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20.08.2009GfK Panel Services Deutschland

65.000 verkaufte E-Books seit Jahresbeginn

Wie viele E-Books die Deutschen bisher privat gekauft haben? Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hat nachgefragt und nun erstmals Zahlen veröffentlicht: In den ersten sechs Monaten des Jahres seien rund 65.000 digitale Bücher verkauft worden, so das Fazit der Auswertung.

Laut Grit Patzig, bei der GfK für die Verbraucherumfragen zu Buchthemen zuständig, bewege sich der Markt aber immer noch „auf einem niedrigem Niveau“; die Fallzahlen seien so gering, dass sich kaum verlässliche Details aus den vorliegenden Umfrageergebnissen ableiten ließen. Was sie – außer dem aktuellen Marktvolumen – jedoch mit Bestimmtheit sagen könne:

  • Am häufigsten wurden Titel aus den Warengruppen Belletristik und Ratgeber heruntergeladen. Die Themen, die sich gedruckt gut verkaufen, sind offenbar auch digital gefragt.
  • Im Schnitt haben die Deutschen für ein E-Book 10,26 Euro ausgegeben – die Spanne reicht von 1,99 Euro bis etwa 25 Euro.

Ermittelt wurden die Zahlen von GfK Panel Services Deutschland; monatlich erfasst der Dienst die Kaufgewohnheiten von rund 20.000 Endverbrauchern. Die nächsten Daten zum E-Book-Markt will die GfK Patzig zufolge künftig quartalsweise melden.

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6 Kommentar/e

1. Manfred Keiper 20.08.2009 18:40h www.anderebuchhandlung.de

Oh, 65.000 EBooks verkauft! Wie war das mit dem Sony-Reader? 30.000 wollten die doch im ersten Jahr in Detschland verkaufen. Irgendwie scheint das Geschäft noch im Rohr zu krepieren. Ob das u.U. an den Konzepten zur Markteinführung der EBooks liegt?

2. Molly chills 20.08.2009 20:36h http://www.molly-chills.com

Ich finde es klasse, dass erste Zahlen zu eBook-Verkäufen veröffentlicht wurden, nachdem Verlage und Händler hier sehr zurückhaltend sind.

Ich nehme an, dass ein Großteil der eBooks im 2. Quartal verkauft worden sind, da der Reader erst Mitte März in Deutschland auf den Markt gekommen ist. Ich könnte mir vorstellen, dass Besitzer von eBook-Reader deutlich mehr eBooks kaufen, als solche Leser, die keinen Reader besitzen.

Ich freue mich auf die zukünftige quartalsweise Veröffentlichung von aktuellen Zahlen.

3. leser 20.08.2009 22:15h

Tja - die Hypekultur halt. Viel Lärm um gar nix. Sowas verkauft ein Bestseller-Autor am Tag. Als Buch natürlich. Aber alle werden weiter so tun, als sei mit dem E-Kram was zu reißen. Ist ja auch einfacher, als sich über die wirklichen Probleme mal Gedanken zu machen.

4. Jörg Jahn-Meyer 20.08.2009 23:49h

65.000 !!!! Das ist echt viel!!! Hätte ich nicht gedacht!!!! Wenn das so weiter geht.... Das wird der Renner!!!! Vielleicht erreichen wir bis 2016 noch die 100.000 er-Marke!!! Das wär ein Erfolg!!!

5. jan 23.08.2009 14:53h http://www.ebookreader-info.de

Es ist ja auch noch ein sehr junger Markt. Über eBook Reader hat man zwar in disem jahr viel gelesen, zu Gesicht bekommen hat man sie jedoch nur, wenn man danach gesucht hat. Insofern wäre es übertrieben, wenn man erwartet, dass eBook plötzlich einschlagen wie eine Bombe. In den USA zahlen dank Kindle und Co im übrigen ganz anders aus.

6. Harald Kraft 23.08.2009 18:32h

Zu 3.)
Zunächst ein Dank an ,leser` und den
kleinen Kommentar von Ihnen.
Vielleicht haben Sie mit der
,Hypekultur` recht.
Wir müssen nicht jeden neuen Trend
hochjubeln. Es gibt so viele Medien in
unserer ,Medienlandschaft` und jeder
kann und soll frei auswählen, was er
nun möchte.
Doch leider rennen bei uns viele
Menschen hinter den neuen Errungen-
schaften der Technik her.
Es fehlt heute ein überlegtes Nach-
denken, ob dies sinnvoll für mich
ist (oder auch nicht).
Letztendlich bleibt es jedem selbst
überlassen, wie und mit was er seine
Freizeit gestalten will.
Den ,Mittelweg` bei den neuen Medien
zu finden, wäre ein gangbarer Weg.

Harald Kraft, Bibliotheksangestellter, München

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