Zeitschrift

Der »Leserabe« startet

Am 10. Juli gehen der Ravensburger Verlag und Blue Ocean Entertainment mit dem »Leseraben«-Magazin an den Start. boersenblatt.net sprach mit Herausgeberin Sigrun Kaiser von Blue Ocean über das Konzept. VON FB

© Leserabe

Herausgeberin Sigrun Kaiser, Blue Ocean Entertainment

Herausgeberin Sigrun Kaiser, Blue Ocean Entertainment © privat

Wie ist es möglich, gerade Grundschüler für das Lesen zu begeistern? Zum Schulanfang sind die Grundschüler von Haus aus natürlich fürs Lesen motiviert, haben sie sich doch lange danach gesehnt, diesen wichtigen Schritt hinsichtlich größerer Selbstständigkeit zu machen. Um diese Begeisterung beizubehalten, kommt es einerseits darauf an, die formalen Kriterien wie Schriftgröße oder helle Fonds unter Texten zu berücksichtigen als auch den angemessenen Schwierigkeitsgrad. Weiter ist die Untergliederung von Sätzen in so genannte Sinnschritte wesentlich. Das heißt, in einer Zeile sollten möglichst nur kurze Sätze oder Teilsätze stehen, die vom Sinn her zusammen gehören. Die reinen Lesetexte werden immer wieder mit thematisch zusammenhängenden Mal- und Rätselseiten abgewechselt, so dass keine Langeweile aufkommt und das Tun die Theorie untermauert. Last but not least ist der Spaß am Lesen das Wichtigste – entsprechend haben wir durchweg spannende als auch humorvolle Sequenzen eingebaut. Warum wählten Sie die Figur des "Leseraben" als Maskottchen? Der Leserabe ist ja die Leitfigur der Erstlesereihe vom Ravensburger Buchverlag. Die Idee zur Zeitschrift entstand dort und aufgrund der guten Beziehungen unserer beiden Verlage zueinander kam die Ravensburger Geschäftsleitung im September 2006 auf uns zu. Wir waren sofort begeistert, hatten wir doch eben erst mit unserer ersten Zeitschrift zum Buchthema „Prinzessin Lillifee“ bewiesen, dass qualitativ hochwertige Magazinkonzepte gefragt sind (Anmerkung: Prinzessin Lillifee verkaufte im 1. Quartal 2007 durchschnittlich 125.611 Ex. pro Ausgabe ivw-geprüft). Außerdem ist uns die Leseförderung insgesamt ein großes Anliegen, und hierbei bietet eine Zeitschrift sehr viel ergänzende Möglichkeiten zum Buch. Seither wurde ein ganzes Jahr lang intensiv an diesem spannenden Leseförderkonzept gearbeitet. Wie sind die Aufgaben hinter den Kulissen verteilt? Die komplette Konzeption und Erstellung der Zeitschrift bis hin zur Schlussredaktion und Vermarktung erfolgt über Blue Ocean Entertainment. Der Ravensburger Verlag versteht sich als Lizenzgeber, der wertvollen inhaltlichen Input in die Zeitschrift einbringt und dabei auf die pädagogischen Kriterien genauso achtet wie auf die interessante, humorvolle Umsetzung. Die Stiftung Lesen schaut ihrerseits auf den qualitativen Anspruch und selbstverständlich die Lesefreundlichkeit. Alle drei Partner tragen den Leseförderungsgedanken best möglichst gemeinsam nach draußen und wollen neben diesem hehren Ziel den Kindern auch einfach gerne Spaß bereiten! Denn mit Spaß geht alles leichter – auch das Lesen lernen. Wie häufig erscheint der “Leserabe”? Die Erscheinungsweise ist zweimonatlich zu einem Preis von 3,40 Euro pro Heft. Wir starten mit einer Auflage von 240.000 Exemplaren. Über welche Kanäle wird der »Leserabe« vertrieben? Wir nutzten einerseits den klassischen Zeitschriftenvertriebsweg übers Presse-Grosso und den Bahnhofsbuchhandel. Wir haben aber auch ein speziell für den Buch- und Spielwarenhandel eingerichtetes Fachhandels-Abonnement, welches wir in recht flexibler Handhabung anbieten. Viele zufriedene Fachhändler beziehen in dieser Form bereits seit einem Jahr regelmäßig das Magazin „Prinzessin Lillifee“. Welche Einführungskampagnen sind bisher geplant? Das Leseraben-Magazin wird von der Stiftung Lesen empfohlen und gemeinsam mit dem Ravensburger Buchverlag und der Stiftung Lesen wird zum EVT am 10. Juli mit einer großen Pressekonferenz in Mainz der Auftakt zu einer umfangreichen PR-Kampagne stattfinden. Mit Belegexemplaren an 10.000 Grundschullehrer sowie ebenso viele Bibliotheken wird das Magazin in wesentlichen Fachkreisen publik gemacht. Ein informativer Elternflyer wird in hoher Auflage gedruckt und den interessierten Lehrern für die Verteilung an Elternabenden zur Verfügung gestellt. Werbung gegenüber den kleinen Leserinnen und Lesern findet vornehmlich über Anzeigen in unseren hauseigenen Kindermagazinen statt.

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2 Kommentar/e

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  • Evelin Bürger

    Evelin Bürger

    Gute Idee,
    nur finde ich den Titel Leserabe recht verwirrend.
    LeseRabe wäre deutlicher oder?

  • Daniel Biester

    Daniel Biester

    Eine prima Idee!
    Endlich geschicht aktiv etwas auf der Ebene der Nachwuchsförderung im Buchbereich (über die Kinderbürcher hinaus)

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