TV / Film

Aus für "Lesen!"

Das ZDF hat die Zusammenarbeit mit Elke Heidenreich mit sofortiger Wirkung beendet. Die beiden für dieses Jahr noch geplanten Ausgaben von "Lesen!" werden nicht mehr produziert, teilt der Sender soeben mit.

Elke Heidenreich

Elke Heidenreich © Christine Strub

Mit ihren Äußerungen in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" habe Heidenreich "die Ebene einer sachlichen Auseinandersetzung verlassen und das ZDF sowie einzelne seiner Mitarbeiter persönlich in nicht mehr hinzunehmender Weise öffentlich herabgesetzt", sagt Programmdirektor Thomas Bellut in einer Mitteilung an die Medien. Das Vertrauensverhältnis zwischen dem ZDF und der Moderatorin sei dadurch so nachhaltig zerstört, dass eine gedeihliche und sinnvolle Zusammenarbeit nicht mehr möglich sei. Auch nach dem Abschied von Heidenreich werde es eine Literatursendung im ZDF geben. An einem Nachfolgekonzept für 2009 werde gearbeitet. Anstelle der geplanten Sendungen am 31. Oktober und 5. Dezember soll das Kulturmagazin "aspekte" ausgestrahlt werden. Im kommenden Jahr will Heidenreich, wie bereits gemeldet, gemeinsam mit Karl Heinz Pütz (Verlagsleiter Random House Audio) unter dem Dach der Verlagsgruppe Random House mit einem eigenen, auf Musik spezialisierten Verlag an den Start gehen. Die ersten Titel sollen im Herbst 2009 erscheinen.

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23 Kommentar/e

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  • Dr. Wolfgang Bittner

    Dr. Wolfgang Bittner

    Eine grobe Unverschämtheit! So wird kritischen Leuten kurzerhand das Wort entzogen. Wem gehört denn nun das Fernsehen? Offenbar den Opportunisten, Karrieristen und Dummschwätzern, die sich überall in Gesellschaft und Politik immer mehr breitmachen.
    Wolfgang Bittner, Köln

  • stefanu

    stefanu

    zickenkrieg oder so.... trotzdem schade, war eine manchmal interessante, aber immer flotte sendung.

  • Robert Reis

    Robert Reis


    Mutige Worte, kein leeres Geplänkel,
    Menschen die eine eigene Meinung haben und bereit sind diese zu äußern. Bitte mehr davon!
    Kritik sollte in Deutschland ohne Sanktionen möglich sein,
    oder gibt es den großen Wunsch nach geistiger Armut.

    Robert Reis, Bremervörde


  • Wennerle

    Wennerle

    ...der Buchhandel wird heulen...

  • mae

    mae

    na endlich... wurde zeit!

  • Pulkfietser

    Pulkfietser

    Nee, wird er nicht. Nun kann man den Kunden wieder eigene Titel empfehlen und nicht nur vorgekaute "Must-haves" abverkaufen.

  • mae

    mae

    ich meine: sie hatte ja geradezu darum gebettelt...

  • FPC

    FPC

    Mal eine andere Frage: Wenn Sie, liebe Kommentatoren, ein Geschäft hätten, von dem eine Mitarbeiterin in aller Öffentlichkeit und lauthals von sich gibt, daß dort alles (wählen Sie einen Kraftausdruck Ihrer Wahl) ist, was machen Sie denn dann? Lohnerhöhung? Recht geben? Laden schließen? Oder nach einem entsprechenden Gespräch ohne Klärung die Person feuern? Nichts anderes scheint mir hier geschehen. Business as usual, quasi fast wie im richtigen Leben, nur eben mit bekannteren Personen.

  • mae

    mae

    eben, und: wenn der bellut sich darauf einlässt, sieht man mal wieder auf welchem niveau sich das ganze abspielt

  • Reinhold Döhler

    Reinhold Döhler

    Verehrte Leserinnen und Leser,

    dieses egoistische Verhalten der Moderatorin schadet leider dem Buchhandel. Die Angriffe waren grobschlächtig und verletzend. Ausserdem gilt: Spucke nicht in die Hand, die dich füttert.
    Recht so, ZDF

  • markus schlick

    markus schlick

    Kölscher Klüngel! Frau Heidenreich wird demnächst einen eigenen Verlag bei Randomhouse vertreiben. So wird ihr die selbst verschuldete ZDF Kündigung gerade recht kommen.
    Sie hat sich an Reich-Ranicki gehängt, um sich als "Vorzeigedame für die deutsche Kultur" (als zukünftige Verlegerin) in die Öffentlichkeit zu drängen.

  • Werner Tabatt

    Werner Tabatt

    @ Kommentar Nr. 8 FPC

    Es handelt sich gerade n i c h t um ein privatwirtschaftliches Unternehmen, sondern um eine Anstalt des Öffentlichen Rechts, die quasi per Staatsvertrag uns allen gehört.
    Die ÖR Anstalten begeben sich viel zu oft ohne (finanzielle) Not in direkte Konkurenz zu den Privaten.
    "Flach" können die einfach besser...
    Gerade bei den ÖR sollte es mehr Diskurs und Meinungfreiheit geben. Manchmal habe ich schon etwas Schwierigkeiten z.B. eine "Heute" Sendung als ÖR zu erkennen. Und wenn ich dann auch noch mit meinen Gebührengeldern finanzierte Werbeplakate für Sendungen a la "Wörthersee" sehe, dann kommt mir schon etwas die Galle hoch. Ich höre übrigens in letzter Zeit wieder mehr Radio. Beim Deutschlandfunk und bei D-Radio Kultur sind meine Gebührengelder "offenhörlich" besser aufgehoben.

  • André Pleintinger

    André Pleintinger

    Und auf wahnsinnig geistreiche Kritiken wie "Ein fantastisches Buch!" kann ich gut und gerne verzichten.

  • krämer

    krämer

    Es ist schon ganz richtig, wenn man/frau sich ohnehin verabschiedet, als gutgemeinten Wink noch mal Klartext zu sprechen. Schleimtier Gottschalk will noch ne Weile weitermachen, und hat schon angekündigt, bei seinem Abgang würde es keinen Eklat geben, sondern er wird "elegant" gehen, was wohl heißt, mit viel Schleim vermutlich. Wenn ohnehin Schluß ist mit dem Vertrag: völlig richtig, da nochmal die Gelegenheit nutzen, und den ganzen Haß und Ekel, die empfunden wurden, gegenüber dem Arbeitgeber, des Brot ich sang. Das ZDF und allgemein die affentlich-rechtlichen verdienen die Kritik von Reich-Raniki und Heidenreich sehr wohl, und entsprechend empfindlich ist die Reaktion, das muß irgendwie das schlechte Gewissen sein, sonst könnte man lockerer mit solcher Kritik umgehen.

  • Krämer

    Krämer

    Jeder kann im Deutschen Fernsehen sein Programm selber wählen. Wir haben in unserem Land nicht nur intelektuelle Zuschauer sondern auch ganz "normale" wie z.B. Arbeiter, Handwerker und Angestellte die sich nach einem anstrengenden Arbeitstag einfach nur entspannen wollen und die Entspannung nicht bei Arte oder 3SAT finden können. Schade, daß diese Leute so diskreditiert werden.
    Und eine Frau Heidenreich sowie auch ein Herr Reich- Ranicki haben das Medium Fernsehen sehr wohl zum eigenen Vorteil zu nutzen gewust. Bei M. Reich - Ranicki kann man wohl schon von Altersstarrsinn sprechen und bei Frau Heidenreich felhen mir die Worte. Ich hab sie für geistreicher gehalten
    Gottschalk bewundere ich um sein Geschick einen alten Mann aus einer peinlichen Situation zu retten.

    Alles in allem freue ich mich dennoch am deutschen Fernsehen und bin gespannt auf die neue Literatursendung.

  • hübel

    hübel

    Hat schon mal jemand darüber naxchgedacht, daß es hier nicht um irgendwelche Programminhalte geht, sondern schlicht um Geld? Für wen macht Gottschalk eigentlich mittlerweile nicht Werbung.? Da ist es dann natürlich schlecht, wenn der Werbebotschafter (was anderes ist ja schon lange nicht mehr! War er eigentlich mal überhaupt was? Ne Supernase?) öffentllich angegriffen wird. Das Fernsehen ist eben genauso widerlich, ekelerregend, kotzträchtig wie mittlerweile die ganze Gesellschaft. Man kann gar nicht soviel fressen, wie man kotzen möcht...

  • Dentler

    Dentler

    E. Heidenreich wird ihren Zuschauern und Zuhörern fehlen, die vom ZDF ja nicht gefragt wurden. Mir gefiel vor allem, dass sie ab und an das Interesse auf alte oder neue Bücher lenkte, die ohne sie unbeachtet geblieben wären.
    Ich wünsche Ihr alles Gute!

  • H.S. Braun

    H.S. Braun

    Elke Heidenreich ist aus Ihrer Deckung gekommen, als bereits ein Selbstdarsteller namens Marcel Reich-Ranicki, doch eher oberflächlich und unsachlich seinen Beitrag zur Qualität des Fernsehens, bei der Preisverleihung zum besten gab.

    Auch Frau Heidenreich mit Ihrer Sendung hatte in der Vergangenheit oft dazu beigetragen, dass das ÖR-Fernsehen nur noch ein Niveau erreicht, welches oft den der Moderatoren entspricht. Bei Frau Heidenreich war es eher ein niedriges Niveau.
    Außerdem hat es ein gewisses „Gschmäckle“, wenn man sich nur mit Büchern von Verlagen abgibt, die großen Verlags-Konzernen angehören und somit deren Verkäufe anheizt.

    Auch wenn man Sendungen von Herrn Reich-Ranicki gerne gesehen hatte, muss man sich Fragen, inwieweit er hier einen ernsthaften Beitrag über 20 Jahre für Deutschland geleistet hat. Ich fand die Sendung allenfalls unterhaltsam. Selbst hat er die Sendung nie in Frage gestellt. Er selbst hat viel geschaffen in seinem leben, vieles war auch gut, das literarische Quartett gehörte sicher nicht dazu.

    Eine solche Sendung hatte zum Ziel, dass die Beteiligten sich selbst unterhalten haben und sich wie bei der Fernsehpreisverleihung gegenseitig auf die Schultern geklopft haben. Dieser literarische Kreis brachte keinen volkswirtschaftlichen Nutzen. Sie hatte aber vor allem viel Rhetorik und wenig Tiefgang in der Sache zu bieten.

    Beide, Frau Heidenreich und Herr Reich, nehmen sich nach meinem Empfinden zu wichtig. Im Endeffekt haben Sie sich nur dort hin weiterentwickelt, wo es für Sie wichtige Kontakte zu Menschen gab, die für Sie bis heute persönlich von wirtschaftlicher Bedeutung sind.

    Da finde z.B., dass Denis Scheck eine Klasse für sich ist. Er ist ein wahrer Meister seines Fachs und nimmt sich selbst schon mal nicht so wichtig wie die beiden oben genannten.

    Vielleicht wäre Herr Scheck, wenn er sich in seiner Geschwindigkeit und seines Scharfsinns um ein paar Schaltstufen zurücknimmt, eine gute Lösung um uns in Deutschland das Buch wieder näher zu bringen und junge wie alte Menschen dafür begeistern zu können. Ein Konzept der ÖR-Sender hierzu wäre denkbar, zumal man sich derzeit schon seine Gedanken über ein Solches macht. Denis Scheck, der „Literatur Koch“(in Ahnlehnung an Tim Mälzer) würde sicher bei Jung und Alt eine Wirkung erzielen und wäre gleichzeitig auch einen Beitrag zum Ausweg aus der Bildungsmisere in Deutschland.

  • Tristan Cunha

    Tristan Cunha

    Einerseits hat Frau Heidenreich mit Ihrer Kritik durchaus recht, andererseits ist Sie ja auch schon lange genug im Geschäft um verstehen zu können, dass die Chancen im Dialog stecken. Sie hätte meiner Ansicht nach, ruhig in einer Ihrer nächsten "Lesen"-Sendungen näher darauf eingehen können. Aber nun ´mal diplomatischer!
    Aus persönlicher Frustration auf ein Stichwort hin um sich zuschlagen und "ja genau" zu schreien ist ein persönliches Armutszeugnis.

  • Julian

    Julian

    Soviel dann zum Thema Meiningsfreiheit....
    So ist sie halt uns Elke, sie nimmt halt kein Blatt vor den Mund.
    Ist das denn so schlimm? So schockierend?

  • H.S. Braun

    H.S. Braun

    Ja es ist oft sehr schlimm. Moderatorinnen wie Anne Will, Christiane Christiansen und Elke Heidenreich kann man unterstellen, dass Sie alle für gutes Geld Sendungen liefern, ohne fundiertes Wissen zu haben, oder schon gar nicht mehr unsere Gesellschaft in der Realität kennen. Ich darf doch erwarten, dass Menschen welche komplexe Themen in Sendungen angehen auch den Verstand dazu haben komplexe Sachverhalte selbst zu verstehen und auch eine eigene, fundierte und auch nachvollziehbare Meinung zu den Themen haben. Sicherlich tragen die Intendanten und die Politiker die Verantwortung für das Fernsehprogramm. Wir sollten darüber nachdenken welche Menschen wir in die politische Verantwortung wählen dann haben wir letztendlich auch ein besseres Fernsehprogramm. Solange aber die Sendezeiten von Sendungen wie Fakt, Monitor oder Report (dort arbeiten übrigens Menschen in verantwortlicher Position mit außergewöhnlichen scharfsinnigen Verstand) verkürzt werden, wundert mich fast nichts mehr in diesem unserem Lande.

  • Himmelreich

    Himmelreich

    Wenn ich nicht lese, höre ich, wie Nr. 12, inzwischen nur noch Radio: WDR5, Funkhaus Europa, Deutschlandfunk. Auch gute Fernseh-Sendungen wie Abenteuer Forschung, Fakt, Monitor oder report (Nr. 21) konnten mich irgendwann nicht mehr davon abhalten, meinen Fernseher zu entsorgen. TV stand viel zu oft nur noch für TotalVerblödung. Auch Arbeiter, Handwerker und Angestellte (Nr.15) haben Bess'res verdient ;-)

  • h.s. braun

    h.s. braun

    der weiße riese wäscht jetzt noch weißer....

    An Himmelreich Nr. 21: Sie haben leider recht. TV in Deutschland ist ein gesellschaftspolitisches Problem. Es scheint so als wolle man die Unterschicht unserer Gesellschaft total verblöden. Aber nicht nur das. Sarah Palin, Ronald Reagan und G.W. Bush (jun.) sind Beispiele wie mächtig die Medien sind und z.B. auch eine unkultivierte Frau wie S. Palin in kurzer Zeit zur VP(in) der USA hochstilisieren können. Und wie mächtig sind dann die Menschen die die Medien beherrschen. Das alles hat mit Kohl, der CDU und der FDP vor über 25 Jahren begonnen. Eine bewusste Volksverdummung. Ich bin zwar kein Freund von Helmut Schmidt, weil er arrogant und heute zudem noch zeigt, weil er darf, wie weit rechts er von einer sogenannten politischen Mitte steht. Die SPD hat Arbeiter-, Handwerker- und Angestelltensöhne (-töchter) studieren lassen. Heute erheben die, die mehr für Bildung und Chancengleichheit ausgeben wollen eine Studiengebühr. Ich wünsche mir eine Literatursendung von immer neu ausgesuchten Angestellten unsere öffentlichen Bibliotheken. Diese sollten TV-technisch professionell geführt und moderiert werden. Es wäre bestimmt spannend. Ein Herr Backes vom SWR mit seinem Nachtcafe macht es in vielen seinen Sendungen vor. Seine Redaktion findet für die unterschiedlichsten Themen, Personen die auch fachlich etwas dazu sagen können. Außerdem läßt er seine Gäste frei reden quatscht ihnen selten dazwischen und legt ihnen nicht wie Kerner alles in den Mund.

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