Marginalglosse: Neuer Beitrag

Kann das Web zu neuen Formen der Bücherleidenschaft führen?

Bibliophilie im Internetzeitalter: Über dieses von der Marginalglosse inspirierte Thema diskutierten Andreas Artmann, Friedrich Forssman, Jörg Mewes und Leander Wattig im Rahmen des Buchmesse-Auftrittes der Erlanger Buchwissenschaft. Sabine Hafner resümiert.

Sabine Hafner

Sabine Hafner © privat

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1 Kommentar/e

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  • H. Kraft

    H. Kraft

    Ich glaube kaum, dass durch das im Web (also im Internetzeitalter) neue Bereiche zur Bücherleidenschaft entstehen werden.
    Bibliophilie ist die Liebe zum schönen Buch, welches ich haptisch in Händen halten kann. Ein Buchsammler, der mit Leidenschaft seine Buchsammlung ergänzt, kauft sich sicher kein E-Book oder E-Reader. Durch das Web werden vielmehr die kulturellen Bedürfnisse verschoben, ja es sollen durch neue Entwicklungen auf verschiedenen Märkten andere kulturelle Wünsche geweckt und befriedigt werden. Gewiss, müssen oder sollen wir ja alle mit der Zeit gehen, d. h., dass Buch schließt eben bei manchen Menschen das Andere (z. B. E-Book u. a.) nicht aus.
    Ein Buchsammler, so denke ich einmal, wird aber sicher bei seinen Büchern bleiben und auch weiterhin Bücher lesen. Jüngere Menschen sind es ja gewohnt, das immer neue Dinge in der Technik und in den Medien entwickelt und angeboten werden. Es sind da sicher zwei Schienen zu erkennen. Auf der einen Seiten wird das Buch in seiner haptischen Form weiter bestehen und auf der anderen Seite gibt es weitere neue Medien. Da schreiten die neuen Entdeckungen auf diesem Gebiet unaufhaltsam voran. Trotzdem wird es dadurch keine zusätzlichen Lichtblicke durch das Web in Richtung zu mehr Bibliophilie geben. Man kann auch jetzt nicht schon zu sehr in die nähere Zukunft schauen. Jeder Mensch hat doch andere Wünsche, Bedürfnisse und Planungen für sein Leben. Es wäre erschreckend, wenn die Menschen alle die gleichen Überzeugungen hätten. Bestimmten ,Machern` wäre es aber lieber, es würde so ablaufen, denn dann würde ja die Konjunktur wahnsinnig anspringen. Der Mensch ist heute von vielen Sachen und Möglichkeiten beeinflussbar, aber er sollte letztendlich selber entscheiden, welche Prioritäten er für sich setzen will.
    Besser wäre es eigentlich einmal, wenn sich die Studierenden im Studiengang Buchwissenschaft einmal darüber Gedanken machen würden, wie das Buch besser überleben könnte. Zudem wäre dazu noch sehr überlegenswert, wie wird der stationäre Buchhandel durch mehr Leser/Leserinnen wieder mehr frequentiert. Was nutzt eine Buchhandlung, die ja fixe Kosten jeden Monat durch Miete usw. hat, und es kommen durch das Vorhandensein von vielen Medien weniger Kunden in das Ladengeschäft. Dies ist doch heute der Knackpunkt. Und gerade durch das Internet ist manche kleinere Buchhandlung gezwungen, das Geschäft zu schliessen. Ein anderer Grund dazu sind die Großbuchhandlungen, die durch ihre Größe und ein Überangebot an Büchern und anderen Medien (E-Books usw.) die kleineren Buchhandlungen zum Aufgeben zwingen. Das Marktgeschehen, und da meine ich auch den Buchmarkt, ist gegenwärtig knallhart. Für manche Buchhandlungen ist es deshalb schwierig zu überleben. Doch es gibt noch eventuell Nischen, die entwickelt werden müssen.
    H. Kraft, München

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