Verbraucherpreise November 2015

Bücher sind teurer

Die Bücherpreise sind im November laut Destatis-Verbraucherpreis-Index im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,2 Prozent gestiegen. Die Teuerungsrate insgesamt nahm um 0,4 Prozent gegenüber November 2014 zu.

Damit stiegen die Bücherpreise im Destatis-Warenkorb den zweiten Monat in Folge, im Oktober hatte es ein Plus von 0,6 Prozent zum Vorjahresmonat gegeben. Ein höherer Zuwachs wurde zuletzt im August 2014 (+1,8 Prozent) ermittelt. Der Verbraucherpreis-Index (2010 = 100) für Bücher kletterte auf 105,7 Punkte, nach 104,1 im Oktober und 100,2 im September.

Die Preise für Zeitungen und Zeitschriften nahmen im November im Jahresvergleich um 6,2 Prozent (Oktober: +6.0 Prozent) zu, bei anderen Druckerzeugnissen um 1,3 Prozent (Oktober: +1,2 Prozent).

Insgesamt stieg die Inflationsrate − gemessen am Verbraucherpreis-Index − im November im Vergleich zum Vorjahresmonat mit plus 0,4 Prozent leicht. Wie in den Monaten zuvor, lag das laut Destatis vor allem an gesunkenen Energiepreisen (-7,5 Prozent). Die Nahrungsmittelpreise nahmen im Jahresvergleich um 2,3 Prozent zu, Dienstleistungen kosteten 1,2 Prozent mehr. Der Preisrückgang unter den Waren (insgesamt -0,6 Prozent) führen die Statistiker ebenfalls auf die niedrigeren Energiepreise zurück. Billiger wurden etwa Geräte der Unterhaltungselektronik (-2,0 Prozent) und Telefone (-2,4 Prozent).

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2 Kommentar/e

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  • Wolfgang Balk

    Wolfgang Balk

    Wertes Börsenblatt,
    kontraproduktiver geht es nicht.
    Die Headline "Bücher sind teuer" mit der der niedrigen Prozentzahl unkommentiert ins Netz zu stellen, halte ich für grob fahrlässig.
    Die Verbraucherpreise sind in den letzten Jahrzehnten weit über tausend Prozent gestiegen, beim Hardcover lediglich um matte hundert Prozent.
    Die überwiegende Zahl der Titel von Publikumsverlagen ist unterkalkuliert und muss verzweifelt durch wenige Bestseller ökonomisch kompensiert werden.
    Die Margen des Sortiments sind katastrophal.
    Kurz: Bücher sind erheblich zu billig.
    Es ist eine traurige Tatsache, dass es dem Buchhandel offenbar nicht gelingt, die Wertigkeit von Büchern angemessen zu vermitteln, absurde Preisschwellen zu überschreiten und dabei auch noch durch lächerliche 99 Cent Endsummen suggeriert wird, dass es sich eigentlich um Ramschware handelt.
    Wann wacht der deutsche Buchhandel auf?
    Schönes Fest und ein gutes neues Jahr.
    Herzlich,
    Ihr Wolfgang Balk

  • Redaktion

    Redaktion

    Lieber Herr Balk,
    nicht perfekt, unsere Überschrift, aber: Haben Sie vielleicht das "r" überlesen? Wir schrieben "Bücher sind teurer". Und wir sind uns einig: Bücher sind viel zu billig. Auch Ihnen schöne Weihnachten, Ihre Börsenblatt-Redaktion

    • ...

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