Umfrage

Traum aller Autoren: Ein gedrucktes Buch in einem Verlag

Selfpublishing ist keine Alternative zur Verlagsbindung; Ziel der Autoren ist, ein gedrucktes Buch in Zusammenarbeit mit einem Verlag zu publizieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Leipziger Buchmesse und dem Deutschen Literaturinstitut der Universität Leipzig (DLL).

Traum aller Autoren: Ein gedrucktes Buch in einem Verlag zu publizieren...und dann in einer Buchhandlung auf einem Büchertisch wiederzufinden

Traum aller Autoren: Ein gedrucktes Buch in einem Verlag zu publizieren...und dann in einer Buchhandlung auf einem Büchertisch wiederzufinden © picture alliance / dpa

Wie wirkt sich der digitale Wandel in der Buchbranche auf das Verhältnis von Autoren und Verlagen aus? Das fragten die Leipziger Buchmesse und das DLL im Januar und Februar 80 Autoren, darunter zwei Drittel mit Buchveröffentlichung in einem Verlag, und rund 30 Verlage. "E-Books sind eine wünschenswerte Ergänzung zum Verlagsprogramm, ersetzen Gedrucktes jedoch nicht", so lautet das Fazit zur Befragung von Oliver Zille, Direktor der Leipziger Buchmesse.

Bei der Wahl des Verlagshauses sind für mehr als 80 Prozent der befragten Autoren die persönliche Betreuung, die professionelle und inhaltliche Arbeit und für 76 Prozent der damit verbundene Ruf des Verlags die herausragenden Kriterien. Der Wunsch schnell zu veröffentlichen und die Honorarbedingungen sind weniger wichtig. 

Nur drei Prozent der Autoren haben oder planen im Selbstverlag eine Print Publikation und vier Prozent ein E-Book; für 74 Prozent ist Selfpublishing generell keine Alternative zum gedruckten Buch. Die befragten Autoren und Verleger waren sich einig, dass die Digitalisierung ein zusätzliches Angebot sei. Fast jeder zweite Autor wünschte sich die Digitalisierung seiner bereits publizierten Bücher. 

Obwohl sich die befragten Autoren überwiegend sehr zufrieden über die Betreuung durch die Verlage äußerten, schätzen drei Viertel der Autoren, dass vor allem durch ihren Eigenbeitrag zur Vermarktung das Leserpublikum auf ihre Werke aufmerksam gemacht wurde. Dennoch betreiben nur 31 Prozent der Autoren eine eigene Website – 96 Prozent der Verlage würden sich eine eigenständige Webpräsenz ihrer Autoren wünschen. 

Im Zusammenhang mit der Digitalisierung sei die enge Zusammenarbeit von Autoren und Verlagen sowie der Eigenbeitrag der Schriftsteller zur Vermarktung mitentscheidend für den Bucherfolg, bilanziert Oliver Zille - und verweist auf den Programmpunkt autoren@leipzig, der in diesem Jahr Premiere hat.

Hier finden Sie unser Dossier zur Leipziger Buchmesse. 

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1 Kommentar/e

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  • Günther Fetzer

    Günther Fetzer

    Geld verdienen mit neobooks? Wer bezahlt da wofür?

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