03.09.2010

10.10.2003

Neue Inhalte, neue Vertriebswege, neue Formate

Podiums-Diskussion zur Zukunft und Entwicklung des Hörbuchmarkts

Der Hörbuchmarkt wächst, ohne Frage. Mit Audiobooks werden mittlerweile etwa 50 Millionen Euro umgesetzt, 13,5 Millionen davon generiert allein der Hörverlag. Was ein Hörbuch überhaupt ist, wissen jedoch immer noch gerade mal acht Prozent der Deutschen. Wohin die Reise des Hörbuchs geht, diskutierten Claudia Baumhöver (Der Hörverlag), Gerhard Beckmann ("Buchmarkt"), Hans Sarkowicz (Hessischer Rundfunk) Hendrik Markgraf (BÖRSENBLATT) und Rainer Schmitz ("Focus").

Der entscheidende Schritt für die Durchsetzung des Hörbuchs sei, dass der Buchhandel Audiobooks nicht länger als zu vernachlässigendes Randsegment wahrnehme, sagte Baumhöver. Wie der Hörverlag in einer Studie festgestellt hat, ist der typische Hörbuchhörer männlich, jung und gutsituiert. Die Frage, welche Konsequenzen aus diesem Ergebnis gezogen werden müssen, war für Baumhöver nicht einfach zu beantworten. Sicher sei, dass Vertriebswege außerhalb des Buchhandels an Bedeutung gewinnen würden. Zunächst soll aber mit Endkundenwerbung versucht werden, die jungen Männer verstärkt in den Buchhandel zu locken. Baumhöver: "Wir rechnen damit, dass wir in fünf Jahren noch 60 Prozent des Umsatzes im Buchhandel machen". Das Ergebnis der Umfrage hat aber nicht nur Auswirkungen auf die Vertriebswege, sondern auch auf die Inhalte, denn die ausgemachte Zielgruppe ist stark an Sachbüchern

In die Zukunft weist auch die Frage nach dem richtigen Speichermedium für Hörbücher. Cassetten verschwinden immer mehr vom Markt, dafür tauchen verstärkt DVD's auf. Die bange Frage, ob Hörbücher demnächst wie Musiktitel im Internet heruntergeladen werden, weiss derzeit noch keiner zu beantworten.












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