HINTERGRUND LESENSERIE
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Börsenblatt Serien - Lesen-Serie

Bücher heute? Zu langsam, zu altmodisch, zu papieren, zu teuer, zu offline! Eine Artikelserie über das Lesen.

In stiller Lektüre

Wer ein Buch liest, kann sich vor den Blicken Dritter noch sicher wähnen. Wer hingegen online geht, ist nackt. Das bleibt das Privileg des Lesers gegenüber dem User, behauptet Gert Kaiser. Der Altgermanist ist Präsident des Wissenschaftszentrums NRW.

»Kein Repekt mehr vor Texten«

Die neuen Medien haben die Qualität des Lesens dramatisch verändert. An die Stelle besonnenen Textstudiums tritt der
oberflächliche Konsum von vorsortiertem Textmaterial. Für Norbert Bolz vollzieht sich diese Transformation mit der Wucht eines Naturgesetzes. Das Fazit des Medientheoretikers: Wir müssen einen anderen Umgang mit Information lernen.

Das Buch ist tot - es lebe das Buch!

Matthias Horx: Ist Lesen altmodisch? Nein, aber passiv und autistisch. Meint der Trendforscher, der in Kelkheim bei Frankfurt sein Zukunftsinstitut gegründet hat. Für Horx sind versierte Computerspieler die idealen Bewohner der globalen Welt. Warum – das erläutert er zum Auftakt der BÖRSENBLATT-Serie »Lesen«.

Der Leser - ein Freund der Mühe

Peter Sloterdijk: Früher bedeutete Bildung, Erfahrungen zu machen und sich dazu an die Quellen des Wissens zu begeben. Heute bestellt man sich das Wissen nach Hause. Das Prinzip heißt Downloading. Der Philosoph bleibt dennoch gut gelaunt. Dicke Bücher werden überleben, sagt er – weil sie »so etwas sind wie ein ganz großer Urlaub«.

 

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