annotierte Kataloge usw.). 2016 konnte im Stadtarchiv mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft eine Projektstelle zur Erschließung dieses Archivs eingerichtet werden. Das Forschungskolloquium am 19. Juli stellt erste Ergebnisse des Projekts vor und blickt gleichzeitig auf den größeren Zusammenhang des Kunst- und Antiquariatshandels in München nach 1933.

Das vollständige Programm des Kolloqiums hängt dieser Meldung unten als PDF-Download an.

Verbindliche Anmeldung zum Kolloquium bis 10. Juni: veranstaltungen.stadtarchiv@muenchen.de

Kontakt für Rückfragen: Thomas.Schubert@muenchen.de

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