Marginal-Glosse

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02.09.2010

Junges Publikum gesucht!

Das dreißigjährige Jubiläum des Erlanger Poetenfests reiht sich in gewohnter Manier an seine Vorgänger an. Trotz gelegentlich heftigen Regenschauern hielten sowohl Autoren als auch Publikum, gerüstet mit Regenschirmen und -capes, tapfer stand und huldigten ein Wochenende lang der aktuellen Literatur. Ein Überblick von Hanna Hartberger und Sabrina Kurtz.

In einem Punkt ist aber gegenüber der Tradition eine deutliche Wandlung des Poetenfests spürbar. Bei der Betrachtung der Jubiläumsausstellung „30 Jahre Erlangen Poetenfest in Bild und Ton“ stach dem aufmerksamen Beobachter das eindeutig junge Publikum in den ersten Jahren ... [ weiter... ] kommentieren

Carmen Käuflin Carmen Käuflin© privat

13.08.2010

Auf den Spuren eines Comicseminars

„Was liest du denn da?“ „’Nen Comic.“ „Bist du dafür nich’ schon etwas zu alt??“ „Nö, wieso? „Na Comics sind doch nur was für Kinder, oder Freaks.“

So, oder so ähnlich, klingt für gewöhnlich die landläufige Meinung, was das Lesen von Comics betrifft. Dass das aber ein kompletter Trugschluss ist sollte spätestens dann klar werden, wenn man sich einmal die ganze Bandbreite des Comic-Genres bewusst vor Auge ... [ weiter... ] 5 Kommentare

Julia Gold und Jacqueline Stumpf Julia Gold und Jacqueline Stumpf© privat

22.07.2010

Verlagsarbeit – real erprobt

Dass ein Universitätsstudium nicht nur theorielastig und trocken sein muss, zeigt eine realitätsnahe Verlagssimulation, die im Rahmen der Buchwissenschaft über zwei Semester durchgeführt wurde – mit einem greifbaren Ergebnis. Julia Gold und Jacqueline Stumpf berichten.

Es begann im Winter 2009 mit einer Ausstellung des Grafikdesigners und Fotografen Manfred Dick-Kreuzer, auf der er seine idyllischen Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die er von der fränkischen Landschaft gemacht hatte, vorstellte. Eine der Besucherinnen war Brigitte Perlick vom Referat ... [ weiter... ] 1 Kommentar

Kristin Siegele Kristin Siegele© privat

15.07.2010

Die Rolle des gedruckten Buches im Buchmarkt der Gegenwart – Schwerpunkt Bucheinzelhandel

Verschwindet die Printbranche durch den digitalen Druck? Wer will in 10 Jahren noch Geld für Wörter und Bilder auf totem Holz bezahlen? Kennen unsere Enkel herkömmliche Bücher nur noch aus Filmen? Diese Fragen treiben die gesamte Medienindustrie um. Doch auch dieser Brei wird nicht so heiß gegessen, wie er gekocht wird. Ein Recherchebericht von Kristin Siegele.

Das Ende des Buchzeitalters, der Gutenberg-Galaxis, wurde bereits in den Sechzigern von dem bekannten Medientheoretiker Marshall McLuhan, damals noch im Zusammenhang mit einer Theorie des Fernsehens, vorausgesagt. Längst spricht man von der „Gates-Galaxis“, in der vor allem elektron ... [ weiter... ] 2 Kommentare

Cornelia Weileder Cornelia Weileder© Cornelius Wachinger

08.07.2010

Buchgemeinschaften – memento mori?

Die unterschiedlichen Absatzkanäle des Buchhandels spiegeln die Unterschiede zwischen den Lesern bzw. Buchkäufern wider. Wie sieht es mit den Buchgemeinschaften als Absatzkanal aus und was tun sie gegen ihren Mitgliederrückgang? Ein Überblick von Cornelia Weileder.

In dem Werk „Buchgemeinschaften im deutschen Buchmarkt“ von 1995 stellte Michael Kollmansberger fest, dass der traditionelle Buchhandel nur einen Teil des möglichen Publikums bedient. Aus welchen anderen Quellen erhalten Buchkäufer ihren Lesestoff? Buchgemeinschaften stellen me ... [ weiter... ] 3 Kommentare

Julia Heiserholt Julia Heiserholt© privat

01.07.2010

Das Internet-Phänomen "Bookcrossing" – moderne Bibliophilie oder Marketing-Instrument für den Buchhandel?

Es ist längst allgemein bekannt, dass sich Buch- und Internetnutzung nicht gegenseitig ausschließen, sondern sich komplementär zueinander verhalten. Ein Konzept, die beide Medien verbindet, ist Bookcrossing. Eine Überlegung von Julia Heiserholt

Sogenannte Vielleser konsumieren Online- wie Printmedien gleichermaßen. Diese können schon lange nicht mehr als Gegenpole gesehen werden. Das Phänomen Bookcrossing ist eine besondere Form der Verbindung von Büchern und Internet. Hier werden weltweit Bücher privat ausgetausc ... [ weiter... ] 5 Kommentare

Dennis Schmolk Dennis Schmolk© Cornelius Wachinger

24.06.2010

Berlin, Berlin

Vor zwei Wochen traf sich die Buchbranche in der Hauptstadt. Drei Redakteure der Marginalglosse waren mit von der Partie. Über Diskussionen, Exkursionen und Feierlichkeiten: Ein Resümee des "Nachwuchsprogramms" von Dennis Schmolk.

Neben Tagungen des AKEP und der Hauptversammlung, diversem "Networking" und vielen Workshops, boten die Buchtage - wie schon in den Jahren zuvor - auch dem Branchennachwuchs einige Veranstaltungen. Dass wir davon überhaupt erfuhren, beruht eher auf Zufall, denn wirklich kommuniziert w ... [ weiter... ] 1 Kommentar

Sabine Naumann Sabine Naumann© privat

17.06.2010

Praktikumsbericht Periplaneta

In diesem Artikel sollen Praktika von Buchwissenschaftsstudenten im Verlagsbereich dargestellt und dadurch für den fleißigen Leser der Marginalglosse ein möglichst objektiver Vergleich aufgestellt werden. Den Anfang macht der Bericht über ein Praktikum in einem kleinen Verlag, bei Periplaneta www.periplaneta.com in Berlin.

Im Studium der Buchwissenschaft gibt es viele wichtige Dinge zu entdecken und zu lernen. Eine der Berufsvorbereitung dienende Möglichkeit ist unter anderem die Pflicht und gleichzeitig die Chance, während des Studiums ein Praktikum in der Buchbranche abzuleisten. Egal ob im Bucheinzelhande ... [ weiter... ] kommentieren

Kristin Siegele Kristin Siegele

04.06.2010

Stärkung des Mediums Buch ist jetzt besonders wichtig

Zum Thema Branchenmarketing - Braucht die Buchbranche eine Imagepolitur? Verpönt, aber notwendig? Wenn es um die Erhaltung einer Branche geht, die sich in Zeiten der Digitalisierung neuen Tendenzen anpassen muss, aber auch ihren traditionsreichen Kern nicht in Vergessenheit geraten lassen will, ist Branchenmarketing ein Weg. Ein Kommentar von Kristin Siegele

Die Entwicklung des Buchmarktes ist durch Konzentration, verkürzte Wertschöpfungsketten  und damit einhergehenden Existenzängsten gekennzeichnet  und gerade deswegen könnte eine Stärkung des Mediums Buch und der Lektüre jetzt besonders wichtig sein. Bei der Au ... [ weiter... ] kommentieren

Sabine Hafner Sabine Hafner© privat

27.05.2010

Arbeitswelt Buch – Traum oder Trauma?

Arbeitswelt Buch – Traum oder Trauma? Unter diesem Motto fand am 17. Mai in Erlangen der 3. Studientag der Buchwissenschaft statt. Wie die Antwort für den zukünftigen Branchennachwuchs ausfallen könnte, fasst Sabine Hafner in einem Resümee der Veranstaltung zusammen.

Eingeleitet wurde die vom Freundeskreis der Buchwissenschaft organisierte Veranstaltung mit einer Podiumsdiskussion zur Frage, ob „die Arbeitswelt Buch in Zeiten von Online und Internet überhaupt noch attraktiv für den Nachwuchs [ist]“. Den Referenten zufolge liege der Branche, ... [ weiter... ] 3 Kommentare

Hanna Hartberger Hanna Hartberger© Cornelius Wachinger

19.05.2010

Der Plagiator als Förderer

"Das alles scheint mir für E. Poe ganz allerliebst zu sein. Dank der Bemühungen von Monsieur Forgues wird die ganze Welt wissen, dass Monsieur E. Poe in Amerika Geschichten schreibt." Diesen Satz ließ der Anwalt des französischen Autors Emile Daurand Forgues verlautbaren, nachdem dieser E.A. Poes "Die Morde in der Rue Morgue" ohne Nennung des Namens und ohne weitere Hinweise auf den Amerikaner in einem Pariser Blatt übersetzt veröffentlicht hatte.

Ein Kulturkampf französischer Zeitungen brach aus, deren genauen Ablauf der interessierte leser hier  nachvollziehen kann. Charles Baudelaire wiederum strich im Nachhinein die Lorbeeren für die Verbreitung von Poes Ruhm in Frankreich und ganz Europa ein. Die Anekdote ist ein intere ... [ weiter... ] kommentieren

Yunlin Mai Yunlin Mai© privat

14.05.2010

Die Fülle des Wunderhorns

Die deutsche Verlagslandschaft ist gekennzeichnet vom Gegensatz kleiner und großer Verlage. Vor diesem Hintergrund diskutiert die Autorin Yunlin Mai, ob literarischer Anspruch mit der Größe eines Unternehmens zusammenhängt. Wo liegt für einen kleinen Verlag die Grenze zwischen dem Festhalten an den Idealen und ihrer Aufgabe zu Gunsten erweiterter wirtschaftlicher Handlungsmöglichkeiten?

Der Verlag „Das Wunderhorn“ ist einer der renommierten unabhängigen Verlage in Deutschland und wurde im Jahr 1978 in Heidelberg gegründet. Der Name geht auf die 1805 gedruckte Volksliedsammlung „Des Knaben Wunderhorn“ von Clemens Brentano und Achim von Arnim zur&uum ... [ weiter... ] kommentieren

Jacqueline Stumpf Jacqueline Stumpf© privat

29.04.2010

Sonderstellung am Markt - Der Entstehungsweg eines Schulbuchs

Abstract einer Hausarbeit zum Thema "b2c-Strategien für Schulbuchverlage“. Von Jacqueline Stumpf.

Das Schulbuch ist ein Medium, das jeden von der Grundschule bis zum Abschluss begleitet. Es ist durch seine didaktischen Inhalte und seine wesentliche Funktion als lehrendes Leitmedium von anderen Buchformen abzugrenzen. Doch nicht nur inhaltlich lässt sich das Schulbuch von anderen Printmedien ... [ weiter... ] kommentieren

Hanna Hartberger Hanna Hartberger© Cornelius Wachinger

22.04.2010

Cat Protect - ein Werbespiel des Börsenvereins

Der Börsenverein hat am 19. April das Browsergame "Cat Protect" veröffentlicht. In der Rolle einer Katzendetektivin spürt der Spieler "Ideendieben“ nach. Hanna Hartberger, Dennis Schmolk und Sabine Hafner haben sich das Spiel für die Marginalglosse angesehen.

Online-Spiel mit süßen Tierchen – Streiflichter von Hanna Hartberger Erster Eindruck: Die Katze ist süß. Auch wenn man den Namen Cat Protect nicht wirklich versteht – ein Katzenschutz ist bestimmt nicht gemeint, weswegen man nur spekulieren kann, dass die Detektivk ... [ weiter... ] kommentieren

Marina Mahling Marina Mahling© privat

15.04.2010

Beeinflusst der Literaturunterricht das Lesen? – Leseverhalten und Lesemotivation von Jugendlichen der gymnasialen Oberstufe

In vielen Bundesländern zählt der „Faust“ noch immer zur Pflichtlektüre in der gymnasialen Oberstufe. Privat lesen Schüler wohl eher aktuelle Bestseller der Populärliteratur, von Harry Potter bis Stephenie Meyer oder Dan Brown. Marina Mahling hat sich in ihrerMagisterarbeit mit der Frage auseinandergesetzt, ob Schullektüre überhaupt die Chance hat, lesefördernd zu wirken.

Beurteilung der Schullektüre Neben Klassikern werden in der Oberstufe natürlich auch Werke der Moderne sowie zeitgenössische Titel eingesetzt. Obwohl die Schüler an den klassischen Werken am wenigsten Gefallen finden, lehnen nur wenige von ihnen diese Titel prinzipiell ab. Die m ... [ weiter... ] kommentieren

Cornelia Weileder Cornelia Weileder© Cornelius Wachinger

08.04.2010

Anspruchsvolles für die Masse

Die Individual- oder Kulturverleger zu Beginn des 20. Jhds. wollten Anspruch und kommerziellen Erfolg, Kultur und breite Rezeption vereinen. Noch heute dominieren ihre Selbstbeschreibungen die wissenschaftliche Literatur zum Thema. Die Geschichte einer wissenschaftlichen Arbeit von Hanna Hartberger und Cornelia Weileder

Man gründe einen Verlag während einer Italienreise, um in den ersten Jahren auf den Publikationen stets Florenz und Leipzig als Verlagssitz angeben zu können. Ferner passe man das Familienwappen an das Verlagswappen, und das Verlagskonzept an das Lebensmotto an. Zuletzt vertrete man d ... [ weiter... ] 1 Kommentar

Dennis Schmolk Dennis Schmolk© Cornelius Wachinger

01.04.2010

Neue Märkte, neue Player. Von Start-Ups in der Buchbranche

In den Diskussionen der Leipziger Buchmesse, in den Fachzeitschriften der Branche, sogar in der Erlanger Vortragsreihe "Alles Buch": Start-Ups sind überall präsent - und vielfach überall laut. Eine Diskussionsbetrachtung von Dennis Schmolk.

Wenn man von der Wahrnehmung junger Unternehmer in der Branche spricht, kommt man an einem Namen nicht vorbei: PaperC. Es handelt sich um den Betreiber einer umfangreichen Plattform für die unentgeltliche Lektüre von Fach- und wissenschaftlicher Literatur, das Geschäftsmodell fuß ... [ weiter... ] kommentieren

Doreen Kühne Doreen Kühne© privat

29.03.2010

Präsentation ist alles! Fantasy-Verlage auf der Leipziger Buchmesse 2010

Fantastische Literatur sichert vielen Autoren den Broterwerb. Das Genre ist geprägt von den Welten Tolkiens und Harry Potters - geht aber auch oft genug darüber hinaus. Ein Überblick von Doreen Kühne.

Schon vor dem Osteingang zur alljährlichen Frühjahrsmesse der Buchbranche konnte man einen Blick auf sie erhaschen. Groß prangte der gelbe Schriftzug von Penhaligon auf der schwarzen Umhängetasche einer Verlagsmitarbeiterin. Drinnen sah man von ihnen ein Vielfaches mehr. Gro&szl ... [ weiter... ] kommentieren

Sabine Naumann Sabine Naumann© privat

22.03.2010

Der Buchpreis in der Bücherwelt

Buchpreise, gerade auch der Deutsche Buchpreis, haben sich innerhalb der Branche längst als feste Institutionen etabliert. Aber wie ernst sind solche Auszeichnungen wirklich zu nehmen?  Über den Sinn und Unsinn von Buchpreisen reflektiert die Autorin Sabine Naumann.

Gibt man bei Google den Begriff „Buchpreis“ ein, kommt als erster Eintrag der „Deutsche Buchpreis“. Dieser ist ein hauptsächlich vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels organisierter Buchpreis, der durch sein hohes Preisgeld und die Medienwirksamkeit der Verö ... [ weiter... ] kommentieren

Sandra Rühr Sandra Rühr© privat

11.03.2010

Was kann und soll eine digitale Buchgeschichte leisten?

Mit der Zeit gehen heißt, die Vorzüge des Digitalen nutzen – auch und gerade in der Buchwissenschaft. Das Erlanger Institut beschreitet nicht nur in der Lehre neue Wege, wie der Beitrag von Dennis Schmolk vom 8. 12. 2009 gezeigt hat, sondern  orientiert außerdem seine Projekte an den Möglichkeiten des Web 2.0. Dazu gehört auch, die potentiellen Nutzer von Beginn an mit einzubinden. Ein Bericht von Sandra Rühr

Spätestens, wenn Studierende ihre ersten Hausarbeiten schreiben, können wir Dozenten uns einer Frage nicht mehr entziehen: „Darf ich auch Wikipedia zitieren?“ Gespräche mit SchülerInnen und StudentInnen zeigen, dass es für sie eine Selbstverständlichkeit ist ... [ weiter... ] kommentieren

Doreen Kühne Doreen Kühne© privat

08.03.2010

Medienkompetenz: Stirbt das klassische Buch aus?

Wir befinden uns in einer Zeit des Medienwandels, der alle Bereiche des Lebens zweifellos durchdringt. Selbst vor einem jahrtausende altem Informationsträger macht diese Entwicklung nicht mehr halt. Die Rede ist vom konventionellen Buch, das in den letzten Jahren durch Hörbücher, Internet, E-Books und Mobile Books vermehrt Konkurrenz erhalten hat. Zunehmend wird daher behauptet, es würde seinen guten Ruf als Kulturgut verlieren, so dass es in naher Zukunft verschwindet. Ein anderes Phänomen geht damit einher: Es erfordert bei der Nutzung des World Wide Web mit seinen kurzen oder längeren Texten, Bildmaterialien, Audio-Dateien, Videos oder Podcasts eine spezielle Kenntnis zum richtigen Umgang – die sogenannte Medienkompetenz.

Was versteht man unter diesem Begriff? Über die Lese- und Schreibkompetenz hinausgehend ist mit Medienkompetenz eine Fähigkeit gemeint, mit der man je nach Bedürfnis und Zweck das geeignete Medium auswählt. Entscheidend ist zudem, ob der Nutzer weiß, wie er sie sinnvoll geb ... [ weiter... ] kommentieren

Sabrina Basler Sabrina Basler© privat

25.02.2010

All you need is books – englische Bücher im deutschen Buchhandel

Spätestens seit der fünfte Band der Harry-Potter-Reihe in englischer Originalausgabe die deutschen Bestsellerlisten im Sturm eroberte, sind englischsprachige Bücher nicht mehr aus den deutschen Buchhandlungen wegzudenken. Besonders junge Leser greifen immer häufiger zum Original und längst liegt das größte Absatzpotenzial für den Buchhandel nicht mehr nur beim Klassensatz von George Orwells „Animal Farm“. Eine Analyse von Sabrina Basler

Erstmals schaffte es im Jahr 2003 „Harry Potter and the Order of the Phoenix“ auf Platz 1 der deutschen Bestsellerlisten. Auch die nachfolgenden Bände der Fantasy-Reihe wurden auf Englisch zum Erfolg in Deutschland . Zuletzt landeten auch die amerikanischen Autoren Christopher Pao ... [ weiter... ] kommentieren

Dennis Schmolk Dennis Schmolk© Cornelius Wachinger

18.02.2010

Alles wie immer: der stete Wandel im Handel

Digitalisierung, Globalisierung, Konzentrationsprozess: Auch die Medienindustrie befindet sich in einer Umbruchsphase. Den medialen Wandel begleitet ein ökonomischer. "Wandel im Handel – Disintermediation in der Buchbranche" war daher der Titel der diesjährigen Vortragsreihe "Alles Buch" der Erlanger Buchwissenschaft. Dennis Schmolk resümiert.

Am 25.1.10 begrüßten wir den letzten Gast von "Alles Buch 13": Alexander Wagner, der Redaktionsleiter von kicker.online, referierte zu der Frage, wohin es mit dem (Online-)Journalismus gehe. Wie alle Vorträge wurde auch dieser im Projektblog dokumentiert. In dieser Woche sc ... [ weiter... ] kommentieren

Björn Bischoff Björn Bischoff© privat

11.02.2010

Print und das bewegte Bild

Können Fernsehsendungen zur Leseförderung beitragen? Inwiefern beeinflussen sie die Literatur unserer Gesellschaften? Und bieten sie gute Unterhaltung? Unser Autor Björn Bischoff analysiert.

Literatur funktioniert nicht nur über ein Buch. Dass dem so ist, beweisen nicht nur Lesungen und Podcasts, sondern auch sogenannte Literatursendungen. Angefangen beim Klassiker „Das literarische Quartett“ bis zu neueren Formaten wie „Lese:Zeichen“ – es wird versu ... [ weiter... ] kommentieren

Julia Heiserholt Julia Heiserholt© privat

04.02.2010

Qualität trotz Materialarmut? – eine Zeitung in Ghana

Die Dritte Welt weist in vielen Bereichen nicht denselben technischen Standard auf wie die entwickelten Industrienationen, unter anderem im Bereich der Medien. So ist es auch im westafrikanischen Ghana zu beobachten. Der in der Hauptstadt Accra ansässige Ghanaian Observer wirkt bescheiden und ärmlich. Im Rahmen eines Journalismuspraktikums konnte ich einen Einblick in die Arbeit der Redaktion gewinnen und wurde dabei mit Missständen konfrontiert, an die ich mich erst mal gewöhnen musste. Ein Erlebnisbericht von Julia Heiserholt.

Vorab einige Informationen zur Presse in Ghana: die Presselandschaft ist sehr bunt, es gibt sieben Tageszeitungen, allen voran der Daily Graphic mit einer Auflage von 150 000. Neben diesem werden noch viele andere Publikationen von politischen Parteien herausgegeben. Die wichtigsten Wochenzeitungen ... [ weiter... ] 2 Kommentare

Dennis Schmolk Dennis Schmolk© Cornelius Wachinger

28.01.2010

Die wöchentliche Aufregung

Das Börsenblatt erfreut seine Leser in jeder Ausgabe mit einem „Aufreger der Woche“, prominent platziert direkt nach dem Inhaltsverzeichnis. Für unseren Autor Dennis Schmolk ist dieser Aufreger oft genug sein persönlicher „Aufreger der Woche“.

Dass das Börsenblatt stets Hauptorgan eines gesunden Branchenempfindens ist, ist nichts Neues. Nirgends merkt man das aber so gut wie in den kurzen, knackigen Kommentaren auf Seite 6. Als Leser kann ich mir immer gut vorstellen, wie sich kleine Buchhändler in ihren Ohrensesseln in Selbst ... [ weiter... ] kommentieren

Stefan Schubert Stefan Schubert© privat

21.01.2010

Manga – Importartikel aus dem „Land der aufgehenden Sonne“

Seit Mitte der 1990er Jahre kam es in Europa zu einem regelrechten Manga-Boom, wobei der japanische Comic für Kinder und Jugendliche zu einem äußerst populären Medium wurde.

Mangas wurden zum allgemeinen Trend mit Millionenseller wie „Sailor Moon“ und „Dragonball“. Dieser Erfolg war aber zu Beginn nicht abzusehen, da die japanische Leserichtung (von hinten nach vorne & von rechts nach links) in Deutschland anfangs noch teuer gespiegelt wurde, ... [ weiter... ] 5 Kommentare

Sabine Hafner Sabine Hafner© privat

14.01.2010

Verliert das Hörbuch seinen Körper?

Oder mit anderen Worten: Wird das Hörbuch angesichts des Downloads künftig ohne die CD auskommen? Dieser Frage sowie den Auswirkungen des Downloads auf Bibliotheken, Buchbranche und Nutzer widmete sich eine Tagung der Erlanger Buchwissenschaft am 7. und 8. Januar 2010. Die Zukunftsmusik hat bei den meisten Vorträgen mitgespielt und zu kreativen Spekulationen angeregt. Ein Kommentar von Sabine Hafner.

Mit „Sofies Welt“ läutete 2003 der Hörverlag eine neue Ära des Hörbuchs ein – ein Medium, das es zu diesem Zeitpunkt eigentlich schon lange gab, war für den deutschen Buchhandel neu entdeckt, modern präsentiert und mit dem Trägermedium CD in enge ... [ weiter... ] 4 Kommentare

Die Redakteure (v.l.): Dennis Schmolk,  Hanna Hartberger, Sabrina Kurtz, Cornelia Weileder, Katharina Kaser Die Redakteure (v.l.): Dennis Schmolk, Hanna Hartberger, Sabrina Kurtz, Cornelia Weileder, Katharina Kaser© privat

22.12.2009

Frohe Weihnachten

Die Redaktion der Marginalglosse - auf dem Foto fehlt leider aus Krankheitsgründen unsere Redakteurin Sabine Hafner - wünscht allen Lesern ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Jahreswechsel. 

Es steht zu erwarten, dass auch 2010 wieder ein spannendes Jahr für die Buch- und Medienbranche wird und wir freuen uns darauf, zu dokumentieren und zu hinterfragen. [ weiter... ] kommentieren

Lukas Walenciak Lukas Walenciak© privat

17.12.2009

Espresso im Buchhandel

Man sagt ihr nach, die “Backlist in die gute Stube“ zu holen, und Freunde geben gute Wünsche und 2 Millionen Titel mit auf den Weg, einzelne ihrer Art arbeiten bereits in Amerika und Großbritannien. Doch bedeutet die neue Mitarbeiterin „Espresso Book Machine“ (EBM) für den Buchhandel wirklich nur eine zusätzlichen Einnahmequelle?

Die Vorstellung ist einladend: Als Buchhändler kaufe ich eine EBM und erschließe mir auf einen Schlag ein riesiges Lager neuer Titel. Google stellt seine „digitale Bibliothek“ zur Verfügung, und über Lightning Source, bzw. das EspressNet der die EBM vertreibenden Fir ... [ weiter... ] kommentieren