Auszeichnungen

Stasi-Mann Rogge verzichtet auf Gillhoff-Preis

Der frühere Stasi-Mitarbeiter Jürgen Rogge verzichtet auf den Gillhoff-Preis für niederdeutsche Literatur. Er soll dem Vorstand der Gillhoff-Gesellschaft mitgeteilt haben, dass er den "Johannes-Gillhoff-Literaturpreis nicht annimmt". Zuvor hatte es scharfe Kritik an der Auswahl des Preisträgers gegeben.

Die Gillhoff-Preis sollte am Samstag in Glaisin (Ortsteil von Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern), dem Geburtsort des niederdeutschen Dichters Johannes Gillhoff, vergeben werden. Zuvor hatte es scharfe Kritik an der Auswahl des Preisträgers gegeben. Rogge habe in den siebziger und achtziger Jahren die psychiatrische Abteilung des Haftkrankenhauses Leipzig geleitet und sei Stasi-IME (IM im besonderen Einsatz) gewesen, meldet die "Berliner Morgenpost". Rogge, der Gedichte, Aphorismen und Erzählungen schreibt, sollte für sein niederdeutsches Gesamtwerk geehrt werden.

Nach dem Wirbel wird es laut Morgenpost in diesem Jahr keinen Gillhoff-Preisträger geben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Schriftsteller wie Walter Kempowski und Ulrich Schacht.

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