FAQ

Was ist Social Media Monitoring?

In der aktuellen Social-Media-Euphorie verfallen viele Unternehmen in hektischen Aktionismus. Dabei kommt es gar nicht darauf an, eine eigene Facebook- oder Twitterseite anzulegen. Viel wichtiger ist die Aufnahme des Dialogs mit den Nutzern. Und dazu ist Social Media Monitoring der erste Schritt. Der Begriff bezeichnet die systematische und kontinuierliche Beobachtung aktueller Inhalte im Social Web.

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Bevor das Social Web mit eigenen Inhalten gefüttert wird, ist eine Bestandsaufnahme nötig. Die meisten Unternehmen sind nämlich längst im Social Web und wissen es nur noch nicht. Nutzer diskutieren eifrig über die neuesten Produkte. In Facebook werden Tipps ausgetauscht. In Twitter hagelt es Beschwerden. Nur die betroffenen Unternehmen bekommen es nicht mit.

Für Social Media Monitoring gibt es eine Reihe kostenloser Tools, wie Mediafunnel, Social Mention, Icerocket, Addictomatic oder Twazzup. Beispiele für professionelle Lösungen sind neben der kostenpflichtigen Version von Mediafunnel Radian6, Sysomos und Alterian-SM2.

Aber es geht auch viel einfacher. Twitter ist ein offenes System. Alles was dort diskutiert wird, ist für jeden sichtbar. Die Suchmaschine von Twitter erfasst alle Gespräche, die in den letzten Tagen geführt wurden. Dazu geben Sie unter search.twitter.com einfach Ihren Unternehmens- oder Markennamen ein. In der „Advanced Search“ gibt es diverse Operatoren und Verknüpfungen, um die Suche noch spezifischer zu gestalten. Den so definierten Suchbefehl speichern Sie als Lesezeichen und schauen jeden Tag nach, was es Neues gibt.

Sobald Sie ein Gefühl für die Gespräche im Social Web entwickelt haben, können Sie sich auch selbst beteiligen, indem Sie offene Fragen beantworten oder bei Problemen helfen. Das wird weitaus besser aufgenommen, als wenn Sie nur unpersönlich ihre Nachrichten veröffentlichen.

Facebook ist etwas komplexer als Twitter. Die Gespräch finden nämlich meist nur unter Freunden statt und sind nicht öffentlich. Manche Menschen schalten ihre Kommentare aber auch für jeden frei. Diese finden Sie, wenn Sie nach der Sucheingabe erst auf „weitere Ergebnisse“ und dann links auf „alle Beiträge“ klicken.  

Wichtig für die Bewertung der durch das Monitoring gefundenen Inhalte sind deren Autoren. Sind es Menschen, die nur wenige Zuhörer haben oder sind es „Influencer“ mit vielen tausend Anhängern? Dienste wie Klout analysieren und quantifizieren den Einfluss, den die Aktivisten im Social Web haben. Schließlich ist es ein großer Unterschied, ob Sie als Randnotiz auf der letzen Seite der Lokalzeitung erwähnt werden oder auf der Titelseite von FAZ oder Handelsblatt.

Zusammengestellt von: Torsten Schwarz, Herausgeber des Buches "Leitfaden Online-Marketing“ (Verlag: marketing-BÖRSE).

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6 Kommentar/e

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  • Wenke Richter

    Wenke Richter

    Ich finde den Beitrag falsch angegangen. Unternehmen, die nichts von Social Media halten, werden kein Social Media Monitoring machen. Warum auch? Schließlich interessiert es sie nicht, was in Sozialen Netzwerken geschrieben wird.

  • Avatter

    Avatter

    Eine Anleitung für Social Media Monitoring ohne auch nur einen einzigen Dienst zu verlinken... ist der Text 1:1 aus dem Buch kopiert?

  • Redaktion

    Redaktion

    Danke nochmal für den Hinweis. Ist erledigt - das ist die Krux mit TextEditoren.

  • Ralf Schiering

    Ralf Schiering

    Auf Facebook findet das Gespräch unter Freunden statt und das ist nicht öffentlich. Wenn Unternehmen auf FB aktiv werden, dann sollten sie **unbedingt** nicht als Person auftreten, die Freunde hat. Hier ist eine sog. "Offizielle Seite" einzurichten und die diese sollte m.E. öffentlich sein - denn erfährt niemand, was ich so tue und zu sagen habe ...

  • Holger Wendt

    Holger Wendt

    Logischerweise darf bei den Tools Google Alerts nicht vergessen werden. Einfach Operatoren/Suchbegriffe eingeben. Fertig. In punkto Twitter empfehle ich Twazzup (getestet und für gut befunden), die gute alte Twitterwall und die Google Echtzeitsuche, bei der man in Echtzeit erfährt, wer was über wen im Social Web sagt.

    Allzu kausal, wie beim obigen Artikel von Th. Schwarz funktioniert das Monitoring allerdings nicht. Dafür sind die Firmenpolicies und die Monitoring-Ziele der Unternehmen im Social Web zu unterschiedlich.

    @Ralf: Das stimmt so nicht ganz. Wenn man sich im Social Web als Unternehmen positioniert, sollten das jeweilige Unternehmen zuallererst mal das Medium kennenlernen und viel besser: es auch verstehen. Die Leute wollen wissen mit wem sie reden. Klar sehen sie zuerst die Marke, aber diese sollte den Dialog suchen und nicht als bloße Linkschleuder fungieren. Und wie lässt sich besser kommunizieren als mit richtigen Gesichtern, realen Mitarbeitern usw. Soziale Netzwerke erfordere, dass man seiner Marke/Firma ein Gesicht gibt.

  • Ralf Schiering

    Ralf Schiering

    @ Holger: Vielleicht habe ich zu knapp geschrieben. Stimme dir vollkommen zu, hinter der "Marke" stecken die Menschen mit Gesicht, Meinungen und Ideen. Mir ist wichtig, dass Unternehmen (hier Buchhandlungen und Verlage) eine FB-Präsenz gleich als offiziellle Seite beginnen und nicht über irgendwelche Dummie-Personen, die nach Freunden suchen.

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