E-Books

Thalia erwirbt textunes und kündigt OYO II an

Mit dem Erwerb der textunes GmbH, einem führenden Anbieter von E-Books und E-Book-Apps, will Thalia nun im Rahmen ihrer „Smart-Reading-Strategie“ sich stärker im Bereich Digitales Lesen aufstellen. Zusätzlich zu einer eigenen E-Reading-App kommt auch rund ein Jahr nach seiner Einführung in Kürze die modernisierte Version des E-Readers OYO II auf den Markt.

© Thalia

Zur Umsetzung ihrer "Smart-Reading-Strategie“ holt die Hagener Buchhandelsgruppe das Berliner Unternehmen textunes mit an Bord. Das 2009 gegründete Start-up habe sich zu einem führenden Anbieter für plattformübergreifende E-Book-Apps entwickelt und biete seinen Nutzern parallel über Community- und Social Reading-Funktionen die Möglichkeit zum Austausch über literarische Vorlieben und Anschaffungen, so das Unternehmen. "Smart Reading heißt für Thalia nicht nur, dass unsere Kunden den Content frei wählen können. Ihnen soll zukünftig auch die Wahl des Endgerätes, auf dem sie digitale Inhalte lesen, überlassen werden. In Kombination mit unserer persönlichen Beratung, unserem Service und der Kompetenz unserer Buchhändler vor Ort in unseren Buchhandlungen wird die 'Smart-Reading-Strategie’ von Thalia so zu einer langfristig wichtigen Säule innerhalb unserer Multichannel-Ausrichtung“, erläutert Michael Busch, Geschäftsführer der Thalia Holding, die strategische Herangehensweise.
 
Die Entscheidung für den Erwerb der textunes GmbH und der Launch einer eigenen E-Reading-App basiere, so das Unternehmen, auch auf der rasanten Ausdehnung des Marktes für digitale Lesegeräte in Deutschland. "Das Interesse an digitalen Inhalten, die auch auf anderen mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets gelesen werden können, ist in den letzten zwölf Monaten stark gestiegen", erklärt Busch: "Zusätzlich zum OYO und unseren bestehenden Content- und Serviceangeboten erweitern wir durch das umfassende Know-how und Angebot von textunes und mit einer eigenen E-Reading-App nun unsere Kompetenz im deutschen E-Reading-Markt und bieten unseren Kunden ein noch vielfältigeres digitales Leseerlebnis."

Der OYO II werde als dediziertes Lesegerät über erweiterte Funktionalitäten, eine verbesserte Prozessorleistung, eine längere Akkulaufzeit und einen höheren Kontrast verfügen, teilte Thalia mit. Die E-Reading-App von Thalia werde zunächst für das Android-Betriebssystem zur Verfügung stehen – eine Erweiterung der App für zusätzliche, strategisch relevante Betriebssysteme wie beispielsweise iOS von Apple sei in Planung.
 
"Es war von Beginn an unser Ziel, Menschen die Möglichkeit zu bieten, immer und überall auf aktuelle Literatur zuzugreifen und auch diejenigen für das digitale Lesen zu begeistern, die noch wenig oder keine Berührungspunkte damit hatten. Wir freuen uns, ab sofort gemeinsam mit Thalia an der Expansion des E-Reading-Marktes im deutschsprachigen Raum zu arbeiten“, so Simon Seeger, Geschäftsführer der textunes GmbH. "Thalia und textunes ergänzen sich perfekt, und mit eigenem E-Reader, E-Reading-App und der Beratung und dem Service in den stationären Buchhandlungen sind wir für einen langfristigen Erfolg ideal aufgestellt“, resümiert textunes-Geschäftsführer Volker Oppmann.
 
Die Akquisition der textunes GmbH durch die Thalia Holding erfolgte zum 1. August. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

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4 Kommentar/e

Diskutieren Sie mit ...

  • Matthias Lätzsch

    Matthias Lätzsch

    HAMMER.

    Das ist für mich beeindruckender als der Kindle Deutschland Launch. (Kauf von textunes)

    ...

  • Ben Dudzus

    Ben Dudzus

    Nicht schlecht. Schon die Bluetooth-Terminals zum Buch-Download in Dortmund fand ich gut. Jetzt stellen die ihre eBook-Apps auch noch selber her.

  • Dumjahn, Horst-Werner

    Dumjahn, Horst-Werner

    "... einem führenden Anbieter von E-Loks und E-Book-Apps" ist ein toller "Verschreiber, selten so gelacht, denn "E-Loks" sind ja wohl eher was für Bahnchef Rüdiger Grube, oder? Gemeint war sicher "E-Books". Nix für ungut!

  • Redaktion

    Redaktion

    Der Rechtschreibfehler wurde korrigiert. Danke für den humorvollen Hinweis, Herr Dumjahn.

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