Projekte

Digitalisierung der Neuen Deutschen Biographie

Die Neue Deutsche Biographie (NDB), biographisches Grundlagenwerk des deutschsprachigen Kulturraums, kann dank einer Projektbewilligung der DFG digitalisiert und als Online-Datenbank im Volltext bereitgestellt werden.

Im Rahmen des auf zwei Jahre angelegten Projekts wird neben den ersten 22 Bänden (Buchstaben Aachen-Schinkel) der NDB auch die vollständige Allgemeine Deutsche Biographie (ADB) als Volltextangebot im Internet frei verfügbar gemacht. Die bis zur Fertigstellung der NDB noch erscheinenden Bände werden jeweils 18 Monate nach Veröffentlichung der Druckfassung auch im Internet zugänglich sein. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Schlagworte:

Mehr zum Thema

9 Kommentar/e

Diskutieren Sie mit ...

  • Peter Mulzer

    Peter Mulzer

    Anfrage:

    Dürfen wir dann diese Texte auch per copy-and paste- für unsere gewerblichen Titelaufnahmen verwenden, oder steht dem das Urheberrecht entgegen?

    Mit BBKL Bautz, die übrigens auch für allgemeine Geschichte, Philosophie und Landeskunde bestens brauchbar ist, konnte ich das vor Jahresfriot durch direkte Anfrage klären: Für Erkläruingstexte zu Titelaufnahmen darf der einzelne Buchantiquar das verwenden. Bei Wiki versteht es sich ja von selber.

    Wenn aber, trotz der öffentlichen Fördermittel, auf der Verwendung der Netz-DNB wieder der Urheberechts-Krake sitzen sollte, dann wäre der halbe Nutzen für uns Antiquare vertan.

    Nebenbei zur Erinnerung: Durch direkte Anfrage in Leipzig konnte ich seinerzeit ja klären, was viele Kollegen bezweifelt hatten: Die Verwendung der nützlichen Retro-Titeldaten dort ist uns Antiquaren auch gewerblich gestattet. Sie sind nicht perfekt, aber immer noch weitaus besser als das schludrige Berliner Material (Staatsbibliothek).

  • Mathias Schindler

    Mathias Schindler

    Bei "bei Wiki" ist aber nicht Wikipedia gemeint, oder?

    Wenn ja, bitte http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Lizenzbesti mmungen lesen.

  • Peter Mulzer

    Peter Mulzer

    Ihr Hinweis ist wichtig. Zur Entschuldigung (ich machs wie die schlechten Schüler, die immer eine faule Ausrede parat haben): In diesem Portal schreibe ich schon viel zu viel und will mich daher in den Beiträgen möglichst kurz fassen.

    Ausführlich würde ich gesagt haben, daß ich eine Wiki-Verwendung im Sinne der Titelaufnahme und -kommentierung, wie sie im Antiquariat üblich ist, voraussetze. Das bedeutet: Kein Ganz-, sondern nur ein -unverändertes- Teilzitat und die inzwischen übliche und damit unmißverständliche Quellenangabe nach dem Zitat in Form von (Wiki).

    Also das typische Copy- und Paste-Teilzitat, von dem in meinem Beitrag ja auch die Rede war.

    Damit kommen wir urheberrechtlich über die Runden, wenn auch humpelnd: Es gibt ja nicht wie bei der BBKL oder der (ex)Deutschen Bibliothek Leipzig bei Wiki einen direkten Ansprechpartner, bei dem wir eine Genehmigung einholen können, ohne einen halben Tag dafür zu verwenden.

    Das k a n n nur "humpelnd" geschehen, weil die Urheberrechtslage bei Wiki derart komplex ist, daß darüber zur Zeit Doktorarbeiten geschrieben werden. Aber es ist klar, daß gewerblich weder Ganzzitate noch Bildübernahmen ohne Abklärung möglich sind.

    Sie sehen, wenn ich ausführlich werde, dann bin ich immer in Gefahr, den Rahmen dieses Portals zu sprengen. Ich möchte ja wirklich nur "kommentieren". Es mag juristisch unbefriedigend sein, wenn ich hier und in unserem Fall sage, daß wir uns mit dieser "humpelnden" juristischen Auskunft als Antiquare bei der Titelaufnahme beruhigt zurücklehnen können. Oder doch nicht?

  • Mathias Schindler

    Mathias Schindler

    Ganz wichtig ist, daß "Wiki" die Bezeichnung für eine spezielle Art von Content Management System ist, Wikipedia eine Online-Enzyklopädie, die zur Erstellung der Inhalte ein Wiki einsetzt. Wikipedia ist ein Wiki, nicht jedes Wiki ist eine Wikipedia :)

    Alle Texte der Wikipedia(s, es gibt ja 250 verschiedene Sprachversionen) sind unter der GNU Free Documentation License veröffentlicht, deren Zweck die Wiederverwendbarkeit durch Dritte auch zu kommerziellen Zwecken ist, ohne mühsam Einzelfallerlaubnisse aller Autoren einholen zu müssen.

    Auf der oben erwähnten URL gibt es einen konkreten Vorschlag, wie Wikipedia-Texte im Onlinekontext genutzt werden können. In einer Weise, die als lizenzkonform angesehen wird.

    Konkreter Ansprechpartner für die Wikipedia ist die Betreiberin, die Wikimedia Foundation in Florida. Bei Fragen hilft auch Wikimedia Deutschland e.V., der allerdings nicht Betreiber der Wikipedia ist.

    Soo fürchterlich komplex sind (meiner Meinung nach) Wikipedia und seine Lizenz auch nicht, wenn man einmal das Prinzip von Copyleft angeschaut hat.

    PS: unter http://de.wikisource.org/wiki/Allgemeine_Deutsche_ Biographie werden noch Helfer gesucht.

  • Peter Mulzer

    Peter Mulzer

    So ähnlich dachte ich mir das: Für den Laien und auch für den braven Rechtsanwalt um die Ecke schlechterdings ein halber Arbeitstag - denn das Problem besteht ja in der *gewerblichen* Verwendung.

    Auch wenn von den drei tapferen Antiquariatsclubs unisono ein Aufschrei der Empörung kommen wird, ich sags grad zum Trotz - es wäre eine der ersten und wichtigsten Aufgaben einer Berufsgruppe, die ihren Namen verdient, solche komplexen Fragen stellvertrend für die Antiuquare zu lösen. Und dann ihnen a l l e n zur Verfügung zu stellen. Mit solchen Dienstleistungen gewinnt man die Kollegen.

    Bis dahin zitiert humpelnd und hart am Tor des Gefängnisses der unglückliche PM

  • Christoph Schäfer

    Christoph Schäfer

    > Mit solchen Dienstleistungen gewinnt man die
    > Kollegen.

    http://testberichte.ebay.de/Alte-Buecher-bei-ebay- Titelaufnahme-leicht-gemacht_W0QQugidZ100000000000 40272

    .. und deswegen geben Sie den bei eBay handelnden Privatpersonen auch eine genaue Gebrauchsanweisung, wie sie die Titelaufnahmen von uns Antiquaren unter Verletzung unserer Rechte aus dem ZVAB stehlen können ?


  • Peter Mulzer

    Peter Mulzer

    Das denken Sie vielleicht, werter Kollege Schäfer - bei Ebay nur Privatpersonen? Auch wenn es gewissen Antiquaren nicht gefällt, ist Ebay längst eine muntere Mischung aus Antiquaren, die offen oder getarnt auftreten, und aus Privatleuten.

    Ich bin allerdings ein sehr engagierter Anhänger der Übernahme von Kollegen-Beschreibungen für Ebay-Angebote unter e i n e r zwingenden Voraussetzung: Die Übernahme darf nach meinem Verständnis nur für die äußerst kurze Dauer des jeweiligen Ebay-Angebots geschehen. Das war ja bei meinen Ebay-Ratschlägen von der Sache her ganz klar.

    Ansonsten wird die Übernahme von Katalogtexten der Kollegen ohnehin fast entbehrlich: Google-Books, Wiki und andere Netzquellen stehen zur Verfügung.

    Die alten Geizkrägen unter den Kollegen, die ihrem Nachbarn die Mitnutzung der eigenen kümmerlichen Elaborate nicht gönnen, dürfen dann bald den Mund wieder zuklappen. Was für eine Gesinnung ist das - ich habe die Arbeit ja schon geleistet, gönne sie aber dem Kollegen nicht? Ich finds schofel; aber wie schon gesagt, das Problem erledigt sich von Tag zu Tag mehr von selber.

    Es lebe das Netz!

  • Quell

    Quell

    Sehr geehrter Herr Mulzer,

    Ihr Engagement für eine übergreifende Vertretung des Berufsstandes der Antiquare ist zu loben und die Einrichtung einer solches wahrlich notwendig.

    Was das Abkupfern von Titelaufnahmen und Kommentaren betrifft, machen Sie es sich aber zu einfach. Wenn jemand sich Mühe gibt und kenntnisreich und vielleicht unter großem Zeitaufwand Texte erstellt oder auch nur Schlagwörter erarbeitet, so darf das nicht einfach von anderen kopiert und verwendet werden, außer unter bestimmten Bedingungen. Diese könnten sein: einzelne oder übergreifende Abmachungen zwischen den Beteiligten, Zitieren mit Quellenangabe, evtl. Verlinkung oder Ähnliches. Wenn es hier möglichst allgemeine Regelungen auf Basis der Gegenseitigkeit gibt, scheint mir das der rationellste Weg zu sein. Noch aber ist mir davon nichts bekannt.

    Eine berufsständische Vertretung müsste und würde hier sicherlich gegen eine allgemeine Freigabe antiquarischer Arbeit zu jedermanns freier Verwendung eintreten; außer, wie gesagt, unter der Bedingung einer möglichst pauschal geregelten Lizenzierung; z.B.: Antiquare überlassen „die“ oder manche Rechte ihrem Verband, der stellt es Ebay entgeltlich zur Verfügung, womit Ebay-Anbieter - mit oder ohne Vergütung an Ebay - die Texte (mit Quellenangabe) dort verwenden dürfen…

    In diesem Zusammenhang wären von einer berufsständischen Vertretung dann viele weitere Punkte zu bearbeiten: Qualitätskriterien, Standards der Zustandsbewertung (wie Sie sie andernorts forderten), Fragen der Gewerblichkeit großer „Privatanbieter“, Steuergleichbehandlung und vieles mehr.

    Mit freundlichen Grüßen

    Uwe Quell

    http://www.buecherquell.com


  • Peter Mulzer

    Peter Mulzer

    Lieber Herr Quell,
    Insoweit das liebevoll ausgearbeitete Texte sind, bin ich gern bereit, mich Ihrem mahnenden Hinweis zu beugen und fürderhin das Einkopieren - auch zur kürzestzeitigen Verwendung nur bei Ebay - zu unterlassen. Peinlicherweise aber finde ich zumeist solche Texte, die *ihrerseits schamlos aus anderen Quellen abgekupfert sind*. Darf ich den Dieb beklauen? Eine alte juristische Frage.

    Ihre Überlegung, daß wir Antiquare gerade auch dafür einheitliche Standards unter uns beschließen ( und uns dann auch daran halten ) sollten, halte ich für unbedingt richtig. Aber der Weg dorthin ist dornenreich; es gibt drei Antiquariatsgilden (nein, ich sagte nicht "Klüngel"), deren jede ihr eigenes Süppchen kocht. Bei Müllkutschern und Toilettenfrauen wäre die Einsicht in die Notwendigkeit einer Berufsorganisation leichter zu erwecken als bei uns Antiquaren... Trotzdem haben Sie Recht: Es muß geregelt werden, der jetzige Zustand ist nicht gut.

    Ich gehe bei Ebay inzwischen den Mittelweg, daß ich bei größeren Zitaten die Quelle so angebe, daß der geneigte Leser den Kollegen oder die Quelle identifizieren kann. Das verbinde ich mit einer kurzen Dankesformel. Und nach vier Tagen ist alles wieder fort, im Ebay-Papierkorb...

    Also, was wäre Ihr Vorschlag, bitte: Wie kommen wir zu einer allgemeinen Berufsorganisation? Die drei Klüngel, ähem, ich meinte Gilden, in einen Topf werfen und umrühren? Dann kommt sowas Halbgares wie das jüngste "Adreßbuch" heraus - eine Ohrfeige für die nichtorganisierten Kollegen und nach meiner Einschätzung überdies eine Roßtäuscherei.

    • Informationen zum Kommentieren

      Bitte kommentieren Sie zur Sache. Aggressive, polemische und beleidigende Kommentare werden nicht veröffentlicht. Wir werden Ihren Kommentar so schnell wie möglich freischalten. Hier lesen Sie unsere Netiquette.

    • Mein Kommentar

      Bitte kommentieren Sie zur Sache. Aggressive, polemische und beleidigende Kommentare werden nicht veröffentlicht. Wir werden Ihren Kommentar so schnell wie möglich freischalten. Hier lesen Sie unsere Netiquette.

      Ihr Profilbild können Sie über den externen Dienst Gravatar einbinden.


      Sie haben noch kein Login oder Passwort ? Hier können Sie sich registrieren