Buchwissenschaften

DFG-Projekt zur „Melusine“ in Erlangen

Am 1. Oktober startet an der Universität Erlangen-Nürnberg ein interdisziplinäres Forschungsprojekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zur Drucküberlieferung der "Melusine" des Thüring von Ringoltingen.

Der Melusinenroman des Thüring von Ringoltingen (1415–1483) eignet sich insbesondere als Forschungsobjekt, weil vom Basler Erstdruck (um 1473/74) bis ins 19. Jahrhundert eine kontinuierliche Drucküberlieferung mit derzeit über vierzig bekannten Ausgaben vorliegt. Beteiligt an dem Vorhaben der Universität Erlangen-Nürnberg – der genaue Titel lautet „Die ‚Melusine’ des Thüring von Ringoltingen in der deutschen Drucküberlieferung von circa 1473/74 bis ins 19. Jahrhundert – Buch, Text und Bild “ –, sind Wissenschaftler aus der Buchwissenschaft, Sprach- und Kunstgeschichte. Untersucht wird, so die Projektbeschreibung, anhand der „Melusine“ wie ein spätmittelalterlicher und frühneuzeitlicher Buchhändler ein Buch (auch als Ware) „plante, verlegte, vertrieb und wie es der zeitgenössische Käufer und Leser in den Händen hielt und rezipierte“. Erstmals wird die Buch-, Text- und Illustrationsgeschichte eines populären Lesestoffs von mehreren Seiten beleuchtet. Dabei sollen „Wechselwirkungen zwischen Buchproduktion, Buchgestalt, Textgestalt, Lesen und Leser“ erschlossen werden. Die jeweiligen Ergebnisse werden in einer zentralen Datenbank erfasst. Am Ende des Projekts sollen unter anderem mehrere Dissertationen und ein Sammelband mit einer neu erarbeiteten Quellenbibliographie zur Drucküberlieferung und einer Ergebnisstudie der beteiligten Disziplinen stehen.

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