Glückwünsche für Klaus Wagenbach

Küsse für den Meisterschüler

Der Verleger Klaus Wagenbach erhält den Kurt-Wolff-Preis für sein Lebenswerk, außerdem wird er im Sommer 80. Glückwünsche von Freunden, Begleitern, Schülern, Fans.

© Tobias Bohm

Inge Feltrinelli, Verlegerin:
Ich freue mich sehr für ihn. Kurt Wolff ist sein großes Idol und Klaus Wagenbach wurde sein Meisterschüler. Intellektuelle Anarchie, Geschichtsbewusstsein und Hedonismus – das ist es, was die beiden verbindet. 80 Küsse.

Hinrich Schmidt-Henkel, Übersetzer:
Seine Bücher und sein Programm spielen in meiner Biografie als Leser eine herausragende Rolle. Früher als andere hat er gezeigt, dass sich politisches Denken und Lebensgenuss trefflich verbinden lassen.

Antje Kunstmann, Verlegerin:
Was Kurt Wolff für Klaus Wagenbach war, ist Klaus Wagenbach für mich: ein Vorbild, ein unabhängiger Kopf, ein leidenschaftlicher Mensch, ein Verleger, der 'dem Publikumsgeschmack nicht dienerisch hinterhergelaufen' ist und dennoch oder deswegen das richtige Gespür für die gesellschaftlich relevanten Themen und vor allem die Literatur hat. Alle 'seine' Bücher hätte man selbst gern gemacht. Für sein Lebenswerk hat er alle Verlagspreise verdient. Glück, Glanz, Ruhm und herzlichen Glückwunsch, lieber Klaus!

Rudolf Müller, Buchhändler:
Klaus Wagenbach zu gratulieren kann nur heißen, sich zu bedanken. Sich zu verneigen und zu danken für die lange und treue Arbeit für uns Leser.
Herzlichen Glückwunsch, Klaus.

Heinrich von Berenberg, Verleger:
Folgendes habe ich, unter anderem, von meinem Freund Klaus Wagenbach gelernt: dass die Tage vergehen und man nicht immer dasselbe tun soll und dass durch Trübseligkeit nichts gewonnen wird, dass es einem Buch zur Ehre gereichen kann, wenn es untergeht wie ein Stein, und dass Frieden und Eintracht nicht viel hergeben. Herzlichen Glückwunsch und Guten Tag.  

Catherine Fried, Autorin:
Klaus war für fast ein viertel Jahrhundert der Verleger meines Ehemanns, Erich Fried. Er veröffentlichte einige seiner umstrittensten Werke wie "und Vietnam und“ und "Höre, Israel“, genauso wie die Bestseller "Was es ist“ und "Liebesgedichte“. Es gab Meinungsverschiedenheiten und zeitweise auch schwerer wiegende Differenzen gab, trotzdem blieben beide immer sehr gute Freunde. Als solche teilten sie auch das Vergnügen über das eine oder andere Missgeschick: Klaus erzählte mir von Erichs Gedicht "Fußfall“, welches unter dem Titel "Fußball“ erschien – eine nicht ganz passende Änderung. Das aber waren Ausnahmen. Klaus’ Bücher waren stets liebevoll gemacht, praktisch und ästhetisch zugleich. Ich fühlte mich sehr geehrt, als der Wagenbach Verlag kürzlich meine Memoiren veröffentlichte.

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