Buchhändler-Aktion

Buchalarm!

Janne Schmidt, Buchhändlerin bei stories! in Hamburg, bittet Kinder regelmäßig zum Büchersonntag in die Buchhandlung.

Sonntagmorgen im Hamburger Stadtteil Eppendorf: Scharenweise strömen Kinder, manche mit ihren Eltern im Schlepptau, in die Buchhandlung stories!, die heute ausnahmsweise offen hat: Schließlich herrscht hier "Buchalarm".

Vor zwei Jahren rief Janne Schmidt die "Buchalarm"-Aktion ins Leben. Seitdem verwandelt sich stories! vier- bis fünfmal im Jahr in ein Leseparadies. Über 60 Kinder kommen mittlerweile zu den Veranstaltungen: Mitten im Laden stehen zweireihig Stühle um einen großen, rechteckigen Tisch, der mit Saftgläsern und Süßigkeiten gedeckt ist.

Beim "Buchalarm" stellen die beiden Stories!-Buchhändlerinnen Janne Schmidt und Farina Pätz abwechselnd interessante Titel für Kinder zwischen acht und zehn Jahren vor, lesen eine spannende oder lustige Stelle vor und berichten, warum ihnen das Buch gefallen hat. "Ganz wichtig ist es, bei der Auswahl darauf zu achten, dass die Bücher stapelweise im Laden liegen", so Schmidts Erfahrung. Ab und an ist auch ein besonderer Gast für die jungen Bücherfans da: Autorin Isabel Abedi, die in Hamburg lebt, hat bei stories! schon aus ihrem Kinderbuch "Verbotene Welt" gelesen; viele weitere Autoren gaben Einblick in ihre Arbeit. Die Signierstunde nach der Lesung ist für alle Kinder ein Highlight.

Eine Dreiviertelstunde dauert der "Buchalarm". "Länger können sich die Kinder nicht konzentrieren", erklärt Schmidt. Bonbon für die Besucher: Alle Teilnehmer bekommen einen Clubausweis. Bei jedem Treffen wird die Karte abgestempelt. Wer dreimal da war, erhält eine Überraschung. "Das ist nur etwas Kleines, eine Aufmerksamkeit eben. Beispielsweise ein Lesezeichen, ein Stift oder eine Hörprobe", sagt Janne Schmidt. Doch kleine Geschenke erhalten die Freundschaft: "Auf Umsatz und Kundenbindung wirkt sich die Veranstaltung sehr positiv aus." Die kleinen Leser kommen immer wieder gern in den Laden – Begegnungen, die dafür sorgen, dass der Sonntagsdienst beim "Buchalarm" für die beiden Buchhändlerinnen auch Vergnügen ist.

eb

Buchhändler-Aktionen
Originelle Aktionen, nachahmenswerte Ideen für andere Sortimenter können Sie gern an die Börsenblatt-Redaktion senden: Stichwort: "Buchhändler-Aktion", Brauchbachstraße 16, 60311 Frankfurt am Main, boersenblatt@mvb-online.de

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2 Kommentar/e

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  • Matthias Lätzsch

    Matthias Lätzsch

    Nach dem zu schließen, was in Leseförderung investiert wird, muss die nächste Generation absolut Buchaffin werden. Es heißt einfach solange durchhalten
    Kids Selbstverdiener sind und sich KEINEN Kindle kaufen.

    Apropos was macht eigentlich Amazonien mit Junglesern für Aktionen? (Früchte ernten die sie nicht gesät haben?)

    Ich bin übrigens nicht frustriert, auch ich sehe die Kids als Chance und bemühe mich ernsthaft um sie.

  • H. Kraft

    H. Kraft

    Buchhändler-Aktionen, wie jetzt ,Buch-Alarm` in Hamburg, haben dann einen Snn, wenn solche Veranstaltungen für Kinder nicht zu überfrachtet sind und nicht zu viele Bücher gezeigt werden.
    Es ist heute leider nicht einfacher geworden, Kinder und jungen Lesern an die Welt der Bücher heranzuführen. Gerade weil eben das Angebot an Büchern und Medien zu groß ist, sind sicher auch im Elternhaus, Schulen, Bibliotheken und Buchhandlungen Schwerpunkte zu setzen. Es wäre auch vielleicht sinnvoller nicht zu sehr auf die gängigen Trends zu setzen, sondern Kindern die freie Auswahl am Buch und den anderen Medien zu lassen. Aber die Beeinflussung ist in der Gegenwart groß.
    Den Buchhandlungen bleibt es überlassen, dass sie sich weiterhin auch für Kinder mit Büchern öffnen.
    H. Kraft

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