Arabischer Frühling

Syrien: "Mit einer Stimme sprechen"

Schriftsteller und Übersetzer Michael Kleeberg fordert in einem offenen Brief dazu auf, die massiven Menschenrechtsverstöße in Syrien nicht länger zu ignorieren und zum Thema der "Arabischen Literaturtage" (20. und 21. Januar) zu machen.

Michael Kleeberg fordert Solidariät mit der syrischen Bevölkerung ein

Michael Kleeberg fordert Solidariät mit der syrischen Bevölkerung ein © Werner Gabriel

"Ich bin der Überzeugung, daß wir uns nicht zu einem Symposium unter dem Titel 'Aufbruch in die Freiheit' treffen können, ohne zuallererst die derzeitige Situation in Syrien zu thematisieren, wo das Assad-Regime einen Massenmord an seiner eigenen Bevölkerung begeht, während die Welt und vor allem Europa rat- und tatenlos zusehen oder die Verbrechen sogar noch begünstigen", so der Übersetzer und Schriftsteller in seinem offenen Brief. Kleeberg, der selbst am Samstag im Frankfurter Literaturhaus auf dem Podium sitzen wird, fordert seine Schriftstellerkollegen, Übersetzer und Podiumsteilnehmer der litprom-Veranstaltung auf, die Arabischen Literaturtage dazu zu nutzen, "um über Syrien zu sprechen" und mit einer Stimme "Hilfe für die syrische Bevölkerung zu fordern".

Aufgrund der politischen Lage ist es derzeit noch unklar, ob überhaupt ein syrischer Autor bei den Literaturtagen anwesend sein kann: aktuell bemüht sich litprom nach eigener Aussage noch darum, der Schriftstellerin Rosa Yassin Hassan ("Ebenholz", Alawi Verlag) die Teilnahme zu ermöglichen.

Zum offenen Brief geht es hier entlang.

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