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"Auch das größte Vermögen ist irgendwann aufgezehrt"

Nach Darstellung der von Aufbau-Verleger Bernd F. Lunkewitz beauftragten Berliner Presseagentur Ketano war das Vorgehen in Sachen Insolvenzantrag mit der Geschäftsführung des Aufbau Verlags abgesprochen. Lunkewitz habe die Geschäftsführer René Strien und Tom Erben angewiesen, das Verfahren auf Insolvenz beim Berliner Amtsgericht Charlottenburg anzumelden, sagte Ketano-Geschäftsführer Stephan Clausen auf Anfrage.

"Auch das größte Vermögen ist irgendwann aufgezehrt", so Clausen. Bernd F. Lunkewitz sehe sich zu weiteren Investitionen nicht in der Lage. Die Entscheidung habe er sich nicht leicht gemacht. Lunkewitz werde sich nun auf die Prozesse gegen die Treuhandanstalt / Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BVS) und gegebenenfalls gegen Lizenzpartner der Aufbau Verlagsgruppe konzentrieren. Der Mitteilung der Aufbau-Geschäftsführer zufolge, habe Lunkewitz die Presse ohne ihr Wissen über die Insolvenz des Verlags informiert. Eine Stellungnahme von Renè Strien und Tom Erben konnte die Redaktion bisher noch nicht einholen.

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7 Kommentar/e

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  • Thomas

    Thomas

    Es ist immer traurig, wenn gute Unternehmen vom Markt verschwinden!

  • Patricia

    Patricia

    Das Traurigste dabei ist, dass es sich nicht einfach nur um ein gutes "Unternehmen" handelt, sondern um ein Stück Kulturgeschichte, um ein Heim vieler renommierter Autoren. Ich kann (denke ich) nur im Namen aller Verlagsmitarbeiter und Leser viel Erfolg und einen neuen Aufbau wünschen!

  • Erich

    Erich

    Es ist die Frage was Mattias Koch langfristig mit dem Aufbau Verlag vorhat. Zunächst sollte die Unschuldsvermutung gelten und wir alle sollten die Daumen drücken, dass der Verlag und die Mitarbeiter in diesen schweren Zeiten durchhalten und eine gemeinsame Zukunft bekommen.

  • Tom

    Tom

    @Erich
    Da gehe ich vollkommen konform.
    Gerade in der Wirtschaftskrise hat es leider auc viele gute Firmen erwischt.

  • Marco

    Marco

    Es trift leider immer häufiger die Guten.
    Einfach schade.

  • Frank

    Frank

    Ggf. ein Neuanfang. Die "Altlasten" durch die Insolvenz verlieren und das "Gute" in die neue Gesellschaft übernehmen,

  • Hans

    Hans

    Leider zeigt sich immer wieder, dass Firmen, die eigentlich überlebensfähig sind, nicht gerettet werden. Dies mag teilweise an den Insolvenzverwaltern liegen, andererseits allerdings auch an den rechtlichen Rahmenbedingungen, welche eine Übernahme durch einen Investor oft abschreckend machen.

    • ...

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