Marginal-Glosse

13.04.2011

Die Marginalglosse verabschiedet sich

Liebes Stammpublikum, liebe Gelegenheitsleser,

alle schönen Dinge müssen einmal zu Ende gehen. Wie auch schon an anderer
Stelle angekündigt
, endet unser studentisches Projekt "Marginalglosse" mit diesem Artikel. 

Wir bedauern sehr, dass wir nicht mehr die nötigen Ressourcen haben, es fortzuführen – und wir danken allen Lesern für ihre Aufmerksamkeit und ihre Beteiligung. Denn ohne die rege Resonanz wäre aus der Marginalglosse nichts geworden. Mit unserem letzten Artikel haben wir no ... [ weiter... ] kommentieren

Marginalglosse-Redaktion Marginalglosse-Redaktion© Cornelius Wachinger

03.03.2011

Bezahlung wäre nett!

Deutschland im Jahr 2011: Alle Branchen haben begriffen, dass Absolventen der Universitäten wertvolles Leistungskapital in sich tragen. Alle? Nein, eine kleine, aber kulturell wichtige Branche vertritt stur die Ansicht, dass der Gewinn von Wissen und Erfahrung sowieso nicht mit Geld aufzuwiegen ist. Deswegen zahlt sie ihren Nachwuchskräften gleich gar nichts. Eine letzte Reflexion der Redaktion der Marginalglosse.

In einen guten Lebenslauf gehört heutzutage mindestens ein Praktikum, besser noch mehr. Dieses sollte idealerweise mehrere Monate gedauert haben. Das ist wichtig, weil man in einem Praktikum erste Berufserfahrungen sammelt und spannende Dinge lernt. Probleme ergeben sich nur, wenn nicht gleich ... [ weiter... ] 104 Kommentare

Doreen Kühne Doreen Kühne© privat

24.02.2011

Buchvorschauen wie im Kino – Was halten sie bereit?

Noch gibt es sie nicht bei allen Büchern. Das könnte aber in Zukunft so sein. Die einen sagen, wozu braucht man die überhaupt? Andere finden es klasse, auf ein neues Buch auf ungewöhnliche Art neugierig und aufmerksam gemacht zu werden. Man hat das Gefühl, eine Buchankündigung wie bei einer Filmvorschau im Kino zu erleben. Was gemeint ist, sind Buchtrailer. Eine Betrachtung von Doreen Kühne

Wie ein richtiger Kinotrailer mit den spannendsten Ausschnitten kommen sie nicht daher, aber sie haben mit diesem eine gewisse Ähnlichkeit. Etwa ein bis zu höchstens drei Minuten lang präsentieren sie ein Buch oder eine Reihe mit kleinen Animationen in einem filmischen Licht. Mal auf ... [ weiter... ] kommentieren

Rechts oben warnt ein kleines grünes Schild vor den unterschiedlichen Schutzfristen der Länder Rechts oben warnt ein kleines grünes Schild vor den unterschiedlichen Schutzfristen der Länder

17.02.2011

Virtuelle Freiräume abseits der nationalstaatlichen Gesetzgebung

Im Börsenblatt 8/11 war er ein großes Thema, das sowohl den Aufreger der Woche wie einen Artikel von Michael Roesler-Graichen beschäftigte: Der Streit zwischen französischem und kanadischem Urheberrecht. Der Aufreger unter dem Titel "Virtuelle Kleinstaaterei" endet mit dem Hinweis, dieses müsse nun endlich global geregelt werden - "im Interesse aller". Dieser Meinung ist nicht jeder. Ein Kommentar von Dennis Schmolk.

Zur Vorgeschichte: Die kanadische Université du Québec à Chicoutimi stellt auf ihrer Website Werke von Albert Camus zur Verfügung – nach kanadischem Recht vollkommen unstreitig, denn die Schutzfrist für geistige Eigentumsrechte erlischt hier 50 Jahre p.m.a. und C ... [ weiter... ] kommentieren

Sabine Hafner Sabine Hafner© Cornelius Wachinger

10.02.2011

Aus für die Jungen Verlagsmenschen in Franken?

Den aktuellen Entwicklungen zufolge scheint sich Hanna Hartbergers Diskussionsbeitrag in der Marginalglosse zum Stammtisch der JVM in der Region Franken in negativer Weise zu bestätigen. Ein Kommentar von Sabine Hafner.

Das neue Jahr 2011 brachte nicht den erhofften Schwung in die Gruppe Franken – der Abwärtstrend bei den Teilnehmerzahlen am Stammtisch setzte sich kontinuierlich fort: ganze sechs Mitglieder fanden sich zum Treffen Ende Januar ein. Auf den ersten Blick mag das nicht so schlimm erscheinen, ... [ weiter... ] 2 Kommentare

Daniela Preiß Daniela Preiß© privat

03.02.2011

Kleine Autoren ganz groß

Wie werde ich reich und berühmt? Diese Frage so zu formulieren, ist aus der Sicht eines unbekannten Autors sicherlich vermessen. Stattdessen sollte sie lauten: Wie kann ich es schaffen, nicht allzu viel Geld investieren zu müssen und am Ende – wenigstens in der eigenen Region – ein bisschen bekannt zu sein? Überlegungen von Daniela Preiß.

Konventioneller Verlag – ein Weg ohne ZielLeicht ist das nicht; für niemanden. Dabei gibt es doch so viele Verlage in Deutschland. Für die Verwirklichung eines bestimmten Buchprojekts kommen aber natürlich nur einige wenige infrage. Also schickt der namenlose Autor ihnen Les ... [ weiter... ] 3 Kommentare

Sandra Rühr Sandra Rühr© privat

28.01.2011

Wikipedia für Bücher?

Die Erlanger Buchwissenschaft hat ein neues Projekt: Eine digitale Buchgeschichte, kurz Digibuch. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter Sandra Rühr und Günther Fetzer im Gespräch mit Sabrina Kurtz und Hanna Hartberger über Konzeption, Ziele und Erwartungen.

Könnten Sie kurz die Grundzüge von Digibuch erklären? Kann man sich das so vorstellen wie Wikipedia für Bücher? F: Vom Grundprinzip des modularen Aufbaus ja, nicht jedoch von Seiten der Autoren: Es darf nicht jeder mitschreiben, kommentieren oder ändern. Vielmehr we ... [ weiter... ] kommentieren

Marginalglosse-Redaktion Marginalglosse-Redaktion© Cornelius Wachinger

20.01.2011

"Wegen Krankheit vorübergehend geschlossen"

Die neue Redaktion der Marginalglosse begrüßt ihre Leser – etwas verspätet – im neuen Jahr. Sie setzt sich zusammen aus Sabine Hafner, Hanna Hartberger, Dennis Schmolk, Jacqueline Stumpf und Cornelia Weileder.

Das treue Stammpublikum hat sich vermutlich bereits gewundert, warum an dieser Stelle seit einem guten Monat kein neuer Inhalt erschienen ist. Der Grund ist, dass die Marginalglosse als Institution an einer seltenen, kaum erforschten Krankheit leidet. Nach einem Monat Bettruhe geht es ihr nun aber e ... [ weiter... ] kommentieren

Doreen Kühne Doreen Kühne© privat

09.12.2010

"Ich mach was mit Büchern“ – Eine Idee mit Potential

Seit einiger Zeit hört man wiederholt den Satz „Ich mach was mit Büchern“. Diese Aussage ist wohl bei fast jedem schon gefallen, der aus dem Buchbereich kommt. Doch so lautet auch der Name eines Projektes, das in hellblauer Farbe daherkommt. Ein Bericht von Doreen Kühne.

Mit „Ich mach was mit Büchern“ wurde ein Projekt ins Leben gerufen, das in erster Linie der Vernetzung der Buchbranche dient. Es will möglichst alle in der Buchwirtschaft erreichen und damit diejenigen enger als zuvor miteinander verbinden, die sich sonst nicht hätten find ... [ weiter... ] kommentieren

Hanna Hartberger Hanna Hartberger© Cornelius Wachinger

02.12.2010

Literatur als Event

Events, wohin man sieht – auch in der Buchbranche. Woher kommen die neuen Konzepte und wieso muss sich die „Wasserglaslesung“ nicht vor ihnen fürchten? Sandra Rühr spürte in einem Vortrag über die Eventisierung der Buchbranche diesen spannenden Fragen nach. Ein Bericht von Hanna Hartberger.

Das Event, das in den 90er Jahren erstmals und dann immer öfter in der Buchbranche auftauchte, ist vom Grundprinzip her nichts Neues. Was früher das Kulturphänomen Ritual im eher sakralen Kontext war, hat sich unter anderem über das Spektakel und die Zeremonie zum Event entwickel ... [ weiter... ] 4 Kommentare

(von links): Cornelia Weileder, Katharina Kaser, Sabine Hafner, Sabrina Kurtz, Hanna Hartberger und Dennis Schmolk (von links): Cornelia Weileder, Katharina Kaser, Sabine Hafner, Sabrina Kurtz, Hanna Hartberger und Dennis Schmolk© Cornelius Wachinger

25.11.2010

Die inoffizielle Sparte des chinesischen Buchmarkts

Ein Überblick über das Verlagswesen und den ISBN-Markt in China.

Der chinesische BuchmarktSeit der wirtschaftlichen Öffnung der Volksrepublik China im Jahr 1978 entwickelt sich der chinesische Buchmarkt in großen Schritten. Offiziell ist lediglich von den Fortschritten der Verlage die Rede, im Verborgenen wächst jedoch eine Gruppe von privaten chi ... [ weiter... ] kommentieren

Johannes Benken, Vorsitzender der lokalen Freundeskreis Bücherstadt Edenkoben Johannes Benken, Vorsitzender der lokalen Freundeskreis Bücherstadt Edenkoben© Hanna Hartberger

18.11.2010

Das unbekannte Phänomen: Die deutschen Bücherorte

Außerhalb ihres direkten Einzugsgebietes kennt sie auch branchenintern kaum jemand: Bücherstädte und -dörfer. Um diesem Phänomen auf die Spur zu kommen, machte sich die Marginalglosse zu einer Vor-Ort Recherche in die Pfalz auf – anlässlich der 5. Edenkobener Büchertage.

Bücherstädte und -dörfer sind keine wirklich neue Idee: Bereits 1961 gründete der New Yorker Immigrant Richard Booth in Wales das erste Bücherdorf. Er siedelte sich mit einer Containerladung Bücher in einem 1300-Seelen-Dorf an, das heute über 40 Antiquariate und ge ... [ weiter... ] kommentieren

Erik Lorite Schmitt Erik Lorite Schmitt© privat

11.11.2010

Die Buchbranche im größten Land Südamerikas

Brasilien – das fünftgrößte Land der Welt. Erik Lorite Schmitt wirft einen Blick in die Ferne und gewährt tiefe Einblicke in das brasilianische Buchhandelssystem.

Fakten, Fakten, FaktenMit seinen 193 Millionen Einwohnern und einer Fläche von 8.514.215 km² ist Brasilien das einzig portugiesischsprachige Gebiet in Südamerika. Seit 1985 ist das Land eine präsidiale Bundesrepublik. Davor herrschte einundzwanzig Jahre lang eine Militärdikt ... [ weiter... ] kommentieren

Dennis Schmolk Dennis Schmolk© Cornelius Wachinger

04.11.2010

Publikationsform oder Plagiat?

Im Sortiment von Amazon tauchten unlängst Bücher auf, deren Inhalt lediglich aus zusammenkopierten freien Texten besteht – etwa aus der Wikipedia. Ein neues Geschäftsmodell "Copy & Paste" oder eine logische Konsequenz der Digitalisierung? Ein Kommentar von Dennis Schmolk.

Das Aufregen über neue Sachverhalte gehört zum Volkssport des Deutschen. Ganz besonders gilt das, wenn man in einer eher konservativen Branche mit eingebautem Idealismusdünkel agiert. Es wunderte also nicht wirklich, dass man sich auch im "Aufreger der Woche" (etwas versp& ... [ weiter... ] kommentieren

Hanna Hartberger Hanna Hartberger© Cornelius Wachinger

28.10.2010

Siegeszug der Netzwerke?

Vernetzen ist Trend! Seien es die Fachschaften der Buchwissenschaftsstudiengänge, „Oldies“ wie die Bücherfrauen oder Initiativen wie "Ich mach' was mit Büchern"  –  immer mehr Buchmenschen suchen sozialen Anschluss nicht nur in der digitalen, sondern auch in der realen Welt. Dass auch hier nicht alles Gold ist, was glänzt, zeigt Hanna Hartberger am Beispiel der Gruppe Franken der Jungen Verlagsmenschen.

Das Netzwerk der Jungen Verlagsmenschen, das vor kurzem seine zweite Mitgliederversammlung durchführte, ist im Moment äußerst erfolgreich: Mailinglisten mit Jobangeboten, Stammtische, Exkursionen, die Facebook-Gruppe – gerade junge Menschen sind begierig darauf, sich mit Gleich ... [ weiter... ] 7 Kommentare

Erik Lorite Schmitt Erik Lorite Schmitt© privat

21.10.2010

Der Trend zu Social Networks

Fußballspieler tun es, Sänger tun es, mit Markenprodukten wird es getan – warum nicht auch mit der Buchbranche in all ihren Facetten? Die Rede ist vom Social Networking über Twitter, Facebook, StudiVZ und viele mehr. Es wird genutzt, um die Fans auf dem Laufenden zu halten. Solche Maßnahmen kann man sehen, wie man will. Was man nicht sollte, ist das Potential der Networks zu unterschätzen.

Wer nutzt schon Networks?Wenn man sich Facebook anschaut, dann findet man einige Buchhändler, die ihre Ware preisen und vorstellen.  Ein Paradebeispiel dafür ist der Club Bertelsmann. Mit einer Fangemeinschaft von nur 514  Fans (Stand: 10.09.2010)  bietet er jeden Tag neue I ... [ weiter... ] 1 Kommentar

Sabine Hafner Sabine Hafner© privat

14.10.2010

Bibliophilie im Internetzeitalter

Über dieses von der Marginalglosse inspirierte Thema diskutierten Andreas Artmann, Friedrich Forssman, Jörg Mewes und Leander Wattig am 8. Oktober im Rahmen des Messeauftrittes der Erlanger Buchwissenschaft. Sabine Hafner resümiert.

Wie auch in den Jahren zuvor ist die zukunftsbestimmende Frage nach dem Fortgang der Digitalisierung das Hauptthema der Messe. Die Möglichkeiten scheinen durch erste Umsetzungen einerseits langsam etwas konkreter und greifbarer zu werden, gleichzeitig wird aber wegen des Wissens um die Schnelll ... [ weiter... ] 1 Kommentar

Stefan Böhringer Stefan Böhringer© privat

30.09.2010

Drei Monate iPad – ein Resümee

Als am 27. Mai 2010 das iPad das erste Mal nach Deutschland verschifft wurde, war ich einer der vielen glücklichen Erstbesitzer. Viele Erwartungen und Hoffnungen knüpfte ich an dieses Gerät. Ob sie erfüllt, enttäuscht oder gar übertroffen wurden, will ich hier kurz wiedergeben. Drei Monate iPad – ein Resümee von Stefan Böhringer.

Ich muss es zugeben. Für kleine praktische Geräte, die oft nicht mehr als technische Spielereien waren und mir doch einen besseren digitalen Alltag versprachen, konnte ich mich schon lange begeistern. Mindestens seit der Jahrtausendwende befand sich immer ein kleiner Begleiter an meiner Se ... [ weiter... ] 1 Kommentar

Sabine Naumann Sabine Naumann© privat

17.09.2010

Das Buch- und Pressewesen in Tunesien

Wie stellt man sich die tunesische Buchbranche vor? Arabisch beziehungsweise muslimisch dominiert? Oder vielleicht schon von der E-Book-Welle überrollt? Untersuchungsobjekte für diesen Artikel waren zum einen die an der Küste gelegene Kleinstadt Mahares, die keine Touristen kennt und zum anderen S´Faxe, die zweitgrößte Stadt in Tunesien. In einem einwöchigen Kurzurlaub sollte also neben Sonne Strand und Meer auch die tunesische Bücherwelt unter die Lupe genommen werden.

Mahares Mahares ist eine Kleinstadt mit geschätzten 5000 Einwohnern. Bücher konnten leider nicht entdeckt werden, da der einzige Buchladen während der Sommerferien und dem Fastenmonat Ramadan geschlossen ist, bzw. verkürzte Öffnungszeiten hat. Im Supermarkt und den vielen ki ... [ weiter... ] kommentieren

© privat

02.09.2010

Junges Publikum gesucht!

Das dreißigjährige Jubiläum des Erlanger Poetenfests reiht sich in gewohnter Manier an seine Vorgänger an. Trotz gelegentlich heftigen Regenschauern hielten sowohl Autoren als auch Publikum, gerüstet mit Regenschirmen und -capes, tapfer stand und huldigten ein Wochenende lang der aktuellen Literatur. Ein Überblick von Hanna Hartberger und Sabrina Kurtz.

In einem Punkt ist aber gegenüber der Tradition eine deutliche Wandlung des Poetenfests spürbar. Bei der Betrachtung der Jubiläumsausstellung „30 Jahre Erlangen Poetenfest in Bild und Ton“ stach dem aufmerksamen Beobachter das eindeutig junge Publikum in den ersten Jahren ... [ weiter... ] kommentieren

Carmen Käuflin Carmen Käuflin© privat

13.08.2010

Auf den Spuren eines Comicseminars

„Was liest du denn da?“ „’Nen Comic.“ „Bist du dafür nich’ schon etwas zu alt??“ „Nö, wieso? „Na Comics sind doch nur was für Kinder, oder Freaks.“

So, oder so ähnlich, klingt für gewöhnlich die landläufige Meinung, was das Lesen von Comics betrifft. Dass das aber ein kompletter Trugschluss ist sollte spätestens dann klar werden, wenn man sich einmal die ganze Bandbreite des Comic-Genres bewusst vor Auge ... [ weiter... ] 6 Kommentare

Julia Gold und Jacqueline Stumpf Julia Gold und Jacqueline Stumpf© privat

22.07.2010

Verlagsarbeit – real erprobt

Dass ein Universitätsstudium nicht nur theorielastig und trocken sein muss, zeigt eine realitätsnahe Verlagssimulation, die im Rahmen der Buchwissenschaft über zwei Semester durchgeführt wurde – mit einem greifbaren Ergebnis. Julia Gold und Jacqueline Stumpf berichten.

Es begann im Winter 2009 mit einer Ausstellung des Grafikdesigners und Fotografen Manfred Dick-Kreuzer, auf der er seine idyllischen Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die er von der fränkischen Landschaft gemacht hatte, vorstellte. Eine der Besucherinnen war Brigitte Perlick vom Referat ... [ weiter... ] 1 Kommentar

Kristin Siegele Kristin Siegele© privat

15.07.2010

Die Rolle des gedruckten Buches im Buchmarkt der Gegenwart – Schwerpunkt Bucheinzelhandel

Verschwindet die Printbranche durch den digitalen Druck? Wer will in 10 Jahren noch Geld für Wörter und Bilder auf totem Holz bezahlen? Kennen unsere Enkel herkömmliche Bücher nur noch aus Filmen? Diese Fragen treiben die gesamte Medienindustrie um. Doch auch dieser Brei wird nicht so heiß gegessen, wie er gekocht wird. Ein Recherchebericht von Kristin Siegele.

Das Ende des Buchzeitalters, der Gutenberg-Galaxis, wurde bereits in den Sechzigern von dem bekannten Medientheoretiker Marshall McLuhan, damals noch im Zusammenhang mit einer Theorie des Fernsehens, vorausgesagt. Längst spricht man von der „Gates-Galaxis“, in der vor allem elektron ... [ weiter... ] 2 Kommentare

Cornelia Weileder Cornelia Weileder© Cornelius Wachinger

08.07.2010

Buchgemeinschaften – memento mori?

Die unterschiedlichen Absatzkanäle des Buchhandels spiegeln die Unterschiede zwischen den Lesern bzw. Buchkäufern wider. Wie sieht es mit den Buchgemeinschaften als Absatzkanal aus und was tun sie gegen ihren Mitgliederrückgang? Ein Überblick von Cornelia Weileder.

In dem Werk „Buchgemeinschaften im deutschen Buchmarkt“ von 1995 stellte Michael Kollmansberger fest, dass der traditionelle Buchhandel nur einen Teil des möglichen Publikums bedient. Aus welchen anderen Quellen erhalten Buchkäufer ihren Lesestoff? Buchgemeinschaften stellen me ... [ weiter... ] 3 Kommentare

Julia Heiserholt Julia Heiserholt© privat

01.07.2010

Das Internet-Phänomen "Bookcrossing" – moderne Bibliophilie oder Marketing-Instrument für den Buchhandel?

Es ist längst allgemein bekannt, dass sich Buch- und Internetnutzung nicht gegenseitig ausschließen, sondern sich komplementär zueinander verhalten. Ein Konzept, die beide Medien verbindet, ist Bookcrossing. Eine Überlegung von Julia Heiserholt

Sogenannte Vielleser konsumieren Online- wie Printmedien gleichermaßen. Diese können schon lange nicht mehr als Gegenpole gesehen werden. Das Phänomen Bookcrossing ist eine besondere Form der Verbindung von Büchern und Internet. Hier werden weltweit Bücher privat ausgetausc ... [ weiter... ] 5 Kommentare

Dennis Schmolk Dennis Schmolk© Cornelius Wachinger

24.06.2010

Berlin, Berlin

Vor zwei Wochen traf sich die Buchbranche in der Hauptstadt. Drei Redakteure der Marginalglosse waren mit von der Partie. Über Diskussionen, Exkursionen und Feierlichkeiten: Ein Resümee des "Nachwuchsprogramms" von Dennis Schmolk.

Neben Tagungen des AKEP und der Hauptversammlung, diversem "Networking" und vielen Workshops, boten die Buchtage - wie schon in den Jahren zuvor - auch dem Branchennachwuchs einige Veranstaltungen. Dass wir davon überhaupt erfuhren, beruht eher auf Zufall, denn wirklich kommuniziert w ... [ weiter... ] 1 Kommentar

Sabine Naumann Sabine Naumann© privat

17.06.2010

Praktikumsbericht Periplaneta

In diesem Artikel sollen Praktika von Buchwissenschaftsstudenten im Verlagsbereich dargestellt und dadurch für den fleißigen Leser der Marginalglosse ein möglichst objektiver Vergleich aufgestellt werden. Den Anfang macht der Bericht über ein Praktikum in einem kleinen Verlag, bei Periplaneta www.periplaneta.com in Berlin.

Im Studium der Buchwissenschaft gibt es viele wichtige Dinge zu entdecken und zu lernen. Eine der Berufsvorbereitung dienende Möglichkeit ist unter anderem die Pflicht und gleichzeitig die Chance, während des Studiums ein Praktikum in der Buchbranche abzuleisten. Egal ob im Bucheinzelhande ... [ weiter... ] kommentieren

Kristin Siegele Kristin Siegele

04.06.2010

Stärkung des Mediums Buch ist jetzt besonders wichtig

Zum Thema Branchenmarketing - Braucht die Buchbranche eine Imagepolitur? Verpönt, aber notwendig? Wenn es um die Erhaltung einer Branche geht, die sich in Zeiten der Digitalisierung neuen Tendenzen anpassen muss, aber auch ihren traditionsreichen Kern nicht in Vergessenheit geraten lassen will, ist Branchenmarketing ein Weg. Ein Kommentar von Kristin Siegele

Die Entwicklung des Buchmarktes ist durch Konzentration, verkürzte Wertschöpfungsketten  und damit einhergehenden Existenzängsten gekennzeichnet  und gerade deswegen könnte eine Stärkung des Mediums Buch und der Lektüre jetzt besonders wichtig sein. Bei der Au ... [ weiter... ] kommentieren

Sabine Hafner Sabine Hafner© privat

27.05.2010

Arbeitswelt Buch – Traum oder Trauma?

Arbeitswelt Buch – Traum oder Trauma? Unter diesem Motto fand am 17. Mai in Erlangen der 3. Studientag der Buchwissenschaft statt. Wie die Antwort für den zukünftigen Branchennachwuchs ausfallen könnte, fasst Sabine Hafner in einem Resümee der Veranstaltung zusammen.

Eingeleitet wurde die vom Freundeskreis der Buchwissenschaft organisierte Veranstaltung mit einer Podiumsdiskussion zur Frage, ob „die Arbeitswelt Buch in Zeiten von Online und Internet überhaupt noch attraktiv für den Nachwuchs [ist]“. Den Referenten zufolge liege der Branche, ... [ weiter... ] 3 Kommentare

Hanna Hartberger Hanna Hartberger© Cornelius Wachinger

19.05.2010

Der Plagiator als Förderer

"Das alles scheint mir für E. Poe ganz allerliebst zu sein. Dank der Bemühungen von Monsieur Forgues wird die ganze Welt wissen, dass Monsieur E. Poe in Amerika Geschichten schreibt." Diesen Satz ließ der Anwalt des französischen Autors Emile Daurand Forgues verlautbaren, nachdem dieser E.A. Poes "Die Morde in der Rue Morgue" ohne Nennung des Namens und ohne weitere Hinweise auf den Amerikaner in einem Pariser Blatt übersetzt veröffentlicht hatte.

Ein Kulturkampf französischer Zeitungen brach aus, deren genauen Ablauf der interessierte leser hier  nachvollziehen kann. Charles Baudelaire wiederum strich im Nachhinein die Lorbeeren für die Verbreitung von Poes Ruhm in Frankreich und ganz Europa ein. Die Anekdote ist ein intere ... [ weiter... ] kommentieren