Presseschau

Sachbücher zur Romantik, Podcasts

Im bevorstehenden Bücherherbst kommt das Zeitalter der Romantik zu neuen Ehren, meint Eckhard Fuhr in der "WELT". Ebenfalls Thema: die Podcasts der Medienhäuser.

"Nahe Verwandte" - Eckhard Fuhr schreibt in der "WELT" über neue Sachbücher zur Romantik in den Herbstprogrammen: Im bevorstehenden Bücherherbst wird man dieser Zeit immer wieder begegnen. Rüdiger Safranski beschreibt die Romantik als geistesgeschichtliche Epoche und als bis heute wirkende Geisteshaltung. Gleich zwei Biografien, von Gerhard Schulz und Jens Bisky, wird es über Heinrich von Kleist geben, der wie kaum ein anderer die Zerrissenheit der Epoche verkörpert. Und Erika von Borries holt Wilhelm Müller, den Dichter der "Winterreise", aus dem Schatten Franz Schuberts. Das sind nur einige Beispiele für das neu erwachte Interesse an einer Zeit, die versuchte, den Fortschritt kulturell zu bewältigen, indem sie sich dem Fortschrittsdiktat der Aufklärung verweigerte und dem Rationalismus nicht das letzte Wort überließ. Es ist nicht Vergangenheitssehnsucht, die zu dieser Rückschau treibt, sondern das Gespür einer wirklichen Epochenverwandtschaft. "Wer nicht lesen will, soll hören" - die "Süddeutsche Zeitung" beleuchtet die Hörangebote von Zeitungen und Zeitschriften: Wer nicht lesen will, soll wenigstens hören. Was Zeitungen wie Die Zeit, das Handelsblatt oder auch die Süddeutsche Zeitung in den vergangenen Jahren entwickelten, findet inzwischen auch bei Zeitschriften Anklang: das Printprodukt zum Hören. Reportagen, Berichte, Nachrichten, Interviews und Kommentare werden in einer Art Audiothek zum Abruf angeboten - entweder direkt auf der eigenen Homepage oder über einen externen Internet-Anbieter: die Fortsetzung des Lesens mit akustischen Mitteln. ... Das Reportagemagazin Geo zum Beispiel aus dem Hamburger Verlag Gruner + Jahr hat sich mit dem Musikladen und Podcast-Anbieter iTunes vernetzt. Der gemeinsame Schwerpunkt liegt auf Reisethemen, auf Geschichten hinter den Geschichten und auf Service. ... Beim britischen Wochenmagazin The Economist wird die Audiothek großzügig subventioniert. Seit Mitte Juli gibt es jede Woche die gesamte Ausgabe zu hören.

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