Meinung: Hegemann-Debatte

Das große Missverständnis

Warum die Literaturkritik im Fall Helene Hegemann so seltsam gescheitert ist. Eine Analyse von Thomas von Steinaecker, die der Schriftsteller mit einer Bitte an die Rezensenten verbindet.

Thomas von Steinaecker

Thomas von Steinaecker © Alexander Kaya

Originalität gibt’s sowieso nicht, nur Echtheit.« Dieses Zitat Helene Hegemanns klingt bedeutungsschwer, ist jedoch literaturtheoretisch unscharf. Wer von Authentizität spricht, setzt jenen individuellen Autor voraus, dessen Existenz zuvor mit dem Hinweis auf die Unmöglichkeit von Originalität in Abrede gestellt wurde. So gesehen, wirkt der Satz aus dem Mund einer Autorin befremdlich, deren Biografie von Anfang an die Rezeption ihres Buchs bestimmte. Man könnte also von einem erstaunlichen Missverständnis zwischen Autorintention und Rezeption sprechen: hier die poststrukturalistische Schreiberin, die das Uneigentliche im Eigentlichen betont und deshalb andere Texte kopiert. Dort die Literaturkritik, die sich romantisch nach dem unverfälschten Genie sehnt.

Literaturtheoretisch ist der Fall Hegemann freilich nur marginal interessant, weil er alte Positionen aufwärmt. Juristisch bleibt fraglich, ob nun gleich der ganze Roman ein Plagiat genannt werden kann. In Sachen Höflichkeit ließe sich anmerken, dass sich Hegemann nicht anständig benommen hat, als sie sich, ohne zu fragen, mit fremden Federn schmückte und sich dann, als die Sache aufflog, nicht geradeheraus entschuldigte, sondern literaturwissenschaftlichen Nebel verbreitete.

Markttechnisch betrachtet, hat eine Autorin ein Imageproblem, die sich rebellisch gibt und dann als Ullstein-Autorin kleine Underground-Verlage um ihr Zitathonorar bringt, während sie selbstverständlich vor Drucklegung die Rechte an David Foster Wallace bei KiWi einholt.
Zu alldem könnte man sagen: Schwamm drüber. Rezeptionsästhetisch allerdings hat der Umgang mit dem Roman »Axolotl Roadkill« das Potenzial, Geschichte zu schreiben: als vorläufiger Höhepunkt einer vor allem durch außertextliche Faktoren bestimmten Lektüre.

So wurde in den Kritiken, von denen ein Großteil den Charakter einer Homestory besaß, gar nicht erst versucht, den Anschein sachlicher Unbestechlichkeit zu erwecken. Stattdessen standen das jugendliche Alter der Autorin, ihr blondes Haar, ihr Wohnort Berlin und ihr Vater im Mittelpunkt, mit dem der eine Rezensent, wie er unumwunden erklärte, bekannt ist beziehungsweise an dessen Stelle der andere gern wäre.
All dies bildete die argumentative Basis für die dann konstatierte Qualität des Textes, den unverwechselbaren Sound einer Generation. Gerade aber diese immer wieder betonte Authentizität droht nun durch die Plagiatsvorwürfe ad absurdum geführt zu werden, genauso wie die romantisch anmutende Sehnsucht der Rezensenten nach ein bisschen Echtheit in einer durchinszenierten Welt.
Denn viel größer als der Wunsch, einen guten Text zu lesen, wirkt plötzlich jener, Zeuge einer Sensation zu sein. Eine Sensation freilich, der nichts Erhabenes anhaftet, sondern der gegenüber man sich deutlich überlegen in Szene setzen kann: Das Mädchen mit dem schweren Schicksal, das sehr reif ist – aber nicht so reif wie der Rezensent; der vermeintliche Unterschichten-Hemingway, der trinkfest ist und schreiben kann, aber natürlich nicht die Intelligenz und das intellektuelle Rüstzeug des Rezensenten besitzt. Und so weiter.

Der Fall Hegemann lässt in mir den dringenden Wunsch, nein, die aufrichtige Bitte aufkommen, dass sich die Literaturkritik hierzulande endlich weniger um Hypes oder die Biografie eines Autors kümmert und mehr um seinen Text.

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18 Kommentar/e

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  • Ralf Schweikart

    Ralf Schweikart

    Lieber Thomas von Steinaecker,

    diese drängende Bitte an die Literaturkritik, sich nicht jedes Mal durch von den Verlagen entfachten Marketingnebel und PR-Dampf den klaren Blick auf Wesentliche trüben zu lassen, ist längst überfällig. Literaturkritiker machen sich mehr und mehr zu willfährigen Sklaven der Klatschpresse, wenn Person und Äußerlichkeiten vor Inhalt gehen, siehe Charlotte Roche oder Benjamin Lebert. Sie führen nur das fort, was vom ersten Schritt – dem Agenten - an als USP mitverkauft wird: blutjunge Autorin/Autor plus Künstlervater plus Sex und Drogen, das gibt garantiert mediale Aufmerksamkeit. Bingo! Aber nicht nur die Literaturkritik steht im Falle Hegemann nicht gut da, sondern auch der Verlag. „Natürlich haben wir Helene Hegemann vor Drucklegung ihres Buches gefragt, ob sie Quellen oder Zitate verwendet hat.“ heißt es in der Ullstein-Pressemitteilung. Wenn das alles war, ist offenbar das gesunde Misstrauen eines Lektorats gegenüber nun enttarnten Schreibwundern wenig ausgeprägt. Denn die eine oder andere Nachfrage mehr hätte man da ja durchaus erwarten können. Stattdessen herrschen jetzt ein Rund-um-Misstrauen und ein fieberhaftes Gekrame nach womöglich anderen noch ungenannten Quellen, dass es am Ende Autorin wie Verlag einen noch größeren Schaden zufügt.

  • Benjamin Schneider

    Benjamin Schneider

    Seit 2007 ist die kritische Masse bei Google erreicht, die Datenbanken von Google sind so stark gefüllt, dass Übereinstimmungen - z. B. Plagiate - mühelos von Lektoren oder von der breiten Masse der Internetbenutzer, erkannt werden können. Ich schließe mich Ralf Schweikart an Verlagen nahe zu legen, diese Suchtechnik anzuwenden.

  • Eckart Löhr

    Eckart Löhr

    Poststrukturalistische Analyseansätze in der Literaturkritik finden sich in der Tat eher selten. Aus gutem Grund wurden autorzentrierte Literaturtheorien durch werkimmanente (Kayser, Staiger) und später durch dekonstruktivistische Theorien (Barthes, Derrida) ersetzt. Es wird höchste Zeit, dass sich die deutsche Literaturkritik zumindest ein wenig mit aktuellen Literaturtheorien - z.B. auch Intertextualität (Kristeva) - auseinandersetzt, um ein adäquates analytisches Werkzeug zu besitzen zeitgenössischen Texten auf Augenhöhe zu begegnen.
    Für Interessierte: http://titel-magazin.de/artikel/211/4986.html

  • Andreas Reichardt

    Andreas Reichardt

    Ja! Endlich sagt es mal einer. Nutzen wird es nichts. Schon bei Feuchtgebiete muss man doch eingestehen, hätte der Bekanntheitsgrad der Autorin nicht gegolten, so wäre dieses Buch eine Randnotiz im Literaturbetrieb geblieben.
    Aber die Presse, besonders die Feuilletons der auflagenstarken, also marktbestimmenden SZ, FAZ und ZEITmachen es sich einfach und stürzen sich orientierungslos auf das nächste 'Wunderkind' (oder eben vermeintliches Genie, wie oben im Text geschrieben), ohne sich selbst ein Urteil bilden zu müssen, weil: Der Autor/die Autorin ist ja bekannt oder hatte eine entsprechende Biografie.

    Dass diese "Genies" dann just auch immer aus den selben paar, richtig großen Verlagen kommen und nicht bei Undergroundverlagen entdeckt werden, versteht sich von selbst. Da wartet man mit der Rezension auch lieber, bis wieder ein großer sich den entsprechenden Autor eingekauft hat. Denn dann hat der Rezensent ja quasi schwarz auf weiß, dass mindestens ein wichtiger Entscheider seiner Meinung ist, nämlich, dass der Titel ins Rampenlicht gehört ...

  • Benjamin Schneider

    Benjamin Schneider

    @Andreas Reichhardt
    Da möchte ich aber schon die SZ, FAZ und ZEIT verteidigen. Diese Zeitungen machen es sich nicht einfach, es sind die letzen ihrer Art, die den Literaturbetrieb kritisch beleuchten. Oft wird man dort fündig, auch wenn gerade mal kein Wunderkind am Markt zu finden ist.

  • martin jankowski

    martin jankowski

    der kommentar trifft es. helene hegemann ist nur ein weiteres beispiel für marketingliteratur, wie sie die verlage heute produzieren und für die sich die literaturkritik erstaunlich oft nur zu gerne einspannen lässt (siehe benjamin lebergt ff). deshalb hut ab vor einer iris radisch, die es wagt,
    herta müller zu verreißen (freilich vor dem großen preis)... fest steht: hegemanns buch will ich nun wirklich nicht noch lesen. ich bestelle mir jetzt das original von airen, von dem ich übrigens vermute, dass er die kreation eines begabten autorenteams ist und DESWEGEN keine interviews geben kann...

  • Franz wanner

    Franz wanner

    neben all diesen sachlichen und rechtlichen und marketingorientierten Äusserungen scheint mir eine ganz andere Frage berechtigt:
    "die konstatierte Qualität des Textes, der unverwechselbare Sound einer Generation" ist vielleicht nur über das Plagiat authentisch darstellbar?
    wenn bei wissenschaftlichen Arbeiten die "Schnittstellen" der web-Stücke nicht übersehbar sind und sogar noch von Effizienz gesprochen wird, warum nicht bei literarischen Arbeiten?

  • Benjamin Schneider

    Benjamin Schneider

    @franz werner
    der Sound der Generation ist nicht unverwechselbar, das ist ein Irrtum; alle Inhalte der literarischen Arbeit - die Leiden einer jungen Frau, die Todessehnsuch (inkl. Sex, Drogen usw.), all das gab es in der Literatur schon vor 150 Jahren. Das Buch steht nicht für eine unverwechselbare, neue Generation, die STRG-A-STRG-C-Methode aber schon, auch wenn natürlich früher schon kopiert wurde.

  • Valeska Heinemann

    Valeska Heinemann

    @Benjamin Schneider
    Der Vorschlag, Lektoren sollten per Internet und Google nach geklauten Zitaten ihrer Autoren suchen, geht vollkommen an der Realität (und auch am Selbstverständnis des Berufs) vorbei: Ein Verlag ist keine Universität und keine Prüfungsanstalt, in der Dozenten nach plagierten und abgeschriebenen Hausarbeiten suchen (und in dem Sinne gegen die Studierenden "ermitteln"). Im Verlag ziehen Lektoren und Autoren - bestenfalls in aller Offenheit - an einem Strang. Warum das im Fall Hegemann offenbar nicht ganz glücklich gelaufen ist, darüber wäre nur zu spekulieren. Ein generelles Misstrauen von Lektoren gegen die Arbeit ihrer Autoren ist jedenfalls keine sinnvolle Schlussfolgerung aus dieser Geschichte!

  • Valeska Heinemann

    Valeska Heinemann

    @Benjamin Schneider
    Der Vorschlag, Lektoren sollten per Internet und Google nach geklauten Zitaten ihrer Autoren suchen, geht vollkommen an der Realität (und auch am Selbstverständnis des Berufs) vorbei: Ein Verlag ist keine Universität und keine Prüfungsanstalt, in der Dozenten nach plagierten und abgeschriebenen Hausarbeiten suchen und in dem Sinne gegen die Studierenden "ermitteln". Im Verlag ziehen Lektoren und Autoren - bestenfalls in aller Offenheit - an einem Strang. Warum das im Fall Hegemann offenbar nicht ganz glücklich gelaufen ist, darüber wäre nur zu spekulieren. Ein generelles Misstrauen von Lektoren gegen die Arbeit ihrer Autoren ist jedenfalls keine sinnvolle Schlussfolgerung aus dieser Geschichte!
    [da oben stand kein Smily, sondern eine Klammer, daher hier nochmal!]

  • Benjamin Schneider

    Benjamin Schneider

    Danke Valeska Heinemann für den Kommentar, aber das sehe ich nicht so. Eine Lektorin oder ein Lektor hat den Inhalt auf marktfähigkeit zu prüfen, der Text muss sich verkaufen. Da gehört es zum Selbstverständnis des Berufes eines Lektors auch, nach Quellen zu suchen, in denen ein Autor möglicherweise abgeschrieben haben könnte. ein Lektor schützt so den Verlag vor dem "Anspruch" Dritter an dem Werk. Ist das nicht so?

  • Günther Manner

    Günther Manner

    In der aktuellen Debatte ist man dankbar für jedes klar Wort. Während im Feuilleton Diskurse auf Diskurse getürmt werden, die mehr der Verschleierung als der Wahrheitsfindung dienen, analysieren Sie die Situation nüchtern und unvoreingnommen und leiten Konsequenzen daraus ab. Danke dafür!

    Wer sich ein Bild von Helene Hegemann als Schauspielerin, nicht als Autorin, machen will, sei auf den Episodenfilm "Deutschland 09" (http://www.moviepilot.de/movies/deutschland-09) hingewiesen. Hegemann ist darin in der Episode "Die Unvollendete" zu sehen.

  • Wilhelm Ruprecht Frieling

    Wilhelm Ruprecht Frieling

    Es ist megapeinlich, die aktuellen Verrenkungen der "Edelfedern" zu lesen, die - nachdem sie das Mädel unisono gehypt haben - jetzt zu erklären versuchen, warum es eine "Kunst" sei, abzuschreiben. Das deutsche Feuilleton begräbt sich langsam aber sicher selbst. Kein Wunder, wenn die Literaturkritik in Blogs an Ansehen gewinnt.

  • Benjamin Schneider

    Benjamin Schneider

    @Wilhelm Ruprecht Frieling
    nein, nein, das Feuilleton steht, wankt aber fällt nicht. Das mit dem sich selbst begraben möchte ich überhört haben : )

  • Valeska Heinemann

    Valeska Heinemann

    @Benjamin Schneider
    Selbstverständlich ist ein Lektor mit verantwortlich für die Klärung urheberrechtlicher Fragen. Aber, wie gesagt, gewöhnlich ist hier nicht _MIsstrauen_ der Beweggrund, sondern Lektor und Autor arbeiten Hand in Hand - und der Lektor prüft nicht etwa hinterm Rücken des Autors, wo der geklaut hat (eben wie es Dozenten bei den Arbeiten von Studierenden tun müssen), wie es hier gelegentlich anklang ...

  • Angelika Diem

    Angelika Diem

    Was mir bei der Rechtfertigung von Frau Hegeman nicht sehr gefallen hat ist, dass sie sich als Beispiel einer ganzen Generation hinstellt. So als wären alle jungen Autoren, alle jungen Menschen nur auf past und copy scharf und könnten nicht mehr zwischen Recht und Unrecht unterscheiden.
    Zum Anderen ist sie ein negatives Beispiel für junge Autoren, die davon träumen so bekannt zu werden wie sie.
    Sehr her, sagt ihr Beispiel, ihr müsst nur kopieren, etwas verändern, schon werdet ihr für tolle Sprache, tiefe Ausdrücke und andere Dinge gelobt, die andere für euch formuliert, erdacht und geschrieben haben.

    Ich finde das sehr bedenklich.

  • gittakohl

    gittakohl

    Allmählich habe ich den Eindruck, dass im Fall Helene Hegemann mal wieder eine Neiddebatte geführt wird. Eine intelligente Sechzehnjährige, die von ihrem Normalleben eher gelangweilt scheint und sich auf Spaziergänge in die schier unübersichtliche Blogger- und www-Welt begibt, findet dort ein paar Sahnstücke, markiert sie als Lesezeichen, jongliert ein bisschen mit ihren eigenen Wünschen, Süchten, Sehnsüchten, bastelt gut platziert die gefundenen Sahnestückchen in eigene mögliche Leerstellen ein und ein freches und freies Stück Literatur kommt dabei heraus. Dass es Plagiate enthält? Das kümmert sie wenig, zugegeben, damit liegt sie aber im Trend. Und schließlich ist der Verlag eigentlich in der Pflicht, den Text der Sechzehnjährigen genauer auf “Leihstücke” hin abzuklopfen. Sollte die Lektorin da etwas gewittert haben, so roch wahrscheinlich die Fährte der möglichen Sensation und des Geschäfts intensiver. Zum Glück, so ist ein Stück Literatur publiziert worden, dass mal eine ordentliche Prise abgestandener Luft aus den gewundenen Gängen des klüngelnden Literaturbetriebs rauspustet. Dafür sollte man der Autorin eigentlich dankbar sein. Sie hat nun Erfahrung sammeln dürfen, was Urheberrechte angeht und wird dies im nächsten Opus wohl auch berücksichtigen. Oder sie liefert uns sogar etwas durch und durch Hegemann-Authentisches? Ich bin überzeugt, dass sie das auch kann.

  • axel

    axel

    Der Fall Hegemann zeigt, wie sehr die Medien, aber auch das Publikum, sich nach Skandalen und Skandälchen sehnen. Das Feuilleton kann nicht einfach schreiben, dass es sich um ein gutes, ein lesenswertes Buch handelt. Nein, es muss schon das "außergewöhnlichste Debüt des Jahrzehntzs" sein, an dem sich "alle kommenden messen lassen" müssen. Und dann darf es auch nicht nur eine geschickte Assemblage oder ein Remix sein. Nein, mit einer Meldung zum "größten Plagiatsskandal des Jahres" lässt sich die Zeitung doch gleich viel besser verkaufen. Arme Helene Hegemann!

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