HINTERGRUND FILIALISTEN

Filialisten im Vergleich

An dieser Stelle finden Sie eine detaillierte und aktuelle Auflistung der größten Filialisten.

07.05.2008

Thalia Holding

Die Douglas-Tochter setzt wie kein anderer Filialist auf Wachstum durch Übernahmen: Der Kauf von Gondrom, Grüttefien, Buch & Kunst und weiteren sorgt für ein sprunghaftes Wachstum der von Michael Busch geführten Buchhandelskette. Thalia setzt im Gegensatz zur DBH-Gruppe auf eine Dachmarkenphilosophie, die bei Übernahmen bestehender Buchhandlungen aber gelegentlich Ausnahmen erlaubt. Die Giganten Thalia und DBH sind der übrigen Konkurrenz mittlerweile weit enteilt, müssen angesichts ihrer Größe bei weiteren Übernahmevorhaben jedoch an einzelnen Standorten mit dem Veto des Kartellamts rechnen.

29.04.2008

DBH Buch Handels GmbH & Co. KG

Im turbulenten Buchhandelsjahr 2006 war es der größte Paukenschlag: Die Unternehmen Weltbild und Hugendubel, die über die Weltbild-Kette ohnehin schon verbunden waren, legten ihr Filialgeschäft endgültig zusammen und holten die Regionalketten Weiland, Habel und Wohlthat’sche mit ins Boot. Die neue „Star Alliance“ mit dem sperrigen Namen war mit einem Schlag Marktführer. Die Unternehmen unter dem Dach der Holding können jedoch – im Gegensatz zum Thalia-Konzept – weiter unter mit ihren eingeführten Firmennamen und individuellen Strategien am Markt agieren.

10.04.2008

Mayersche Buchhandlung

Das familiengeführte Unternehmen mit Sitz in Aachen kämpft tapfer gegen die Übermacht der Buchhandelsriesen DBH und Thalia. Im Kerngebiet Nordrhein-Westfalen wurden in den vergangenen Monaten zahlreiche Buchhandlungen neu eröffnet bzw. ihre Eröffnung angekündigt. Der Spezialist für Großflächen setzt inzwischen auch auf kleinere Läden und wirbt offensiv um inhabergeführte Buchhandlungen. So rückten unter anderen Bücher Potthoff (Iserlohn), Bücher Osberghaus (Gummersbach) und die Buchhandlung Osthus (Gütersloh) unter das Dach der Mayerschen.

10.04.2008

Osiandersche Buchhandlung

Seit mehr als 400 Jahren unabhängig - und so soll es auch in Zukunft bleiben. Die 1596 gegründete Osiandersche Buchhandlung ist mit Recht stolz auf ihre Geschichte und will die lange Tradition eines familiengeführten Unternehmens fortführen. Der Expansion der Buchhandelsketten Thalia und DBH setzt die Osiandersche unverdrossen ihre eigene Wachstumsstrategie entgegen – inzwischen auch jenseits der Grenzen von Baden-Württemberg.

26.03.2008

Schweitzer Sortiment

Die Buchhandelstochter des Verlags C.H.Beck ist unangefochtener Marktführer im Bereich Recht, Wirtschaft, Steuern. Der Filialist unter Leitung von Philipp Neie profitiert vom wirtschaftlichen Druck, der auf vielen Fachbuchhandlungen lastet. So haben sich in den vergangenen Jahren zahlreiche inhabergeführte Firmen der Münchner Gruppe angeschlossen, um als Teil einer schlagkräftigen Unternehmensgruppe für die Zukunft gewappnet zu sein und vor allem den hohen Ansprüchen im Firmenkundengeschäft gerecht zu werden.

25.03.2008

Kurt Heymann Buchzentrum

Hamburg ist die Domäne des Familienunternehmens: Alle 15 Heymann-Filialen sind in der Millionenstadt an der Elbe oder in der näheren Umgebung angesiedelt. Das Unternehmen, das von den Geschwistern Christian Heymann und Heike Heymann-Rienau geleitet wird, setzt auf Wachstum mit Augenmaß und auf mittelgroße Ladenflächen.

19.03.2008

Buchhandlung Rupprecht

Kaum eine andere mittelständische Buchhandlung hat sich in den vergangenen Jahren so rasant entwickelt wie das Unternehmen des Ehepaars Maria und Johannes Rupprecht. Zwölf Filialen zählt die Firma mit Sitz im oberpfälzischen Vohenstrauß und wächst längst kräftig über die Stammregion hinaus: Im Sommer 2008 soll im mittelfränkischen Erlangen eine 1.700-Quadratmeter-Filiale eröffnen.

01.01.2008

Sack Mediengruppe

Die Filialkette des Dr. Otto Schmidt Verlags ist die Nummer zwei im Geschäft mit RWS-Medien – mit deutlichem Abstand zum Marktführer Schweitzer Sortiment. Mit gut eingeführten Häusern wie dem Berliner Geschäft Struppe & Winckler oder den Sack-Niederlassungen in Düsseldorf, Frankfurt oder Köln versucht das Unternehmen, seinen Platz im heiß umkämpften Geschäft mit Fachinformationen zu behaupten. Abzuwarten bleibt, ob Holtzbrinck als neuer Minderheitsbeteiligter am Dr. Otto Schmidt Verlag (seit April über die Verlagsgruppe Handelsblatt mit 37,88 Prozent beteiligt) die weitere Buchhandelsstrategie beeinflussen wird.

01.01.2008

Lehmanns Fachbuchhandlung

Mit 35 Filialen liegt die Lehmanns-Gruppe im Segment Medizin deutlich vor der Konkurrenz. Der Fachbuchhändler streckt seine Fühler jedoch auch in Richtung des allgemeinen Sortiments aus. Erst öffnete im vergangenen Jahr eine 2.000-Quadratmeter-Fläche in Leipzig, dann sorgte Lehmanns im Frühjahr 2007 für einen Paukenschlag: Nachdem das Kartellamt das große Weiland-Haus in Hannover von der Weiland-Integration unter das Dach der DBH ausgenommen hatte, trat Lehmanns als Käufer für das Buchhandels-Flaggschiff in der niedersächsischen Landeshauptstadt auf. Weitere Großflächen mit der Kombination Allgemeines Sortiment und Fachbuch will Geschäftsführer Manfred Hahn nicht ausschließen.

 

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