Wiesbadener Buchhändler protestieren gegen KNV-Bücherwagendienst-Gebühren

"Werfen Sie die Kisten doch aus dem fahrenden Wagen"

KNV hat seine Gebühren für den Bücherwagendienst zum 1. März neu festgesetzt und unter anderem den Posten Dieselfloater (Zu- oder Abschlag in Abhängigkeit von der Entwicklung des Dieselpreises) und Stopp-Kosten für jede Anfahrt einer Buchhandlung oder Filiale eingeführt. Update: Stellungnahme KNV

KNV hat seine Gebühren für den Bücherwagendienst zum 1. März neu festgesetzt

KNV hat seine Gebühren für den Bücherwagendienst zum 1. März neu festgesetzt © KNV

"Wir stehen zwar am Ende der buchhändlerischen Nahrungskette, sind aber nicht bereit, uns fressen zu lassen", heißt es dazu in einem offenen Brief der Gruppe „Die Sechs Richtigen - Wiesbadener Buchhändler“ an die Adresse der KNV-Geschäftsführung. Man sei trotz des närrischen Modells "überhaupt nicht amüsiert". Die Erhöhung der Kosten bedeute für einzelne Buchhändler eine Erhöhung von bis zu 800 Euro pro Jahr.

"Sie scheinen vergessen zu haben, dass man Ihrem närrischen Treiben durch Besuche in Bad Hersfeld oder Bietigheim entkommen kann", so das Schreiben der "Sechs Richtigen". Auch bei ihrem Kommentar zu den Stopp-Gebühren bleiben die Buchhändler im Bild: "Vielleicht sollten Sie es so machen, wie es der Prinz mit seinen „Kamelle“ macht: Werfen Sie die Kisten doch aus dem fahrenden Wagen, dann brauchen Sie nicht anzuhalten".
 
Unterzeichnet haben den Brief Walter Lüderssen (Buchhandlung Angermann), Susanne Pristaff und Axel Krautworst (Buchhandlung Susanne Pristaff), Gabriele Wörner und Jutta Leimbert (Buchhandlung Vaternahm) und Brigitte Endres (Buchhandlung erLesen). Eine Stellungnahme der KNV-Geschäftsführung ist angefragt.

Die KNV-Gebühren setzen sich aus den Komponenten Staffelpreise nach Gewicht und/oder Umsatz, "Dieselfloater", Stopp-Kosten und Komissionsgebühr zusammen. Der so genannte Dieselfloater wird als Zu-oder Abschlag auf die Staffelpreise berechnet und ist abhängig von der Entwicklung des Dieselpreises für Großverbraucher - ändert sich der duchschnittliche Dieselpreis, werde der Dieselfloater um jeweils 0,5 Prozentpunkte angepasst. Die Stopp-Kosten betragen für Kunden, die im Barsortiment beziehen und KNV mit dem Transport ihrer Verlagsware beauftragt haben 1,25 Euro pro Zustellung, für Kunden ohne Kommissionsvertrag fallen 2,50 Euro pro Zustellung an. 

Alle Details der KNV-Gebühren-Ordnung finden Sie im Anhang dieser Meldung.  

"Wenn ein lange praktiziertes Gebührenmodell sich ändert, kann dies zu Fragen und Irritationen bis hin zur Ablehnung führen. Wir bedauern, dass dies zu Enttäuschungen bei unseren Kunden geführt hat", heißt es in der Stellungnahme von KNV. Man habe Verständnis dafür, dass Kunden, denen KNV als Zweilieferant kleinere Volumina anliefere, sich besonders betroffen fühle. "Wir werden umgehend intensive Gespräche zur Erläuterung des neuen Bücherwagendienst-Modells mit diesen Kunden aufnehmen", verspricht KNV.

Statt einer pauschalen Erhöhung der Transportgebühren über alle Kunden hinweg habe man ein "aufwandsbezogenes und gerechteres Modell" entwickelt. Die Strukturveränderung der Gebührenabrechnung sei eine notwendige Anpassung an veränderte Rahmenbedingungen. Bei den zahlreichen Rechenbeispielen dürfe nicht außer Acht gelassen werden, dass KNV die Kommissionsgebühr um mehr als 30 Prozent gesenkt habe. "Wir haben ein faires Modell entwickelt, das sich stärker an den aufwandsbezogenen Kostenstrukturen orientiert. Das bedeutet, dass die Buchhändler davon profitieren, die die täglichen Warenströme bündeln. Ihnen kommt die Senkung der Kommissionsgebühr für Verlagsbeischlüsse zugute", heißt es abschließend.

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39 Kommentar/e

Diskutieren Sie mit ...

  • Manfred Keiper

    Manfred Keiper

    Dank den Wiesbadener KollegInnen für ihre Initiative. Es ist mal wieder Zeit, in die Branche hinauszurufen, dass das Sortiment keine Kuh ist, die unendlich zu melken ist. Maut, Dieselzuschlag und alle möglichen Gebühren werden uns regelmäßig erhöht, immer mit dem Hinweis, dass "diese" Gebühr schon Jahre nicht mehr erhöht worden ist, und so graben uns alle die letzten Promille unserer Betriebsergebnisse ab, ohne sich dabei weiter einen Kopf zu machen. Und wir nehmen es hin, weil wir jeder für uns so klein und ohnmächtig und unbedeutend sind: Wie viel Geld verlieren wir im Sortiment durch Fehllieferungen, Reklamationen, Mängelreklamationen, erhalten bestenfalls Portoersatz, während bei jeder Remittende uns Bearbeitungsgebühren, Rabattabzüge ohne Ende aufgebrummt werden. Alles Kleinbeträge, die die Abreit kaum wert sind, in der Summe kommt ein Betrag zusammen, mit dme man nicht nur einen Urlaub finanzieren kann, aber nur, wenn man nicht der Mülleimer bleibt.

  • Peter Böhmer

    Peter Böhmer

    Soso, die Kollegen fragen also eine Stellungnahme von der KNV-Geschäftsleitung an. Die wollte ich bzgl. eines anderen Problems auch mal haben. Ich kann nur sagen: auf die Stellungnahme können sie lange warten. Als Sortimenter hilft nur eins: Aufträge abziehen.

  • Tom

    Tom

    Herr Keiper prinzipiell haben Sie ja recht - aber Sie fangen meiner Ansicht nach nicht am Anfang der Kette an - den Verlagen:
    - zwei Ergänzungen von einem Verlag in zwei Paketen
    habe ich jede Woche mindestens einmal!
    - Benachrichtigungen zur Lieferbarkeit als Brief
    ist die Regel - nur das Barsortiment schickt eine Mail!
    - Rabatte die unter 20% liegen (Fachbuch) und horrende Versandkosten (Bücherwagendienst nicht angeschlossen!)
    usw.

    Krach schlagen ist richtig - aber bitte zuerst bei den richtigen!

  • Zapfsäule

    Zapfsäule

    Die neue Gebühr "Dieselfloater" finde ich kreativ. Das der Zuschlag klappt (Dieselpreisentwicklung), davon bin ich überzeugt. Aber ob das beim Abschlag auch so klappt!??!

  • A. Huber

    A. Huber

    Die reine Marktmacht machts wieder einmal möglich und alles wird wie immer volatile Dienstleistung genannt, nach dem Motto: Wo kann ich meinem Kunden noch ein paar dienstvolle Euro & Cent abgewinnen.

    Vor 20 Jahren hieß es, wir müssen Dienstleistergesellschaft werden. Jetzt sind wir eine, haben jedoch schlechte Dienstleister!
    Für einen Anruf als Kunde bei KNV Service-Hotline muss ich gleichermaßen bezahlen, als ob ich bei der Telekom oder sonst einer größeren Firma Kunde wäre.
    Maximal jedoch nur von Mo-Fr 8-19 Uhr, danach ist Ende!

    Als ob man an mir vorher nichts verdient hätte oder weiß KNV noch nichts von einer Telefonflatrate? die mir leider oftmals nichts nützt, weil die mobile Minute mind. 42 Cent kostet.
    2010 habe ich 3x keine Ware bekommen.
    2011 ebenfalls 2x keine Ware bekommen.
    Bei meinem Anruf zeigte man Verständnis für meine Wut, Antwort darauf was ich den Kunden sagen soll, die möglicherweise nicht mehr kommen werden, bekam ich bis heute nicht.
    Von wegen irgendwo eine Entschuldigung und die Aussendienstmitarbeiterin wußte auch nicht mehr zu sagen, die nach über 2 Jahren das erste Mal kam.

  • Doris Haase-Mohrmann

    Doris Haase-Mohrmann

    So, mal kurz den Rechner an:
    1,25 Euro x 6 Tage x 50 Wochen (Feiertage) macht 375,00 Euro x 3 Buchhandlungen = 1125,00 Euro pro Jahr. Das ist fein ausgerechnet von KNV: damit hat man sich den Bonus am Jahresende gespart.
    Wir haben einen Verband, wir sind viele unserer "Art", warum machen wir nichts?

  • Nicht gut

    Nicht gut

    Ohje, keine guten Nachrichten. Das wird viele Buchhandlungen wirtschaftlich noch mehr unter Druck setzen....

  • MV Buchhändler

    MV Buchhändler

    wer 100 Mio für neue Standorte ausgeben will, seine MA zurück läßt, der sollte wenigstens seine Kunden mitnehmen!
    Aber von 2000 Kunden regen sich max 5% auf und in 3 Tagen ist der Sturm vorbei, Antworten auf Fragen? Oligopol kennt dann nur Verlierer auf der Sortimentsseite, denn bei den Großen kommen keine Kostensteigerungen an, die müssen die Kleinen auch noch tragen.
    Ein Blick zur eBuch lohnt immer, es gibt eben Alternativen.

  • Wolfgang Schmitz

    Wolfgang Schmitz

    Seit einigen Monaten bemühen sich die
    verbleibenden Barsortimente um die
    Könemann Hinterbliebenen.
    So wird das nichts, Herr Voerster !

  • Irmgard Meier

    Irmgard Meier

    Bei uns hat schon mehrfach die Ware gefehlt, 2011 allein 5 mal, sogar am 4. Adventssamstag. Das war nicht besonders schön für uns, gerade nach einer Übernahme bemerkt der Kunde doch gerne jeden Fehler und schreibt ihn der neuen Chefin zu. ABER: Hat Herr Voerster nicht gesagt, dass nur 2 Barsortimente übrigbleiben? Hätten wir gewusst, dass er die in Hersfeld und Bietigheim meint, hätten wir uns über seine Großspurigkeit vielleicht nicht so aufgeregt!

  • Manfred Queisser

    Manfred Queisser

    Regt sich jemand auf ? Zehn Kommentare auf den Offenen Brief - vielleicht ein Wechsel nach Libri oder Umbreit. Wenn KNV nicht mit mehr rechnen muss, warum sollten sie dann (vor allem die kleinen) Sortimente aufhören zu schröpfen.

  • Anne v.Bestenbostel

    Anne v.Bestenbostel

    Ich rege mich auch nicht mehr auf, bewundere höchstens die Kreativität, mit der Herr Voerster seine Kunden vergrault. Die Alternativen sind doch da, bei uns in Niedersachsen wird sehr offen gebaggert, und nun hören wir noch lieber und mit dem Taschenrechner in der Hand zu, wer uns zu welchen Konditionen beliefern möchte. Also nicht meckern - wechseln!!

  • Dieter Dausien

    Dieter Dausien

    Mir tun ja am meisten die Außendienstler von KNV leid, die die Kommunikations-Kathastrophen des Hauses bzw. von Herrn Voerster verkraften müssen. Die Rechnung "2 plus 4" war ja schon an Peinlichkeit kaum zu überbieten. Die Stopp-Gebühren sind nicht nur schlecht für die Kunden, sondern diesen auch noch schlecht verkauft: Offensichtlich sieht niemand die gleichzeitige Senkung der Kommissionspauschale von 52 auf 30 Euro. Rechnet man die gegen und geht von 25 monatlichen Anfahrten aus, dann geht es bei dieser Diskussion noch um 9,25 Euro Mehrkosten pro Monat. Nicht schön, und man fragt sich, wofür, aber auch kein Betrag, der wirklich ins Kontor schlagen würde. Und einer, für den die Außendiestler vielleicht eine Kompensation auf anderer Ebene finden . . .

  • Gabriele Wörner

    Gabriele Wörner

    Lieber Herr Dausien,

    nur zur Klarstellung: Die Buchhandlung Vaternahm wird 6 mal in der Woche mit der Ware des Barsortiments beliefert. Da wir unsere Beischlüsse über den Bücherwagen von Umbreit bekommen, zahlen wir 6 mal 2,50 Euro pro Woche...
    Aber Sie haben Recht: Die Außendienstler tun mir auch leid...

  • Wolfgang

    Wolfgang

    @ Gabriele Wörner

    Wenn ich richtig rechne, kommen da 60 Euro im Monat raus. Kann die Buchhandlung das Umsazmäßig nicht abfedern?
    Wenn nein, würde ich mir Gedanken machen....

  • Leser

    Leser

    @15 steht doch im Artikel: 800 Euro im Jahr.
    Sicherlich sind das "peanuts", wenn es denn die einzige Kostensteigerung wäre.
    Aber an vielen anderen Fronten werden auch "peanuts" abgegraben und die Betriebsergebnisse sind so dolle auch nicht...

  • Controller

    Controller

    @ 16

    Laut Rechnung von 14 kommt man auf 720 Euro im Jahr.
    Kostensteigerungen gibt es (leider) immer. Wenn das Betriebsergebnis mit den Kostensteigerungen nicht Schritt halten kann, muss der Betrieb in Frage gestellt werden.
    Und zwar, ob er sich noch lohnt.

  • Leser

    Leser

    @17 danke fürs Nachrechnen!

    entweder muss der Betrieb in Frage gestellt werden oder die Kostensteigerung muss in Frage gestellt werden.
    Das scheint mir hier der Fall zu sein!
    Und wenns Alternativen in Form konkurrierender Anbieter gibt, sollten auch die geprüft werden.
    Und zwar, ob sich ein Wechsel lohnt.
    Das sollte sogar einem Controller einleuchten.

  • Buchhändler Ihres Vertrauens

    Buchhändler Ihres Vertrauens

    Ist ja nicht die einzige Preiserhöhung die sich KNV ausgedacht hat. Für das schrottige fitbis steigen die monatlichen Kosten um über 30%. Ebenso bei der Kassensoftware. Da werden aus 60, plötzlich 80 EUR pro Monat. Sind auch nochmal Mehrkosten die man auffangen muss. Wenn der Herr Controller aus dem 17. Post eine so erfolgreiche Buchhandlung betreibt, dass er mit seinem Ergebnis diese Steigerung mehr als abfängt, kann er uns allen sicher sein Patentrezept verraten?!

  • Obercontroller

    Obercontroller

    @ 18 & 19

    Machen wir uns doch nichts vor... Preissteigerungen wird es immer geben. Mittel- bzw. langfristig werden auch bei stetigem (Lieferanten)Wechsel zur Kostenersparnis im Schnitt die Preise steigen. Dann sollte das Unternehmen schon in der Lage sein, dieses zu erwirtschaften. Wenn das nicht der Fall ist... nun ja.... braucht man ja nicht noch zu erklären.

  • Hausfrau

    Hausfrau

    @ controller & obercontroller,
    sagt mal, wer hat Euch eigentlich Rechnen beigebracht? Ganz zu schweigen vom kaufmännischen Rechnen. Aldi??? Schlecker???? Diese (Un-)Kenntniss und noch vielmehr die Einstellung samt Blindheit gegenüber den zahlreichen Folgen macht mich nur noch ratlos...

  • Rolf Klein

    Rolf Klein

    Werte Hausfrau,

    hinter Controler und Obercontroler verbergen sich vermutlich die Herren Thurmann und Voerster.

  • Self Control

    Self Control

    @ Hausfrau

    "sagt mal, wer hat Euch eigentlich Rechnen beigebracht?"... wieso? Was ist denn an den Berechnungen von Controller und Obercontroller falsch?

    Und welche Blindheit und welche Folgen?

    Gute Nacht

  • Buchhändler Ihres Vertrauens

    Buchhändler Ihres Vertrauens

    An den Controller, den Ober und die Self Control; halt an den Einen der sich für jeden Post neue Namen gibt:

    In welcher Welt lebst Du?
    Woanders werden Steigerungen mit Preiserhöhungen abgefangen.
    Haaaallo! Das hier ist der Buchhandel! Wir haben immer noch die Buchpreisbindung. Nochmal langsam und zum mitschreiben: Buch-preis-bindung!
    Da kann man nicht mal eben den Kram fuffzig Cent teurer machen, wie das jeder Lebensmitteldiscounter vormacht, sondern muss mit der miesen Marge weiterleben und auch noch höhere Kosten bewältigen.
    Das kann kleineren Läden irgendwann das Genick brechen.
    Also, raus damit, wie sieht denn Dein Masterplan aus, mit dem Du die Gebührenerhöhungen mir nix/Dir nix abfängst?!

  • Leser

    Leser

    @24
    der beste Masterplan: Controller, Obercontroller und Self-Controller entlassen.
    Das verbessert das Betriebsergebnis und wahrscheinlich auch das Betriebsklima

  • Anna Menninger

    Anna Menninger

    die Controller-Self-Controller-Ideen rutschen ins Lächerliche ab, sind sicher nicht ergebnisreich, vielleicht fehlt ein bisschen Kenntnis über buchhändlerische Betriebsergebnisse..?

    @Frau Haase-Mohrmann, das finde ich richtig- wir haben einen Verband, wir haben den AkS, den SoA, die LG Buch.... Wir als Buchhändler haben Netzwerke, die wir nutzen sollten.

    Ein Auszug unseres knv´schen Unmuts:

    Wir lächeln deren Warenwirtschafts-Chaospläne weg, (eurobis-flow wird gepriesen, aber nicht fertig...´das wird nichts zu Ostern`),Ebook-Artikel im ´alten` eurobis werden uns angezeigt, sind aber unnutzbar, es lohne nicht mehr, die bibliografischen Angaben mit Download-Möglichkeiten, also weblinks zu füllen, so KNV..(unsere Kunden runzeln die Stirn mit uns vor dem Bildschirm).
    Dann schauen wir mal mit dem Kunden auf unsere Website, weil eine Ebook-Auskunft gefragt ist- so ist weit und breit ein E-NICHTS, beim kleinen Buchhändler mit einer modernen Weblösung, (der E-Commerce-Solution von knv) funktionierts nicht, obwohl er->ich, der Buchhändler- umfassend Ahnung hat und vorbereitet war. Allein KNV macht nicht mit. (Thema Agency-Modell.. Holtzbrinck Titel-Sperre im KNV Webshop und über Weihnachten hinweg dadurch eine generelle Ebook-Vertragsstop. Rowohlt aber ist dabei eine hilfsbereite und transparente (!) Quelle, Stellungnahmen KNVs entbehren jeglicher Nachvollziehbarkeit)= wir sind nicht auf die ebooks aus, aber mithalten sollten wir können, kompetent und informiert sind auch kleine Buchhändler, also wäre es schön, es funktionierte irgendwann ENDLICH reibungslos!

    Der Ablauf im stationären Geschäft?
    Wir schicken Kunden peinlich berührt wegen unprofessioneller Weihnachts-Schlussrunde wieder ohne Bestellung nachhause..
    (nach fünf fehlgeschlagenen KNV Lieferungen
    binnen zehnTagen direkt vor Weihnachten (13.Dez./16.Dez./19.Dez./21.Dez./22.Dez)

    ..und haben nun nach auch misslungenen Montagsbelieferungen all diese nach Bietigheim zu unseren tadellos laufenden Bestellungen verlegt. Es geht aufwärts..

    Mit freundlichen Grüßen,
    Anna Menninger
    Die Bücherstube May
    Heppenheim

  • Self Controller

    Self Controller

    @ Buchhändler Ihres Vertrauens

    Zunächst: Seit wann duzen wir uns?

    Ein Nickname und die Anonymität des Internets sollten m.E. nicht dazu führen, sich über die Etikette hinweg zu setzen. Ich würde es daher schätzen wenn Sie mich nicht duzen, wenn Sie mich direkt per Thread ansprechen!

    Was die Kosten und die Buchpreisbindung angeht:
    Solange ein (Preis)Wettbewerb im Buchhandel durch die Preisbindung de facto ausgehebelt ist, solange muß der Buchhändler natürlich nach Einsparmöglichkeiten suchen. Aber: Der Kostenvorteil durch z.B. Lieferantenwechsel wird, i.d.R. früher oder später, immer geringer. Und zwar durch steigende Kosten/Preise bei eben jenem neuen Lieferanten. D.h. also, der Buchhändler muß sich, da ihm der Weg über eine Preissteigerung, wie Sie bereits bemerkt haben, versperrt ist und die Kostenreduktion irgendwann ausgereizt ist, die Frage stellen: Fängt mein Geschäft die Preissteigerung noch ab, obwohl ich Kostenfaktoren ausgesetzt respektive minimiert habe, oder komme ich dadurch in die Verlustzone. Es geht daher nicht um einen Masterplan sondern um eine Betrachtung der unternehmerischen Tätigkeit als Ganzes.

  • Self Control

    Self Control

    @ Anna Menninger

    "die Controller-Self-Controller-Ideen rutschen ins Lächerliche ab, sind sicher nicht ergebnisreich, vielleicht fehlt ein bisschen Kenntnis über buchhändlerische Betriebsergebnisse..?"

    Eine Frage zu meinem ganz persönlichen Verständnis: Wo haben Sie in meinem Thread, auf den Sie sich beziehen, eine ins lächerliche abrutschende Idee entdeckt?
    Das erschließt sich mir nicht zur Gänze. Möglicherweise liegt es, eventuell, an meinen fehlenden Kenntnissen über buchhändlerische Betriebsergebnisse, die Ihnen offenbar bestens bekannt sind. Oder wie soll ich Ihre Anspielung deuten?

  • Urgestein meint:

    Urgestein meint:

    Die Diskussion wird langsam dämlich.
    Und einige Kommentatoren sollten sich mal ein bisschen in ihrer Ausdrucksweise zurücknehmen!

    Tatsache ist, dass der Sortimentsbuchhandel jahrzehntelang mit seinen -für den Einzelhandel- einzigartigen Vergünstigungen (Buchpreisbindung, lange Zahlungsziele, Valuta, Sonderkonditionen für Neugründer, Remissionsrecht und so manches mehr) locker abgefedert existieren konnte.

    Nun haben sich die Zeiten geändert, und kein selbstständiger Buchhändler kommt mehr darum herum, in erster Linie die Wirtschaftlichkeit seines Unternehmens genau zu hinterfragen.

    Und wenn das Ganze nicht mehr hinhaut, dann liegt das mit Sicherheit nicht nur an gestiegenen (Betriebs-)Kosten!

    Die Buchpreise steigen nämlich ebenso,
    vor allem nach der Euroumstellung gab es schon eine deutliche LP-Anhebung.
    Das heißt, die Umsätze stiegen/steigen auch.
    Und bei wem sie das nicht tun, liegt das mit Sicherheit nicht an den Kosten...

    Warum nur führen sich so viele Sortimenter auf, als ob ihnen die Verlage, Barsortimente, und wer nicht sonst noch alles ihnen angeblich nur Schlechtes will?!?!?

    Nach über 20 Jahren in dieser Branche wundere ich mich, dass überhaupt noch irgendetwas klappt...

  • Buchhändler Ihres Vertrauens

    Buchhändler Ihres Vertrauens

    Och, bei uns in der Branche ist Duzen eigentlich üblich.
    Sag Du zu mir ^^

    Na sicher sind Preiserhöhungen an der Tagesordnung, da bringt das Wegrennen zu Libri auch nix; auch die werden irgendwann zuschlagen.

    Es gilt, bei mir zumindest, der Grundsatz "Leben und leben lassen"
    Aber dies sieht KNV wohl anders; außerdem müssen die ihren Umzug in den Osten bezahlen - da ist es doch klar, dass wir kleinen Sortimenter uns aufregen.
    (Und wer täglich mit KNV zu tun hat, noch mehr!)

    Aber wie bei so vielen Veränderungen in der Branche; wir Buchhändler werden sie aussitzen und uns um das kümmern müssen was uns am Leben hält, das Verkaufen von Büchern (und vermehrt nonbook-Schmonzes).

    Cheerio, ich bin raus :)

  • Gregor Samsa

    Gregor Samsa

    Liebe KollegInnen,

    bitte bedenken Sie doch, dass dies kein geschlossenes Forum ist. Viele Kunden lesen hier mit. Übrigens auch kreditgebende Banken.
    Welches Bild wird hier von der Branche durch manche Kommentatoren vermittelt?
    Zukunftsgerichtet, innovativ, unternehmerisch, seriös und vertrauensbildend?
    Oder wird nur wieder das Klischee des permanent empörten, beleidigten und wegen ein paar Hundert € gestiegender Kosten (die natürlich nicht schön sind!!!) am Hungertuch nagenden Sonderlings zementiert?

    Wir sind alle für unsere öffentliche Wahrnehmung mit verantwortlich, tun wir was dafür.

  • Franz K.

    Franz K.

    Gregor, Du lebst ;-)))

    Im Ernst... ein sehr guter Beitrag wobei ich fürchte, gemessen am Inhalt der Postings, das der Buchhandel eher zur Klischeepflege neigt...

  • Urgestein...

    Urgestein...

    "nonbook-Schmonzes"..., nette Wortschöpfung;-)!

    Damit lässt sich allerdings richtig gutes Geld verdienen!!
    Auch wenn es der eine oder andere nicht gerne hört, ist es aber so.

    Bei den Lieferanten dieser Ware muss man zwar in der Regel nach spätestens 30 Tagen seine Rechnung bezahlen,
    kann aber zu deutlich besseren Konditionen einkaufen,
    und den PREIS SELBST KALKULIEREN!

    Ich selbst erziele damit in meinem eigenen Geschäft eine sehr gute Rohgewinnspanne, da kann man bei Büchern nur von träumen...

  • Gerhard Dieter

    Gerhard Dieter

    Einige Texte zeugen von Kindergarten-Reife oder Karnevals-Nähe.

  • Heinz

    Heinz

    Ich schließe mich einigen der letzten Kommentatoren an, es handelt sich hier um Diskussionsbeiträge die in Form und Inhalt nicht in dieser Art an die Öffentlichkeit gehören, wie ich finde und kein gutes Licht auf die Branche werfen. Was möchte man denn bezwecken? Wenn man unzufrieden ist zieht man Konsequenzen wie immer die aussehen mögen und damit hat es sich. Man sollte für derartig spezielle Themen andere Foren finden.

  • Tom

    Tom

    Ich stimme @Heinz und @Franz.K hier zu - in sehr flacher Art und Weise wird hier über Geschäftspartner hergezogen. Ich arbeite seit 1992 mit KNV zusammen und bin zu frieden. Die Kundenbetreuer haben msich meiner Probleme immer angenommen und ich habe auch von Abteilungsleitern von KNV auf sachliche !!! Kritik sachliche Antworten erhalten (habe allerdings auch gleichzeitig Vorschläge zur Veränderung gemacht!). Der Ton mach die Musik.
    Prinzipiell unterstreiche ich auch nochmals - die Preisbindung ist ein Hemmnis für eine sofortige Erhöhung des Rohgewinns über eine Preiserhöhung. Für den Rabatt sind aber die Verlage verantwortlich! Also sprechen wir doch zuerst mit diesen (oder die Gremien die unsvertreten). Aber mit Ergebnissen in % (Rabatt) und nicht mit mit einem Leistungskatalog (http://www.boersenblatt.net/508097/) der uns wieder mal als Ergebnis anstrengender Tätigkeit gepriesen wird!

  • EX KNV'ler

    EX KNV'ler

    Um sein prestige Objekt in der Mitte Deutschlands zu finanzieren ist Hr. Voerster mittlerweile wohl jedes Mittel recht.
    Der nimmt keine Rücksicht auf seine "Kundschaft" und erst recht nicht auf seine Mitarbeiter.
    Diese Zeche müssen wir wohl alle bezahlen, wir als Kundschaft mit erhöhten Gebühren und die Mitarbeiter mit ihrem Arbeitsplatz.
    150 Mio. € für einen Platz in den KNV Geschichtsbüchern müssen halt auch erst mal verdient sein.

  • Schmid

    Schmid

    Was läßt sich KNV den alles nächstes einfallen...Schlüsselsicherheitspauschale oder Ersatzteilpauschale für die Transporter? Diese neue Stoppgebühr ist wirklich haarsträubend! Haben die KNVler vergessen, dass wir auch Kunden sind, die auch als solche behandelt werden möchten! Wenn ich meinen Kunden eine Bestellgebühr auferlege, dann kommen Sie bestimmt nicht wieder und das ist FAKT!
    Da kann ich den verschiedenen Meinungen nur beipflichten und ebenso ernsthaft über einen Wechsel nachdenken!!!



  • Rudolf Doehr

    Rudolf Doehr

    Na, ich bin jedenfalls froh: weil mein Nebenlieferant (Libri) jetzt meinen Hauptlieferanten geschluckt hat (Koenemann), wollte ich gerade bei KV zwecks Belieferung anfragen. Das spare ich mir nun wirklich. Also ein positiver Nebeneffekt.

    • ...

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