Publishers’ Forum in Berlin

Wege vom Content zum Produkt

Das Publishers’ Forum von Klopotek liefert nicht nur theoretischen Input, sondern vermittelt in den Workshops wertvolles Praxiswissen. Davon konnten sich zum Beispiel die Teilnehmer des Workshops "Berliner Werkstatt: Die Standardworkflow-Elemente – Hands-on" anhand einer konkreten Übung überzeugen. VON SUSANNE BROOS

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Das Ziel war klar: Am Ende sollten ein E-Pub- und ein PDF-X3-Dokument stehen. Ausgangspunkt war ein Manuskript, das aus Text und Bild besteht. Zwischen Anfang und Ende liegen Arbeitsschritte, die in drei Kleingruppen erarbeitet werden sollten. Schauplatz der praktischen Übung war der Workshop "Berliner Werkstatt: Die Standardworkflow-Elemente – Hands-on" im Rahmen des Publisher’s Forum, das heute und morgen in Berlin stattfindet.

Sparringspartner der drei Gruppen waren Ulrike Störrle, stellvertretende Herstellungsleiterin bei Mairdumont, Markus Wilhelm, Leiter des Bereichs Herstellung, Einkauf und technische Produktentwicklung im Ravensburger Buchverlag und Uwe Matrisch, Herstellungsleiter bei der le-tex publishing services, die diese Vorgehensweise bei der Erstellung von Workflows selbst ganz praktisch in der Berliner Werkstatt erprobt haben.

In der Werkstattarbeit sei es unter anderem darum gegangen, eine gemeinsame Sprache über Prozesse und Workflows zu finden, sich auszutauschen und einen flexiblen Standardworkflow zu definieren. „Im Austausch haben wir vor allem gesehen, wo unsere Potenziale sind“, sagte Wilhelm einleitend.

Auch in Gruppen, den Störrle noch die Empfehlung mitgegeben hatte, Arbeitsschritte mit einem Hauptwort und einem Verb zu benennen, wird diskutiert. "Warum wollen Sie in XML konvertieren?", ist an einer Stelle zu hören. Es geht um Manuskript- und Qualitätsprüfung, Datenstrukturierung und Konvertierung, Termine, Metadatenanreicherung, Kundenwünsche, Rohumbrüche und produktionsfähige Umbrüche und darum zu entscheiden, was der erste Schritt ist – E-Pub oder PDF?

Die Flipcharts füllten sich langsam, und im Anschluss wurden die erarbeiteten Beispielprozesse kurz vorgestellt und verglichen. Spannend waren die unterschiedlichen Darstellungsweisen, die beschriebenen Arbeitsschritte waren jedoch ähnlich; Unterschiede gab es bei der Reihenfolge, etwa wann man auf die "technische Schiene" (Störrle) geht.

Ein Ziel des Workshops war es auch, ein Gefühl dafür zu vermitteln, wie man mit den "Standardworkflow- Elementen" der Berliner Werkstatt Herstellung – die einen optimalen allgemeinen Prozess beschreiben, modular einsetzbar und individualisierbar sind – arbeiten kann. Deshalb gab es zum Abschluss noch eine Art Gebrauchsanweisung der drei Werkstattmitglieder zum Hand-out. Damit die Teilnehmer der Anforderung, immer schneller vom Content zum Produkt kommen zu müssen, zukünftig leichter gerecht werden können.

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