Großer Österreichischer Staatspreis

Peter Waterhouse diesjähriger Preisträger

Die höchste Kunstauszeichnung Österreichs geht in diesem Jahr an den Autor Peter Waterhouse. Der mit 30.000 Euro dotierte Große Österreichische Staatspreis wird ihm Ende Juli im Rahmen der Salzburger Festspiele überreicht.

Peter Waterhouse bekommt den Großen Österreichischen Staatspreis

Peter Waterhouse bekommt den Großen Österreichischen Staatspreis © Jochen Jung

Der Preisträger wurde vom Österreichischen Kunstsenat vorgeschlagen, und jetzt von Kulturministerin Claudia Schmied bekannt gegeben. Für Peter Waterhouse spricht, so die Begründung des Kunstsenats, dass "in seiner Literatur das Kleine wie das Große gleichberechtigt ist, das Übersehene ebenso leuchtet wie das Gesehene, das Überhörte trotzdem in uns klingt und feste Bedeutungen der Sprache bei ihm neue Schwingungen erfahren. Für dieses einzigartige, die Wort- und Sprachgrenzen immer wieder überschreitende, die Sprachgitter überwindende Unternehmen erhält Peter Waterhouse den Großen Österreichischen Staatspreis für Literatur 2012."

Peter Waterhouse wurde in Berlin als Sohn eines Engländers und einer Österreicherin geboren, wuchs zweisprachig auf und absolvierte seine Schulzeit in Niedersachsen. Er studierte Germanistik und Anglistik in Wien sowie Los Angeles. 1984 promovierte er an der Universität Wien mit einer Arbeit über die Utopie in der Lyrik Paul Celans. Waterhouse verfasst Lyrik, Essays, Erzählungen, Romane und Theaterstücke. Zuletzt erschienen im Verlag Jung und Jung sein umfangreicher Roman "Krieg und Welt" und seine Erzählung "Der Honigverkäufer im Palastgarten und das Auditorium Maximum".

Waterhouse wurde unter anderem mit dem Heimito-von-Doderer-Preis (2000), dem Österreichischen Staatspreis für literarische Übersetzungen (2002), dem H.-C.-Artmann-Preis (2004), dem Erich-Fried-Preis (2007), dem Literaturpreis der Stadt Wien (2008), dem Ernst-Jandl-Preis für Lyrik (2011) und mit dem Nicolas-Born-Preis des Landes Niedersachsen (2011) ausgezeichnet.

Der 1950 begründete Große Österreichische Staatspreis wird ohne festgelegtes Rotationsprinzip innerhalb der Sparten Literatur, Musik, Bildende Kunst und Architektur vergeben.

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