Frankfurter Buchmesse

Media Control wirbt für die E-Book-Plattform Ceebo

Media Control hat sich viel vorgenommen. Auf der Frankfurter Buchmesse stellte das Unternehmen heute zum ersten Mal öffentlich seine Vision eines funktionierenden E-Markts vor: Ceebo, die neue zentrale E-Book-Plattform. Ceebo solle allen und allem gerecht werden, so Uwe Maisch, Leiter der Abteilung Buchmarkt-Forschung bei Media Control. „Das schaffen wir auch.“ VON TW

Die Idee, ein solches System zu schaffen, ist Maisch zufolge im Gespräch mit Verlagen und Händlern entstanden. „Wir haben diese Ideen aufgenommen, ein Konzept entwickelt und sind dann an die Umsetzung gegangen.“ Summa summarum dauerte das nach seiner Aussage nicht länger als ein halbes Jahr.

Derzeit sei Media Control dabei, die Plattform mit Inhalten zu füllen. Erste Verlage habe man bereits an Bord – welche das sind, lässt Maisch aber bewusst offen. Buchhändler hätten ebenfalls schon angeklopft. Nur unterschriebene Verträge, bekennt Maisch: Nein, die gebe es noch nicht. Den Start der Plattform stellte er für Ende 2010 in Aussicht.

Null Risiko, null Kosten – für Verlage

Vor dem Media Control-Stand in Halle 4.0 herrschte während der Präsentation dichtes Gedränge, in erster Linie verursacht von Verlagsmitarbeitern (wie sich an ihren Namensschildern erkennen ließ). Das Interesse an Ceebo, von dem Maisch spricht, gibt es also offenbar tatsächlich.

Wie sich Ceebo finanzieren soll: Verlage zahlten nichts, so Maisch – und Händler pro Verkauf lediglich eine Gebühr „im unteren Centbereich“. Ganz egal, ob das E-Book nun 5 oder 50 Euro koste: Die Gebühr sei immer gleich, beteuert Maisch;  Einrichtungs- oder Lizenzkosten fielen nicht an. Maisch: „Uns geht es gar nicht darum, viel Geld zu verdienen.“ Bleibt die Frage, worum es dann geht... Geklärt wurde sie heute nicht.

Einfach, flexibel

Mit Ceebo verfolge Media Control zwar einen hochkomplexen Ansatz, sei aber sehr einfach handelbar. Im Detail:

  • Media Control übernimmt – in der Funktion eines Treuhänders – die komplette Verwaltung des E-Book-Transfers. Das Unternehmen betreibt einen eigenen Server, der Download erfolge immer direkt von dort.
  • Laut Maisch bräuchten Verlage nur noch an einer Stelle ihre E-Books einstellen; zugleich behielten sie vollen Hoheit über ihre Inhalte, den Vertrieb und die Konditionen.
  • Buchhändler könnten den Shop in ihren Internetauftritt einbinden – im Look individuell angepasst. Dass der Download über Ceebo erfolge, sei für Endkunden nicht sichtbar.
  • Die Abrechnung erfolge für beide automatisch via Ceebo - gebündelt.

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