Bildergalerie: Friedenspreis 2019

Der Fotograf Sebastião Salgado

Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verleiht der Börsenverein in diesem Jahr an den brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado.

Den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verleiht der Börsenverein in diesem Jahr an den brasilianischen Fotografen Sebastião Salgado.

© Reuters

„Mit Salgado wird ein Bildkünstler ausgezeichnet, der mit seinen Fotografien soziale Gerechtigkeit und Frieden fordert und der weltweit geführten Debatte um Natur- und Klimaschutz Dringlichkeit
verleiht“, so begründet der Stiftungsrat die Entscheidung.

„Mit Salgado wird ein Bildkünstler ausgezeichnet, der mit seinen Fotografien soziale Gerechtigkeit und Frieden fordert und der weltweit geführten Debatte um Natur- und Klimaschutz Dringlichkeit verleiht“, so begründet der Stiftungsrat die Entscheidung.

© picture alliance / dpa

Salgado, Jahrgang 1944, ist promovierter Wirtschaftswissenschaftler. Während der brasilianischen Militärdiktatur hatte er sich in der Oppositionsbewegung engagiert und entschied sich 1969 zur Emigration nach Paris. Seit 1973 ist er hauptberuflich Fotograf. Seine Werke werden auf der ganzen Welt ausgestellt, oft in großen Schauen.

Salgado, Jahrgang 1944, ist promovierter Wirtschaftswissenschaftler. Während der brasilianischen Militärdiktatur hatte er sich in der Oppositionsbewegung engagiert und entschied sich 1969 zur Emigration nach Paris. Seit 1973 ist er hauptberuflich Fotograf. Seine Werke werden auf der ganzen Welt ausgestellt, oft in großen Schauen.

© REUTERS/Ricardo Moraes

Mehr als 100 Länder hat Salgado bereist. Anders als die meisten Fotojournalisten, die oft nur kurz in ihren Einsatzgebieten bleiben können, verbringt Salgado oft Monate dort, um an seinen groß angelegten Geschichten zu arbeiten, so beschreibt der Frankfurter Galerist Peter Sillem Salgados Arbeitweise (Artikel in Börsenblatt 25 / 2019 am 19. Juni).

Mehr als 100 Länder hat Salgado bereist. Anders als die meisten Fotojournalisten, die oft nur kurz in ihren Einsatzgebieten bleiben können, verbringt Salgado oft Monate dort, um an seinen groß angelegten Geschichten zu arbeiten, so beschreibt der Frankfurter Galerist Peter Sillem Salgados Arbeitweise (Artikel in Börsenblatt 25 / 2019 am 19. Juni).

© EPA/CHRISTIAN BRUN

Berühmt wurde Salgado mit der Dokumentation der Vertreibungen rund um die Welt (»Migrations«, »Exodus«, 1993 – 99). Das Migrationsprojekt führte ihn unter anderem nach Bosnien und Ruanda, wo er während des Völkermords Zeuge unvorstellbarer Grausamkeiten wurde. Die Erlebnisse dort stürzten ihn in eine schwere persönliche Krise.

Berühmt wurde Salgado mit der Dokumentation der Vertreibungen rund um die Welt (»Migrations«, »Exodus«, 1993 – 99). Das Migrationsprojekt führte ihn unter anderem nach Bosnien und Ruanda, wo er während des Völkermords Zeuge unvorstellbarer Grausamkeiten wurde. Die Erlebnisse dort stürzten ihn in eine schwere persönliche Krise.

© EPA/DAI KUROKAWA

Seine Schaffenskrise brachte Salgado schließlich zur Naturfotografie, eine Reise zu den letzten Naturräumen der Erde, die dem Zugriff der modernen Zivilisation noch entgangen sind.

Seine Schaffenskrise brachte Salgado schließlich zur Naturfotografie, eine Reise zu den letzten Naturräumen der Erde, die dem Zugriff der modernen Zivilisation noch entgangen sind.

© REUTERS/Suzanne Plunkett

Das Langzeitprojekt mit diesen Fotos fand in dem monumentalen Buch »Genesis« (2013) seinen Abschluss.

Das Langzeitprojekt mit diesen Fotos fand in dem monumentalen Buch »Genesis« (2013) seinen Abschluss.

© picture alliance / ZUMAPRESS.com

Salgado war infolge der Schaffenskrise auf die Fazenda in Brasilien, wo er aufgewachsen war, zurückgekehrt. 
Der frühere Regenwald war dort kaum noch vorhanden. Sebastião Salgado und seine Frau beschlossen, das Land wieder aufzuforsten. Ihre Stiftung Instituto Terra hat inzwischen mehr als zwei Millionen Bäume gepflanzt, die Gegend ist nun ein Nationalpark.

Salgado war infolge der Schaffenskrise auf die Fazenda in Brasilien, wo er aufgewachsen war, zurückgekehrt. Der frühere Regenwald war dort kaum noch vorhanden. Sebastião Salgado und seine Frau beschlossen, das Land wieder aufzuforsten. Ihre Stiftung Instituto Terra hat inzwischen mehr als zwei Millionen Bäume gepflanzt, die Gegend ist nun ein Nationalpark.

© Luiz Maximiano/laif

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