Karl May

Halbierung des Karl May-Nachlasses?

Mit einem neuen Angebot will der Bamberger Verleger Lothar Schmid die seit vier Jahren schwelende Auseinandersetzung um den zum Verkauf stehenden Nachlass von Karl May beenden.

In einem Brief an die sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) und die Radebeuler Karl-May-Gesellschaft schlägt Lothar Schmid eine Halbierung des Archivs vor. Eine Hälfte wäre vom Freistaat Sachsen sofort, die andere Hälfte in etwa zwei, drei Jahren zu erwerben. "Damit würde sich auch die finanzielle Belastung für Sachsen halbieren“, sagte Schmid der "Sächsischen Zeitung“ (Samstagausgabe). Im Raum steht bisher eine Forderung Schmids in Höhe von 15 Millionen Euro für den kompletten Karl May-Nachlass. Nachtrag 14.20 Uhr: Wir haben diese Nachricht eben um einen Link auf einen interessanten Artikel in der Chemnitzer "Freien Presse“ ergänzt.

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3 Kommentar/e

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  • Lampernist

    Lampernist

    Also doch das sibyllinische Verfahren, nur leicht abgemildert, der Neuzeit angepaßt.
    Meine Komplimente, L.

  • Heidi

    Heidi

    Aus gewöhnlich sehr gut informierten Kreisen war gestern zu hören, daß es zu einer Einigung *nicht* kommen wird.

    Meine Meinung zu den Ursachen: Es gibt auch in der Bürokratie der großen Bibliotheken und Archive eine Hierarchie, neben München ist gewiß die Handschriftenabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin da ganz oben angesiedelt. Mit deren Chef, dessen Schätzung bei 1 Million Euro lag, soll sich Verleger Schmid inzwischen derart angelegt haben, daß es zu einem Gerichtsverfahren zwischen Schmid und der Staatsbibliothek kommen könnte.

    Die feste Haltung der Staatsbibliothek Berlin in der Karl-May-Frage muß letztlich den Ausschlag geben. Dr. Bürger von der Dresdner Bibliothek kann und will nicht vom Gutachten des Olymps in Berlin allzusehr abweichen.

    Das Gutachten unseres geschätzten Kollegen Koestler vom Verband der Antiquare wurde vor längerer Zeit und unter Umständen abgegeben, die Herr Koestler bestimmt heute nicht mehr so rechtfertigen würde. Mit dem Hartung-Gutachten muß irgendetwas nicht stimmen, da verwette ich meinen Sonntagshut. Somit sind wir tatsächlich auf das Berliner Gutachten zurückgeworfen. Alles andere ist Luft. Der "Russe" ist frei erfunden, für diese Ausage stehe ich gerade.

    Mit dieser Million und einigen Euro mehr erhält der Verleger immer noch mehr, als er auf einer Versteigerung erlösen könnte. *Es gibt keinen internationalen Markt für diese Ware* und es steht dahinter *kaum irgendein Forschungspotential*.

  • Heidi

    Heidi

    http://www.ad-hoc-news.de/drucken.html?art_id=1622 3912

    Obiger, aktueller Link zu Ihrer aufmerksamen Beachtung - eine fürchterliche Mischung aus, immer meine Einschätzung, Propaganda und Stimmungmache, aus schiefen und merkwürdigen Angaben.

    Heute Nacht in unendlichen Mengen in Google News hineingetrickst - ein modernes Medienwunder... Wäre ich nicht zu alt und zu müde, würde ich der Sache nachgehen: Wie kam ddp zu der Arbeit dieses Journalisten?

    Aber lassen wir das. Freuen wir uns lieber auf weitere Schachzüge.

    Ich denke, es bleibt unserem Verleger jetzt nix übrig, als die *politische Karte* auszuspielen.

    Und genau dabei wird alles wie ein Kartenhaus zusammenfallen. Weil in Sachsen viele Uhren anders gehen.

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