Sortimenter-Ausschuss tagt

Verbindlicher Ort für Preisangaben gefordert

Der Schwerpunkt der Debatten des heute in Frankfurt tagenden Sortimenter-Ausschusses lag am Vormittag auf der Problematik von Preisänderungen. Börsenvereins-Jusiziar Christian Sprang sah ein Lösungsmodell aus der Branche heraus: Wenn Barsortimente und große Online-Händler sich vorstellen könnten, die Preise aus der VLB-Datenbank zu übernehmen, gäbe es einen verbindlichen Ort für Preisangaben und Preisänderungen.

Detlef Büttner

Detlef Büttner © Claus Setzer

Christian Sprang

Christian Sprang © Claus Setzer

Ein solch erkennbar festgelegter Ort würde alle online agierenden Buchhandlungen vor Abmahnungen wegen falscher Preisangaben schützen - in den vergangenen Monaten ist es immer wieder zu ärgerlichen Abmahnvorgängen einzelner Anwälte gekommen. Sprang zog als Vergleich die Usancen in Österreich heran: Dort gibt es eine Website, auf der die festgelegten gebundenen Ladenpreise verbindlich sind. Der deutsche Gesetzgeber hat eine solche Lösung bislang abgelehnt.

Detlef Büttner (Lehmanns) meinte, es brauche eine ungeheure Disziplin, dass Verlage bei festgestellten unterschiedlichen Preisangaben auf zwei Websites umgehend den richtigen Preis kommunizierten. Entscheidend sei, wie die Verlage agierten - sie hätten die Hoheit über ihre Preise, stellte Preisbindungstreuhänder Dieter Wallenfels fest: "Entscheiden sie sich dafür, die im VLB befindlichen Daten als verbindlich zu erklären, würde Rechtssicherheit herrschen, da bräuchte es keine gesetzlichen Regelungen mehr."

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1 Kommentar/e

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  • Schnellschuss

    Schnellschuss

    Es ist unglaublich, dass so eine simple Entscheidung so lange dauern muss. Es liegt doch im Interesse aller Beteiligten, eine verbindliche Preisreferenz zu schaffen.
    Beim VLB bräuchten die Verlage doch nur zu erklären, dass das VLB die verbindliche Quelle für den gebundenen Preis ist. Die anderen Verlage würden schon nachziehen.
    In der Branche herrscht wohl noch der Partikularismus gepaart mit deutscher Bürokratie. Es muss ja nicht gleich wie bei Google zugehen...

    ;-)

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