Westermann Gruppe organisiert Marken neu

Schroedel und Schöningh verschwinden

Die Westermann Gruppe ändert ihre Markenstrategie: Um Synergien im Marketing zu erzeugen und ein klares Markenbild nach außen zu kommunizieren, wollen sich die Braunschweiger künftig auf die Stamm-Marke Westermann konzentrieren − die traditionsreichen Marken Schroedel, Schöningh, Diesterweg, Winklers und Bildungsverlag Eins soll es langfristig nicht mehr geben.

Für die neuen Titel hat der Verlag ein neues Corporate Design entwickelt, das bereits auf ersten Titeln zu sehen ist. "Wir wollen unsere Potenziale besser nutzen, indem wir Synergien im Marketing nach innen und ein klares Markenbild nach außen schaffen", erklärt Ralf Halfbrodt, Geschäftsführer der Westermann Gruppe, gegenüber boersenblatt.net. Das Ziel sei es, die positiven Images aller bisherigen Verlagsmarken auf eine Dachmarke zu vereinen und damit die Bekanntheit zu steigern. "Das klare Markenbild soll uns auch dabei helfen, neue Geschäftsfelder wie die berufliche Weiterbildung und das lebenslange Lernen zu erschließen", so Halfbrodt.

Den Markenstrategieprozess habe die Westermann Gruppe 2016 angestoßen, er sei damals bereits im Messeauftritt auf der Didacta sichtbar gewesen. Im Kerngeschäft werde der Prozess mittelfristig andauern und bei neuen Aktivitäten eher kurzfristig umzusetzen sein.

Redaktionen bleiben erhalten

Mit der neuen Markenführung sei keine Zusammenlegung der Redaktionen oder gar ein Personalabbau verbunden, versichert Halfbrodt: "Unser Produktportfolio bleibt ja in seiner Vielfalt erhalten – nur die Labelung ändert sich. Dafür brauchen wir unsere Redaktionen in der bewährten Stärke und an den bewährten Standorten unserer Unternehmensgruppe."

Wachstumstrategie

Zur weiteren Entwicklung der Westermann Gruppe sagt Halfbrodt, das Unternehmen sehe in der Digitalisierung Wachstumspotenziale, einerseits

  • für den Schulunterricht, der zunehmend auf verschiedenen Leistungsniveaus und entsprechend differenziert stattfinden müsse. Halfbrodt: "Hier können digitale Unterrichtsmaterialien in ihren verschiedenen Erscheinungsformen von digitalen Arbeitsblättern bis hin zu Apps und interaktiven Schulbüchern die nötige Vielfalt bereitstellen – daran arbeiten wir sehr konsequent."
  • Weitere Bereiche für digitale Angebote könnten der Nachmittagsmarkt, die Prüfungsvorbereitung
  • und das berufliche und lebenslange Lernen sein. Hier sehe Westermann ebenfalls großes Potenzial.
  • Der vierte Bereich, das Auslandsgeschäft, betreffe sowohl eigene Produkte, die verstärkt für das deutschsprachige Ausland erstellt werden sollen, als auch das internationale Lizenzgeschäft, das deutlich ausgebaut werden soll, erläutert Halfbrodt.

Keine Veränderung bei Arena

Der Arena Verlag und der Audio Media Verlag sind nicht von der neuen Markenstrategie betroffen, sie werden weiterhin unter ihren bekannten Verlagsmarken geführt.

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