
08.12.2010
"Die richtigen Menschen haben sich zur richtigen Zeit getroffen“
Im Oktober hat das Verlagswesen einen Geburtstag gefeiert, auf den auch die Lesewelt der Blinden anstoßen sollte: die argon daisy edition ist zwei Jahre alt geworden.
Wie Katharina Eberenz, die DAISY-Projektleiterin erklärt, produziert der Verlag beinahe jeden seiner Titel auch als DAISY-Hörbuch. Damit ist der blinde Leser hier nicht, wie ansonsten so oft, in der Auswahl eingeschränkt, sondern kann beim Argon Verlag genauso viel kennen lernen wie j ... [ weiter... ]
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14.10.2010
Material und Arbeitszeit
Wie berichtet, erweist sich die Herstellung eines Punktschriftbuches um ein Vielfaches kostenintensiver als die eines Schwarzschriftbuches. Warum das so ist, habe ich ebenfalls bereits erzählt. Bleibt nur noch eine Frage offen: die nach den konkreten Kosten. Gemeint ist damit nicht der Verkaufspreis, von dem auch schon gesprochen wurde. Gemeint sind die reinen Herstellungskosten.
Ich habe Deckungsbeitragsrechnung gesagt. Und wer hat sich nicht gefragt, ob das tatsächlich des Rätsels Lösung sein könnte? Es ist sie nicht, ganz im Gegenteil. Die Kalkulation von Buchprojekten wird in der Lesewelt der Blinden völlig anderen Kriterien unterworfen, stimmt n ... [ weiter... ]
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28.07.2010
Im Durchschnitt fünf Exemplare
Wie viele hundert oder tausend Bücher müssen gedruckt werden, damit die Branche von einer hohen Auflage spricht? Für Schwarzschrifttitel kann ich diese Frage nicht eindeutig beantworten, wohl aber für die Welt der Braillebücher.
Eine durchschnittliche Auflage liegt hier bei fünf Exemplaren, eine hohe wird mit zwanzig, maximal dreißig angesetzt. Völlig unvorstellbar, solange man die Perspektive eines Akteurs einnimmt, der sich schon seit langer Zeit in der Lesewelt der Sehenden bewegt. Und selbst mich als Bli ... [ weiter... ]
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02.07.2010
Eine Bibliothek in der eigenen Wohnung?
Brailletitel bringen, wenn man das so sehen möchte, mehrere Nachteile mit sich: Damit die einzelnen Punkte besser halten, muss in der Herstellung dickeres Papier verwendet werden.
Gleichzeitig braucht die Schrift mehr Raum als die der Sehenden. 500 Schwarzschriftseiten ergeben bereits in Kurzschrift 750 Punktschriftseiten. In Vollschrift erhöht sich der Wert noch um ein weiteres Drittel, er liegt in diesem Fall also bei 1.000 Seiten. Auch der Umfang von Brailletite ... [ weiter... ]
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29.05.2010
Ein Buch ist ein Buch ist ein Buch ...
Sonja Klug hat einen Ratgeber mit diesem Titel publiziert (Orell Füssli, 2002). Aber stimmt ihre Aussage wirklich?
Und was ist das überhaupt, ein Buch? Kann man beispielsweise ein Audio Book als Buch bezeichnen? Oder ein E-Book? Wenn man nach dem Gegenstand des Buches fragt, wie entscheidend für die Antwort ist dann der traditionelle, physische Körper? Beim Punktschriftbuch jedenfalls existiert er ... [ weiter... ]
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18.05.2010
BIT für die Lesewelt der Blinden
BIT, das steht für Beratung, Information und Textservice. Man sieht also schon anhand der Initialen, wie vielfältig das BIT-Zentrum arbeitet. Gegründet wurde es 1986 in München, als gemeinnützige Einrichtung des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes e. V. (BBSB).
Ziel oder auch Anspruch des BIT-Zentrums ist es, Informationen, die Sehenden zugänglich sind, auch für Blinde und Sehbehinderte verfügbar zu machen.Für die Lesewelt der Blinden steht natürlich das Übertragen von Büchern im Vordergrund. Bemerkenswert, aber auch nich ... [ weiter... ]
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- E-Books für Blinde
27.04.2010
So klein ist die Verlagslandschaft (Teil 3 von 3)
Bleibt die dritte Gruppe: Hörbibliotheken mit Verlagsfunktion. Diejenigen Unternehmen also, die nur Hörbücher herstellen und an Blinde verleihen, keine Printprodukte. Erneut sind deutschlandweit nicht mehr als fünf zu nennen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die ersten Hörbücher für Blinde in Marburg hergestellt. Doch die Deutsche Blindenhörbücherei (DBH) lässt sich nicht in die Gruppe der Betriebe einordnen, die mit diesem Blogbeitrag vorgestellt werden sollen. Daher beginnt die chro ... [ weiter... ]
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05.04.2010
So klein ist die Verlagslandschaft (Teil 2 von 3)
Es gibt also Unternehmen, die Brailletitel verkaufen, aber nicht verleihen. Neben dieser Gruppe stehen zweitens die Betriebe, die beide Wege nutzen, um Blinde mit Lesestoff zu versorgen. Sie stellen Brailleausgaben ebenso her wie Hörbücher, also DAISY-Titel.
Auch hier sind allerdings nur wenige Einrichtungen vorzustellen; nicht einmal fünf. Bekannt für den soeben skizzierten Firmentyp ist zunächst die Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB). 1884 als Verein zur Beschaffung von Hochdruckschriften und Arbeitsgelegenhe ... [ weiter... ]
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02.03.2010
So klein ist die Verlagslandschaft (Teil 1 von 3)
In Deutschland gibt es mehrere tausend Verlage. Doch wie viele von ihnen sind für sehgeschädigte Leser tätig? Fünfzehn, würde ich sagen, mit der Tendenz zu einer noch niedrigeren Zahl.
Zumal kaum eines dieser Unternehmen nur ein Verlag ist. So stellt jeder, der die Lesewelt der Blinden genauer betrachtet, schon nach kurzer Zeit fest, wie tief hier die vertikale Expansion greift. Druckereien gehören ebenso zu Punktschriftverlagen wie Bibliotheken. Überdies produzieren die ... [ weiter... ]
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12.01.2010
Tastbar machen, was sichtbar ist
Wie wird das Layout von Punktschriftbüchern gestaltet? Welche typographischen Mittel setzen die Verlage ein? Und vor allem: Gibt es Unterschiede zwischen dem Satzspiegel eines Braille- und dem eines Schwarzdruckes?
Oh ja, natürlich gibt es die. Und sie sind auch nicht unerheblich, zumindest in der Theorie. Denn die Punktschrift nimmt vergleichsweise viel Platz ein (-> den fünften Beitrag dieses Blogs: Eine einsame Reise). Vor allem die Buchstabenschrift ist, wenn man sie mit der Schwarzschrift ver ... [ weiter... ]
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04.01.2010
... aber doch ein Korrektorat
Der Lektor eines Punktschriftverlages ist also nicht der klassische Produktmanager, wie er Ihnen bekannt ist. Ich weiß nicht einmal, wie die Berufsbezeichnung der Frauen und Männer lautet, die im Brailleumfeld zumindest für einen Teil der gängigen Lektoratsaufgaben zuständig sind: für das Korrektorat.
Das natürlich auch anders aussieht, als das bei konventionellen Verlagen der Fall ist. Denn die Bücher haben so, wie sie in den Blindeneinrichtungen ankommen, das Lektorat längst durchlaufen. Sie wurden im Schwarzdruck bereits publiziert. Nun müssen sie nur noch in Brailleschrift ... [ weiter... ]
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16.12.2009
Es lohnt sich, wenn die konventionellen Verlage mit den Brailledruckereien zusammenarbeiten
Reden wir nun endlich – wie schon seit Langem versprochen – über die Produktion des Punktschriftbuches.
Diese hat, verglichen mit der eines Schwarzschriftbuches, gewisse Vorteile, zum Beispiel für den Verlag. So muss sich im Bereich der Brailleliteratur kein Lektor mit Autoren oder Übersetzern herumstreiten. Weil es überhaupt keinen Lektor gibt. Zumindest auf gewisse Weise nicht. Denn d ... [ weiter... ]
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11.12.2009
Das Tor zur digitalen Welt
Die Mediengemeinschaft für Blinde und Sehbehinderte e.V. (Medibus) und die Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) haben vor wenigen Tagen einen Gesamtvertrag abgeschlossen, der Blinden und Sehbehinderten eine bessere Literaturversorgung verspricht.
Zum einen sind neue Beschlüsse zur Fernleihe gefasst worden. Zentraler Gegenstand des Vertrages ist aber die elektronische Übermittlung von Punktschriftwerken und Hörbüchern im DAISY-Format. Mit der Vertragsunterzeichnung steht laut Elke Dittmer, der Vorsitzenden von Medibus, &bd ... [ weiter... ]
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30.11.2009
Das Fotolesetasthörbuch
Bevor ich mich in meinem nächsten Beitrag endlich der Produktion von Braillebüchern widme, soll noch ein weiteres Projekt vorgestellt werden. Ähnlich wie das schwarze Buch der Farben, über das ich zuletzt geschrieben habe, schlägt auch das Fotolesetasthörbuch (Andere Augen e.V. 2009) Brücken zwischen Sehenden und Blinden.
Sehen. Tasten. Hören. Jeder dieser Sinne wird in dem Bildband, den der Grafikdesigner Gregor Strutz gestaltet hat, gleichermaßen angesprochen. Auf den ersten Blick handelt der Titel von dem Leben zweier Norweger. Der Milchbauer Arild Röland und der Lehrer Terje Karlsrud sind Freunde ... [ weiter... ]
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09.11.2009
Das schwarze Buch der Farben
Sie finden, es ist ein Widerspruch in sich, vom schwarzen Buch der Farben zu sprechen? Ich finde das nicht. Denn ich habe dieses Buch in den Händen gehalten. Es ist im Frühjahr 2009 beim Fischer Verlag erschienen und wirkt auf den ersten Blick wie ein Kinderbuch. Tatsächlich ist es aber viel mehr: ein Bilderbuch für Blinde.
Sie denken, das geht nicht? Es geht doch! Für jedes Bild steht eine Doppelseite zur Verfügung. Links der beschreibende Text, rechts das Bild. Aber keiner kann das Bild sehen, denn das Papier, in das es geprägt worden ist, ist schwarz, ebenso wie die Abbildung auch. Sie ist reliefart ... [ weiter... ]
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19.10.2009
Als Blinder auf der Buchmesse – Bücher erleben!
Besuchen Sie die Frankfurter Buchmesse. Oder stellen Sie sich zumindest vor, dass Sie dort wären. Vielleicht haben Sie dieses Spektakel ja tatsächlich schon das eine oder andere Mal erlebt. Denken Sie daran zurück. Gehen Sie in Ihrer Erinnerung in irgendeine Halle. In irgendeinen Gang. Und dann – spätestens dann – schließen Sie die Augen und versuchen, sich zurecht zu finden.
„Diese Halle ist hundert Meter lang und hundert Meter breit“, sagte mir jemand, als ich am vergangenen Freitag auf Ebene 3.1 nach einer Veranstaltung suchte. Ich war am Morgen mit der Erlanger Buchwissenschaft, die den Studiengang in einem Messeauftritt präsentierte, nach Frankfurt ... [ weiter... ]
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21.09.2009
Anwenderforum DAISY 2009
Man mag von DAISY halten, was man will. Fakt ist, dass die Blindenhörbüchereien im kommenden Jahr nach und nach die Kassettenausleihe einstellen.
Die Schweizerische Bibliothek für Blinde und Sehbehinderte in Zürich ist diesen Schritt bereits im Frühjahr 2009 gegangen. Und so kommt keiner, der sich auch weiterhin bei den Bibliotheken Hörbücher ausleihen möchte, an dem neuen Format vorbei. Auch ich habe mir mittle ... [ weiter... ]
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28.08.2009
Louis- Braille-Festival der Begegnung
Jetzt ist es also so weit: Das Louis-Braille-Festival steht unmittelbar bevor. In Hannover wird zwischen dem 28. und 30. August Geburtstag gefeiert. Wie ich bereits zu Beginn meines Blogs erzählt habe, wäre Louis Braille, der Erfinder der Blindenschrift, am 4. Januar 200 Jahre alt geworden.
Ihm zu Ehren hat der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenbund (DBSV) gemeinsam mit den Landesvereinen und anderen Mitgliedern ein umfassendes Programm zusammen gestellt.Die Veranstalter rechnen mit 1.500 Besuchern, die neben verschiedenen musikalischen Darbietungen auch ein Hörfilmkino erwartet ... [ weiter... ]
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- Braille-Festival
20.08.2009
So kommen die Bücher auf die Erde
Rainer Groothuis hat eine Monographie veröffentlicht mit dem Titel „Wie kommen die Bücher auf die Erde?“ (DuMont Buchverlag). Das klingt witzig, ist aber ernst gemeint. Und auch ich bin während meines vierwöchigen Praktikums beim Börsenblatt an dieser Frage hängen geblieben.
Zumindest insofern, dass ich erkennen musste, wie wenig die Lesewelt der Sehenden mit der der Blinden vertraut ist und umgekehrt. Genauer gesagt, weiß keiner etwas über den anderen. Dass die Sehenden den Blinden-Buchmarkt kaum zur Kenntnis nehmen, habe ich ja schon länger vermutet. I ... [ weiter... ]
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10.08.2009
Ins Studio gehen und lesen
Wenn der Sprecher eines bestimmten Buches feststeht, geht es ins Studio. Dort spricht der Auserwählte den Text dann Stunden lang in ein Mikrofon. Seine Worte werden nicht nur aufgezeichnet, sondern gleichzeitig auch korrigiert. Durch eine Glaswand von dem Sprecher getrennt, sitzt nämlich eine zweite Person vor einem Computer. Sie hört mit, was der Sprecher sagt. Und sie liest mit, was er vorträgt. So kann sie ihn unterbrechen, sobald er einen Fehler macht. Dann wird ihm der letzte, richtige Satz, den er eingesprochen hat, noch einmal vorgespielt und der Sprecher setzt an dessen Ende wieder ein.
Das ist die Technik. Aber was ist der Inhalt? Nur den Haupttext des Buches aufzusprechen, reicht natürlich nicht aus. Stattdessen steckt viel mehr dahinter. Was, das möchte ich zunächst an einem konkreten Beispiel demonstrieren. Nehmen wir den Titel >Zähl nicht die Stunden< ... [ weiter... ]
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25.06.2009
Novitäten gibt es erst Monate nach dem Buch als Hörbuch für Blinde
Wie Hörbücher hergestellt werden? Nun, im Grunde genommen ist das ganz einfach. Zumindest hört es sich einfach an.
Der erste Schritt ist die Titelauswahl. Der zweite besteht dann darin, einen geeigneten Sprecher zu finden. Wie den Erlanger Buchwissenschaftlern bei einem Besuch bei Hörbuch Hamburg erzählt wurde, ist dies nicht immer leicht. Und die DZB bestätigt diese Einschätzung. Sie sucht S ... [ weiter... ]
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18.06.2009
Zwischen Berg und Tal – Landkarten für Blinde
Im Rahmen einer Exkursion, die die Erlanger Buchwissenschaft in der vergangenen Woche nach Leipzig und Halle geführt hat, haben wir auch die Deutsche Zentralbücherei für Blinde besucht.
Dr. Thomas Kalisch, der Direktor der DZB, führte uns dabei persönlich durch die verschiedenen Abteilungen. Dort durften wir den Produktionsprozess eines Punktschriftbuches verfolgen. Wie wird die Schwarzschriftvorlage in Braille umgesetzt? Was leistet eine Punziermaschine? Auf welche Weise ... [ weiter... ]
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06.06.2009
"Lesen, so wie ich es mag"
Wie jedes Jahr zu diesem Zeitpunkt findet auch am 06.06.2009 der deutsche Sehbehindertentag statt. Nur dass es sich diesmal nicht um irgendeinen dieser Tage handelt, sondern um einen, den sich alle Bücherwürmer und Leseratten im Kalender vormerken sollten.
Denn das Motto lautet diesmal "Lesen, so wie ich es mag“. Und ich kann dazu nur sagen: Danke, Thalia! Bundesweit führt die Buchhandelskette gemeinsam mit dem Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund (BBSB) Aktionen in ihren Filialen durch, die ihren sehbehinderten Kunden zugute ko ... [ weiter... ]
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29.05.2009
Die Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig
Die älteste öffentliche Blindenbücherei ist die Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig, die ich in meinem Blog ja bereits mehrere Male erwähnt habe. Zuletzt vor wenigen Tagen, als ich über die Buchpatenschaften gesprochen habe. Und da ich die DZB im Rahmen einer Exkursion in zwei Wochen auch persönlich besuchen werde und außerdem selbst viele Hörbücher von dort beziehe, soll sie die erste Bibliothek für Blinde sein, die ich etwas genauer vorstellen möchte.
Seit 1894 versorgt die DZB blinde und sehbehinderte Menschen mit Literatur. Ursprünglich hat sie den Namen „Verein zur Beschaffung von Hochdruckschriften und Arbeitsgelegenheiten für Blinde“ getragen. 1956 ist ihr eine Abteilung für Blindenhörbücher hinzu gekomme ... [ weiter... ]
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20.05.2009
Buchpatenschaften
Da bin ich wieder. Hat ja lange gedauert! Aber besser spät als nie, nicht wahr?
Warum ich mich erst jetzt zurückmelde? Um mehrere Ecken gedacht, könnte ich sagen: Weil es nur wenige Punktschrift- und Hörbücher bei den Blindenbibliotheken auszuleihen gibt, die mir mein Studienleben begleiten. Folglich muss ich mir die Texte, die ich für meine Referate und Hausarbeiten durcharbeiten möchte, zu einem großen Teil selbst einscannen und Korrektur lesen. Und dass das viel Zeit in Anspruch nimmt, versteht sich von selbst.
Im vergangenen Semester sollte ich in einem Seminar über die Geschichte der amerikanischen Präsidenten über wesentliche Grundzüge der Amtsperioden seit John F. Kennedy geprüft werden. Ich spreche das an, weil ich tatsächlich nur ein Braille- und auch nur ein ungekü ... [ weiter... ]
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30.04.2009
Die Tour de Braille
Die Tour de Braille ist ein Projekt, welches der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e. V., kurz DBSV ins Leben gerufen hat. Es geht dabei darum, auf die Brailleschrift und deren Bedeutung aufmerksam zu machen, vielleicht vergleichbar damit, dass der 23. April die Bedeutung des Buches und des Lesens überhaupt demonstriert.
Denn ohne die Punktschrift könnten die Blinden nicht lesen. Und so wird im Rahmen der Tour de Braille zwischen dem 04.01. und dem 31.08. die Blindenschrift in ganz Deutschland erlebbar gemacht. Viele engagierte Landesverbände, Bezirksgruppen, Schulen oder sonstige Einrichtungen unterst&uum ... [ weiter... ]
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23.04.2009
Welttag des Buches, aber auch des Punktschriftbuches?
Die meisten meiner Bücher und Hörbücher beziehe ich als Blinde über Bibliotheken. Natürlich nicht über irgendwelche Stadtbibliotheken, das würde nicht viel bringen. Denn die Hörbücher, die ich dort bekommen kann, sind zum größten Teil, wenn nicht sogar zu einhundert Prozent gekürzte Ausgaben. Und dass Printprodukte für mich eine ziemlich untergeordnete Rolle spielen, versteht sich ja von selbst. Ich könnte mich alternativ danach erkundigen, ob bei den Stadtbüchereien auch eBooks zur Ausleihe angeboten werden. Oder ich wende mich sofort an Bibliotheken, die ausschließlich blinde und sehbehinderte Kunden mit Literatur versorgen.
Ich habe mich sowohl bei der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB) als auch bei der Deutschen Blindenbibliothek (DBB) in Marburg angemeldet. Bei beiden kann ich mir Hörbücher bestellen oder auch Punktschriftbücher ausleihen. Doch bevor ich auf dieses Verfahre ... [ weiter... ]
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20.04.2009
DAISY - ein Format für alle und jeden? (Teil 2)
Über welche Funktionen verfügt also das Digital Accessible Information System? Nun, ein paar habe ich ja beim letzten Mal schon erwähnt. Aber es gibt noch etliche mehr. Denn die DAISY-Technik ermöglicht es unter anderem, Audiobooks um Textelemente zu erweitern.
So liegt der Inhalt also als Audiodatei vor, zugleich aber auch in einer Textversion. Folglich kann der Rezipient den Text, während er ihn sich anhört, komplett mitlesen. Zusätzliche Informationen, die der Hörbuchsprecher nicht aufgelesen hat, sind auf einer zweiten Ebene verkn&u ... [ weiter... ]
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15.04.2009
DAISY – ein Format für alle und jeden? (Teil1)
Was wissen Sie über DAISY? Nicht viel? Noch nie gehört? In diesem Fall können Sie sich sicherlich an den Argon Verlag wenden, der mittlerweile über 100 DAISY-Titel in seinem Programm führt. Und inzwischen hat er auch schon mehr als 10.000 Exemplare verkauft.
Wenn man bedenkt, dass das DAISY-Projekt bei Argon erst vor einem halben Jahr durchgestartet ist, ist das doch ein beeindruckender Erfolg. Die Argon DAISY Edition hat es geschafft, sich schnell auf dem Markt festzusetzen. Aber was macht diesen Mehrwert von DAISY eigentlich aus?Zunächst einmal i ... [ weiter... ]
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30.03.2009
Medibus, das VLB der Blinden
MediBuS, das ist die Mediengemeinschaft für Blinde und Sehbehinderte e. V. Sie setzt sich zusammen aus der Arbeitsgemeinschaft der Blindenhörbüchereien e.V., der Arbeitsgemeinschaft der Blindenschriftdruckereien und –bibliotheken e.V. sowie der Mediengemeinschaft für Blinde und Sehbehinderte e.V.
Seit 2004 sind damit Produzenten und Bibliotheken, welche blindengerechte Medien herstellen oder verleihen, unter einem gemeinsamen Dach organisiert. Hinzu kommen die landesweit tätigen Verbände der Blindenselbsthilfe im deutschsprachigen Raum.Neben der Koordination seiner Mitglieder ü ... [ weiter... ]
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