Podcast der Marginalglosse-Redaktion

Studentinnen der Erlanger Buchwissenschaft diskutieren über libreka!

Hat libreka! noch eine Chance? - Über diese Frage diskutieren Hanna Hartberger, Sabrina Kurtz und Cornelia Weileder aus der Marginalglosse-Redaktion in ihrem ersten Podcast auf boersenblatt.net.

Der Podcast entstand in Zusammenarbeit mit dem studentischen Radio bit eXpress.

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13 Kommentar/e

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  • Lukas Walenciak

    Lukas Walenciak

    Herzliche Grüße nach Erlangen!

    Die Frage, die ich mir während der ganzen Diskussion immer wieder gestellt hab, geht eher mit der Meinung des Autors/ der Autorin des "Librika ungeschminkt"-Artikels konform: Was leistet Libreka, was nicht vorhandene Plattformen längst schon besser vormachen? Ich erkenne im Konzept keinen hervorragenden Kundennutzen, keine Innovation. Die Volltextsuche - nun ja, eine Funktion, die beim Verkauf von Belletristik nicht helfen wird, bei Forschungsliteratur auf dem heimischen Rechner jedoch ganz sinnvoll wäre, um nach Stellen zu suchen, die man bereits kennt, sich zu merken jedoch versäumt hat. Beim Absetzen von wissenschaftlicher Literatur trau ich ihr jedoch nicht viel zu, an mir selbst beobachtet unterstelle ich der Zielgruppe eher ein Orientieren an Fußnoten, Rezensionen und Empfehlungen, als am Entdecken von Stichworten auf Seite 67. Und die andere Funktion - der Verkauf von E-Books über ein Branchenmodell - hätte genausogut bei Buchhandel.de eingebunden werden können, wobei hier die Mängel dieser Seite, wie eine ungenügende Suchfunktion, gar nicht ins Rampenlicht gestellt werden sollen.

  • franz.wanner

    franz.wanner

    klar, Gelaber enthebt einem der Nowendigkeit zur Ordnung und Niederschrift und ist eben nur mal so zwischendurch...
    flüchtig gehört und vergessen?

  • Dennis Schmolk

    Dennis Schmolk

    @franz.wanner: Klar, ein inhaltsloser, polemischer

    Kommentar entbindet von der Pflicht, grammatisch korrekt

    zu schreiben und inhaltsbezogen zu argumentieren. Gelesen,

    kommentiert und vergessen.

    @Lukas Walenciak: Generell wären Branchenlösungen als neutrale Alternativen zu externen Angeboten von Google und Amazon ja begrüßenswert, würde da nicht der alte Fehler von Börsenverein und MVB eben auch bei libreka wiederholt: Man denkt nur an den internen Ausgleich in der Branche und nicht an den wirklichen Adresaten, den Endkunden. Als man im 19. Jhd. noch das Wissensmonopol hatte, konnte man sich das leisten. Dank digitaler Konkurrenz sollte man aber endlich einmal umdenken.

  • Wenke Richter, Meine Verlag

    Wenke Richter, Meine Verlag

    In der Diskussion selber werden jetzt keine neuen Argumente, egal, ob pro oder kontra, genannt. Aber über die Veröffentlichung dieses in deutlich kritischeren Tönen gehaltenen Podcast bin ich überrascht. Man meint, daß nun langsam die berechtigten Kritikpunkte einen Kommunikationskanal im Börsenverein erhalten. Die Frage ist hier, werden sie aufgenommen? Wird sich an libreka alsbald etwas ändern? Darüber kann man jetzt gespannt sein.

    Mit freundlichen Grüßen

    Wenke Richter, Meine Verlag

  • Dennis Schmolk

    Dennis Schmolk

    @Richter: Wir, die Redaktion der Marginalglosse, dürfen anmerken, dass wir keineswegs für den Börsenverein sprechen - sondern für uns. Frisches Blut tut wohl gut.

  • Matthias Ulmer

    Matthias Ulmer

    Mir hat der Podcast gefallen, ist vielleicht nur eine Spielerei, aber eine nette. Dass das gesprochene Wort erheblich geringere Informationsdichte aufweist als das Geschriebene ist klar. Das passt aber zur Form des lockeren Gesprächs über ein schwieriges Thema.

    Dagegen verblüfft mich, dass der Schmähbrief eines Unbekannten noch immer so ernst genommen wird. Dabei ist eine seriöse Auseinandersetzung mit den Vorwürfen gar nicht so schwer. Das wäre doch auch ein Thema für die Marginalglosse?

    Die Frage: "Was leistet Libreka, was nicht vorhandene Plattformen längst schon besser vormachen?" möchte ich mal umdrehen: welche bestehenden Plattformen leisten denn wenigstens annähernd das, was Libreka heute leistet?

  • franz wanner

    franz wanner

    Hier wird "reden wir drüber" wörtlich genommen. Und dies im internen Kreis.
    Und immer sollen es die anderen machen.

  • Mathias Schindler

    Mathias Schindler

    @6: Also ich bin mit meinem Kindle äußerst zufrieden. Bequem bekomme ich Probekapitel, bekomme einen guten Eindruck von den Titeln und zahle am Ende einen einigermaßen vertretbaren Preis für den Text, den ich - ja, drm-"geschützt" - auf meinem Kindle und meinem PC lesen kann. Eigene Texte und was mir sonst noch so unterkommt packe ich selbst auf das Gerät. Die Kindle-Lösung bietet - von der Alimentierung der unbeteiligten Buchhändler abgesehen - alles, was libreka auch tun will nur besser.

  • Matthias Ulmer

    Matthias Ulmer

    @Herrn Schindler:

    Libreka und Kindle zu vergleichen ist ja nicht ganz passend. Aber nehmen wir mal das Amazon.de-Angebot und das Libreka-Angebot:
    1. Verfügbarkeit von Volltexten: bei Amazon kann ich nicht erkennen, wie viele Texte als Volltexte verfügbar sind. Man kann aber einen Test bezogen auf die Bestseller machen. Da finde ich bei Amazon von den Top 25 Titeln gerade mal drei als Volltexte, bei Libreka dagegen 15.
    2. Verfügbarkeit von E-Books: auch hier finde ich letztlich keine Angaben bei Amazon. Es sieht so aus, als ob es noch gar keine gibt. Bei Libreka 14.000.
    3. Nutzung von Amazon SITB für die Verlage: so weit mir bekannt nicht möglich. Bei Libreka ist die Einbindung der Volltextsuche im Verlagswebshop schon lange möglich.
    4. Einbindung der Volltextsuche im Webshop des Sortiments: logischerweise nicht bei Amazon, bei Libreka ja.
    5. Convenience für den Käufer ist schwer vergleichbar, da es bei Amazon ja keine deutschen E-Books gibt. Aber wenn, dann hat hier Amazon sicher die Nase vorn, das ist deren Stärke.
    6. Convenience für den Verlag: bei der Datenpflege wird bei beiden geschimpft.
    7. Preis: ist - wenn Amazon mal anbietet - kein Unterschied wegen Preisbindung.
    8. Kopierschutz: bei Amazon proprietäres System und DRM, bei Libreka die Mehrheit der Titel ohne DRM, mit Wasserzeichen.
    9. Hochladen eigener Texte etc.: hängt ja wohl vom Lesegerät ab, hat mit der Plattform weniger zu tun.

    Ich komme also verblüffenderweise zu einer ganz anderen Bewertung als Sie, Herr Schindler.

    Gruss
    Matthias Ulmer

  • Mathias Schindler

    Mathias Schindler

    Herr Ulmer, ich habe eben gänzlich aus der Sicht eines Kunden argumentiert, für Verleger ist diese Vorstellung vielleicht fremd und abstoßend, aber sei es drum.

    Dass mir Top-Irgendwas-Listen als Kunde vor allem dann egal sind, wenn mein Lesegeschmack nicht dem der Mehrheit haargenau entspricht - geschenkt.

    1. Machen wir mal den Test bei ein paar Büchern (print/ebook), die ich in jüngerer Zeit gekauft oder zumindest gelesen habe:

    # Obama, The Audacity of Hope. Kindle-Preis 8,51 Euro. Übersetzung bei libreka als ebook? Nein, gebunden 14,95 Euro. http://www.libreka.de/9783570501023

    #Branch, The Clinton Tapes: Kindle-Preis 9,12 Euro. Libreka kennt es noch nicht, vielleicht gibt es 2010 eine Übersetzung.

    # Mosemann, Android. 39,90 Euro. Gibt es bei libreka auch als ebook zum gleichen Preis. Bei Amazon nur diverse vergleichbare Titel zum halben Preis.

    #Weismann, The World Without Us. Keine Kindle-Ausgabe. Keine libreka-Ausgabe, auch nicht der Übersetzung.

    #Graf: Urheberrechtsfibel – nicht nur für Piraten. Habe mir selbst ein Mobipocket-Buch gebastelt und auf dem Kindle gelesen. Bei Libreka nicht vorhanden.

    #Woodward, The war within: Kindle hat es, bietet es offenbar in Deutschland nicht an. Libreka hat es nicht und bietet den Vorgänger nur als Tb und Hc an.

    #Ball, H2O: A Biography of Water: Weder, noch.

    Sofern vergleichbar, ist auch Punkt 7 und ihre komische Preisbindung aus Kundensicht egal.

    Bei Punkt 8 ist mir in unserem schönen Äpfel-Birnen-Vergleich eingefallen, dass man sich natürlich immer sehr fein entweder auf Amazon oder die Kindle-Plattform konzentrieren kann, je nachdem, was für das eigene Argument günstiger ist. Dass man mit dem Kindle auch ohne DRM arbeiten kann und eigene Titel (Mobipocket, neuerdings auch PDF) hochladen kann, kann man erwähnen, wenn es der Sache dient.

    5. Convenience, da liegen Welten dazwischen. Die von mir gekauften Kindle-Titel habe ich während der Zugfahrt gekauft. Genug Technik, sowas auch mit libreka-ebooks zu machen, also Netbook und UMTS-Karte hätte ich dabei, Spaß machen würde es trotzdem nicht.

    9. Ja, wichtiger Punkt. Andererseits könnte man mal gezielt das Hochladen von titeln auf libreka mit https://dtp.amazon.com/mn/signin vergleichen.

  • Matthias Ulmer

    Matthias Ulmer

    Lieber Herr Schindler,

    sehr skurril, ihre Vorstellung, man könne Kundenmeinungen für fremd und abstoßend halten. Auf was für Ideen Sie kommen...

    Aber auch im übrigen Teil geht eigentlich Ihre Antwort am Thema vorbei. Ich habe mit meiner Bewertung auf Ihre Aussage
    "Die Kindle-Lösung bietet - von der Alimentierung der unbeteiligten Buchhändler abgesehen - alles, was libreka auch tun will nur besser."
    geantwortet. Es wäre ja absurd, wenn ich mit dem Satz "Ich komme verblüffenderweise zu einer ganz anderen Bewertung als Sie, Herr Schindler" auf Ihre Aussage "Ich bin mit meinem Kindle sehr zufrieden" geantwortet hätte.

    Nein, es geht um Ihre Aussage, dass Kindle (oder Amazon) alles kann, was Libreka auch tun will, nur besser. Vielleicht lesen Sie die neun Punkte unter dieser Perspektive noch einmal.
    Natürlich ist der Kindle mit seinem Zugriff auf ein umfassendes Angebot auf englische E-Books ideal. Aber da sind Sie eben ein Spezialfall. Den abzudecken ist Libreka wirklich nicht angetreten.

  • Mathias Schindler

    Mathias Schindler

    Hallo Herr Ulmer,

    Man mag ja von libreka! halten, was man will, aber selbst Sie werden doch nicht abstreiten, dass die einzige bei libreka! nicht vertretene Interessengruppe die der Lesenden und potentiellen Buchkäufer ist.

    Und sich damit herauszuretten, dass die englischsprachige Plattform Kindle ein Spezialfall sei, wird wohl auch nicht mehr so lange klappen.

    Mathias

  • Matthias Ulmer

    Matthias Ulmer

    Lieber Herr Schindler,

    auch das würde ich so nicht akzeptieren. Zugegeben, der E-Book-Verkauf ist noch nicht besonders eindrucksvoll. Aber es gibt doch einige Indizien, dass Libreka wirklich nicht ganz ohne Nutzer aus der Gruppe der Leser und Buchkäufer ist.

    Wenn bei den Downloaddays unser Ratgeber über Hunde fast 3000 mal an einem einzigen Tag als PDF heruntergeladen wird, dann stehen hinter diesen Zahlen Leser. Es gibt sie also.
    Und wenn unsere wissenschaftlichen Titel aus dem Hybridtest in einem Monat zwischen 300 und 400 mal aufgerufen wurden, dann sind das Leser. Unsere Spitzentitel haben monatlich rund 1000 Zugriffe und das nun seit über einem Jahr Monat für Monat. Das sind die Werte, die ich aus meinen eigenen Titeln erkennen kann. Und wir sind jetzt nicht wirklich der Massen- und Bestseller-Verlag.
    Und auch im Bereich Wissenschaft rät sogar Herr Graf neben der Suche in Google immer auch Libreka aufzurufen, weil die Angebote sich ergänzen können. Und von Bibliotheksseite höre ich, dass man bei Anschaffungen erst mal in Libreka die Titel (soweit vorhanden) durchsieht bevor man sie dann bei seinem Händler beschafft.

    Ja, es kann alles noch viel toller werden. Aber ich warte immer noch darauf, dass man mir eine echte, bessere Alternative zu Libreka zeigt.

    Manchmal hab ich das Gefühl, dass aus Sicht der Kritiker Libreka die Welt viel schlechter gemacht hat und man sich wünscht, es wäre weg, damit wieder alles gut wird.

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